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Wedemark Neuer Umweltbeauftragter in der Wedemark
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14:26 31.10.2018
René Rakebrandt ist der neue Umweltschutzbeauftragte in der Gemeinde Wedemark. Im Dezember tritt er seinen Dienst an. Quelle: Ursula Kallenbach
Wedemark

Er ist der neue Umweltschutzbeauftragte der Gemeinde Wedemark: René Rakebrandt nimmt Anfang Dezember im Rathaus in Mellendorf seinen Dienst auf und folgt auf die langjährige Umweltbeauftragte Ursula Schwertmann. Unter mehr als 40 Bewerbern aus dem ganzen Bundesgebiet hat sich Rakebrandt im Auswahlverfahren durchgesetzt. Er arbeitet nun dort, wo er auch seinen Lebensmittelpunkt hat. Mit seiner Familie wohnt der 40-Jährige seit Jahren in Bennemühlen und kennt die Wedemark.

Mit seinem fachlichen Hintergrund habe Rakebrandt Politik und Verwaltung überzeugt, betonte Bürgermeister Helge Zychlinski jetzt bei der Vorstellung des „Neuen“. „Er kann Umweltschutz machen und ist dabei sprachfähig mit vielen unterschiedlichen Gruppen, so dass es auch dort eine Akzeptanz geben wird.“ Rakebrandt habe sich in allen Ratsfraktionen vorgestellt, und der Verwaltungsausschuss (VA) habe ihn einstimmig für die Stelle bestimmt. „Das ist auch ein Bekenntnis, den Umweltschutz in der Wedemark auf einer ganzen Stelle zu verankern. Er hat das Vertrauen von Politik und Verwaltung“, sagte Zychlinski. Zuletzt war die Umweltbeauftragte zur Hälfte dem Umweltschutz und zur Hälfte den Gemeindewerken Wedemark mit Energieberatung zugeordnet.

Neue Aufgaben warten schon

Drei große Themen fortzuführen, stellt Rakebrandt sich zunächst als Aufgabe. Das Biotop-Verbundkonzept gelte es, weiter zu verfolgen. Neugierig sei er auf den Runden Tisch für verschiedene Interessen aus Naturschutz und Landwirtschaft, und schließlich seien die Moore ein Thema, das auch die Gemeinde Wedemark betreffe. „Einen sicheren Boden, auf dem ich mich bewegen kann, finde ich im Gemeindeentwicklungsplan“, hielt Rakebrandt im Ausblick auf seine Tätigkeit fest. „Der ist beschlossen, und daran kann ich mich halten.“ Es gebe einen erheblichen Flächendruck in der Wedemark zwischen Landwirtschaft, Gewerbe und Naturschutz, „da möchte ich unvoreingenommen herangehen“. Große Fußstapfen habe seine Vorgängerin hinterlassen, stellte er fest, und er habe viele Gespräche mit ihr geführt.

Heimatort des Hobby-Imkers ist Bennemühlen

Er sei glücklich, da auch zu leben, wo er nun arbeiten werde, betonte Rakebrandt. Er ist in Bennemühlen nebenerwerblich als Imker im Imkerverband Wedemark tätig und als Heidschnuckenzüchter im Landesschafzuchtverband. Ländlich aufgewachsen ist er am Deister. Breit sortiert sind seine beruflichen Voraussetzungen. Zunächst als gelernter Industriemechaniker im Beruf, machte er ein Jahr Zivildienst im Otterzentrum Hankensbüttel, holte dann auf dem zweiten Bildungsweg in Hamburg Abitur und Hochschulreife nach, studierte in Lüneburg Umweltwissenschaften und schloss mit Diplom ab. Sechs Jahre sammelte er berufliche Erfahrungen in der freien Wirtschaft im Marketing eines Unternehmens für Mitarbeiterverpflegung. „Da habe ich Nachhaltigkeit für gesundes Essen implementiert“, verdeutlichte Rakebrandt. Insgesamt halte er die breit erworbene Menschenkenntnis für wichtig, um unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen.

„Ich freue mich, dass Bennemühlen sein Heimatort geworden ist“, bescheinigte der Bürgermeister Rakebrandt speziell für diese Stelle des Umweltbeauftragten. „Er erfüllt diese nicht als Management-Position.“ Zwischen Umweltschutz und Wirtschaftsförderung seien widerstreitende Interessen in der Kommune zu verhandeln, betonte Zychlinski. „Ich gehe davon aus, dass wir gute Diskussionen führen werden. Ich hoffe, dass es klare Formulierungen gibt. Nur so können wir zu Lösungen kommen.“

Von Ursula Kallenbach

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