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Wedemark A7 gesperrt: Verkehr wird durch die Wedemark umgeleitet
Aus der Region Region Hannover Wedemark A7 gesperrt: Verkehr wird durch die Wedemark umgeleitet
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00:19 14.05.2018
Die Baustelle auf der Autobahn 7 zwischen Mellendorf und Schwarmstedt sorgt für viel Verkehr auf der Umleitungsstrecke. Quelle: Sven Warnecke
Mellendorf

 „Wichtig ist, im gemeinsamen Austausch zu sein“, betonte Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski bei einem Besuch der für die Baustelle zuständigen Leiterin der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Gisela Schütt. Diesen habe es nicht von Anfang an gegeben, monierte er. Und das, obwohl die von der Verdener Behörde ausgegebene Umleitung durch die Kommune führe und „die Gemeinde die Hauptlasten zu tragen“ habe, machte Zychlinski im Gespräch deutlich und spricht von einem „massiven Problem für die Wedemark“. 

Autobahnnähe schafft Wohlstand

Doch die Gemeinde habe keinen Einfluss auf die Baumaßnahme, stellte der Bürgermeister klar. Hintergrund: Die Landesbehörde lässt die marode, gut 30 Jahre alte Richtungsfahrbahn gen Norden von Grund auf sanieren. „Unser Wunsch ist, gut informiert zu sein.“ Um diese Infos auch frühzeitig weitergeben zu können. Zychlinski bezeichnet die Nähe zur Autobahn für die Wedemark als „Fluch und Segen zugleich“. Denn zum Einen schaffe sie dank der Ansiedlung von Gewerbebetrieben Arbeitsplätze, zum Anderen eben auch viel Umleitungsverkehr in den Dörfern. „Und aktuell erfahren wir ganz dramatisch die negative Seite.“ 

Nach Auskunft von Peter Trinks, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Wedemark, hat die Baustelle zwar zu einen signifikanten Anstieg des Verkehrs in der Gemeinde geführt, aber nicht zu einer Unfallhäufung. Auch die Zahl der Beschwerden wegen Verkehrslärms oder Erschütterungen durch den Schwerlastverkehr habe bereits nachgelassen, berichtete der Polizist. 

Mehr Sicherheit in der Baustelle

Nun steht nach Angaben Schütts die nächste Belastungsprobe für die Wedemark an. Der gut zwölf Kilometer lange Baustellenabschnitt zwischen Mellendorf und Schwarmstedt wird ab dem 28. Mai erneut für fünf Nächte gesperrt. Um Löcher „zu flicken“, berichtet die Verdener Behördenleiterin. Wegen der Enge auf den fünf Spuren müsse dafür aber die komplette Strecke gesperrt werden. An diesen fünf Tagen wird die Autobahn jeweils zwischen 20 und 5 Uhr gesperrt. Sie warb auch angesichts der drei Verkehrstoten – an allen drei Unfällen waren Lastwagen stets am Stauende aufgefahren – und den bereits mehr als 200 Unfällen in der Baustelle um Verständnis, dass ihre Behörde dort für mehr Sicherheit sorge. Bei weiteren Unfällen waren Brummifahrer häufig wegen der Enge von der Straße abgekommen. Nun soll bei der nächsten nächtlichen Sperrung ab dem 28. Mai am äußeren Fahrbahnrand reflektierende sogenannte Markierungsknöpfe angebracht. Gerate ein Fahrzeug darauf, werde der Fahrer zusätzlich durch ein Vibrieren gewarnt, erläutert Schütt

Verstärkte Kontrollen der Polizei

Die Fahrbahn ist auf der gesamten Baustellenlänge in Richtung Hannover auf zwei, in Richtung Hamburg auf drei Spuren verengt. Dabei beträgt die Spurbreite zwischen 2,65 und 3,20 Meter. „Das entspricht den geltenden Richtlinien“, sagt Behördenleiterin Schütt. Mit den fünf Spuren solle die Zahl der Staus möglichst minimiert werden. Zusätzlich soll aber auch eine weitere Stauwarnanlage bei Schwarmstedt installiert werden, um Auffahrunfälle am Stauende zu vermeiden. Für mehr Sicherheit ist ein Überholverbot für Lastwagen und ein Tempolimit zwischen dem Walsroder Dreieck bis zur Baustelle erlassen worden. Die Einhaltung wolle die Polizei verstärkt im Auge behalten, kündigte Schütt auf Nachfrage an. 

Kommunen fordern breitere Spuren auf der A7 

Die Kommunen – speziell auch im Heidekreis -  hatten indessen gefordert, die Spurbreiten zu vergrößern – auf Kosten einer kompletten Spur in Richtung Norden.  Doch vier Spuren bedeuten einen geringeren Verkehrsfluss, auch bei dann höherem Tempo, zitiert Schütt das Ergebnis aus einem in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Gutachten. Gleichwohl werde derzeit geprüft, ob den beiden Spuren in Richtung Hannover mehr Platz eingeräumt werden könne auf Kosten der drei Spurbreiten in Fahrtrichtung Norden. Schütt rechnet mit einem Ergebnis am 15. Mai.  

Bis November müssen sich also die Anlieger der Landesstraße 190 und 310 auf mehr Verkehr einstellen – vor allem von schweren Lastwagen. Zychlinski bittet die Betroffenen um Geduld und Verständnis. Er empfiehlt Ortskundigen, sich über Ausweichrouten Gedanken zu machen. Zudem kündigt der Verwaltungschef verschärfte Tempokontrollen an den Wedemärker Messpunkten an. Zudem sollen auf der L 190 Hinweisschilder aufgestellt werden, die den in den Westen der Republik rollenden über die L 190 nach Kaltenweide auf die Autobahn 352 führen soll. So könne die Wedemarkstraße mit dem neuralgischen Bahnübergang in Mellendorf entlastet werden, hofft der Bürgermeister.

Und Gisela Schütt ist ebenfalls zuversichtlich, dass die Baustelle entsprechend des Zeitplans fertig werden wird. Denn mit dem Bauunternehmen sei bei Nichteinhaltung des Termins eine Konventionalstrafe vereinbart worden: 75.000 Euro –  für jeden Tag Verzug.

Von Sven Warnecke

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