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Wedemark Eltern wollen zukunftsfähige Grundschule
Aus der Region Region Hannover Wedemark Eltern wollen zukunftsfähige Grundschule
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00:30 26.04.2018
Von Ursula Kallenbach
Die Gebäude der Grundschule Brelingen sind zwischen 1920 und 1990 errichtet und erweitert worden. Quelle: Kallenbach
Brelingen

Damit der Ganztagsbetrieb auch an der Grundschule Brelingen eingeführt werden kann, muss um- und ausgebaut werden. Bedenkzeit nehmen jetzt die Politiker, um zwischen zwei Varianten zu entscheiden. Denn gegen einen Verwaltungsvorschlag haben Schule und Eltern ihre eigenen Vorstellungen in Form gegossen.

Im Bildungsausschuss plädierten SPD und CDU dafür, sich erst einmal informieren zu lassen von der Verwaltung und in der Sitzung noch, vor allem, den Elternwillen zu hören und danach in den Fraktionen zu beraten. Außerdem will der Ausschuss sich die Gegebenheiten vor Ort ansehen – Schulleiterin Doris Rommel lud dazu ein.

In diesem Schuljahr läuft die Grundschule Brelingen in den Klassen eins bis vier dreizügig mit 181 Schülern, ausnahmsweise wohl. Die Prognosezahlen aus der Verwaltung gehen von dauerhafter Zweizügigkeit mit maximal 160 Kindern aus, da neue Baugebiete im Schuleinzugsbereich Brelingen, Abbensen, Duden-Rodenbostel und Negenborn der Verwaltung zufolge eher nur den Bevölkerungsstand halten würden. Eltern, Ortsratspolitiker und Schulleiterin, die sich in der Diskussion im Ausschuss zu Wort meldeten, schätzten dies und den tatsächlichen Ausbaubedarf zu einer zukunftsfähigen Schule anders ein als die Verwaltung.

Verwaltung sieht andere Entwicklung als Schule, Eltern und Politik

Der Antrag für die Ganztagsschule müsse am 1. Dezember an die Landesschulbehörde gehen, und zwar mit Konzept der Schule, erläuterte der Fachbereichsleiter Schule der Gemeinde, Jörg Clausing. „Wir brauchen das Einvernehmen mit Schule, Eltern und Ortsrat Brelingen“, betonte er im Ausschuss. Seit 2016 schon befasst sich die Schule selbst in einem Arbeitskreis mit Kollegium und Eltern mit dem Thema, wie Rommel berichtete. Im Dezember 2016 legte die Verwaltung der Gruppe einen Erweiterungsvorschlag mit 120 Quadratmetern Nutzfläche vor: einen Anbau für einen Klassenraum und für das Lehrerzimmer im Hof auf Erdgeschossebene ohne Unterkellerung zu erstellen. Bei diesem Vorschlag soll die Essensverpflegung im ehemaligen Mehrzweckraum des Dorfes erfolgen, das allerdings aktuell als Lehrerzimmer dient.

Eigentlich sollte, so hatte es die Verwaltung Ende 2016 angedacht, dieser Umbau schon zum Schuljahr 2018/2019 fertiggestellt sein. Dies verschob sich auch wegen hoher Aufgabenauslastung der Verwaltung. Inzwischen aber erarbeitete die Schulleitung mit den Elternvertretern einen neuen Planungsansatz. Bevor der Umbau nicht beendet ist, auch das ein Wunsch der Schulleitung, soll der Ganztagsschulbetrieb nicht beginnen.

Varianten werden unterschiedlich bewertet

Nun liegt die Ausbauvariante I von Schule und Eltern vor. Diese sei für eine gelingende Ganztagsschule die einzig mögliche, stellte Rommel fest. Auch der Ortsrat priorisiert diese Erweiterung ausdrücklich, weil sie die Zukunftsfähigkeit der Schule sicherstelle und pädagogische Anforderungen an eine moderne Schule umsetze.

Grundsätzlich anders im Entwurf der Hochbauabteilung der Gemeinde (Variante II) wertet der Schul-Plan das Souterraingeschoss für einen Mensabetrieb auf und fordert einen Aufzug für die Barrierefreiheit. „Das Kellergeschoss schreit danach, das Gebäude dorthin zu bauen, wir hätten einen behindertengerechten Zugang und Möglichkeiten, weiter auszubauen“, plädierte die Schulleiterin.

Ob der für 8000 Euro und mit vielen Einsatzstunden von Eltern und Lehrern angelegte Schulgarten samt offenem Klassenzimmer bei der Verwaltungs-Alternative weichen müsste, darüber war in dieser Informationssitzung keine Einigkeit zu finden. Auch nicht darüber, ob die Kostenberechnung der Verwaltung so richtig ist. Variante I (Eltern/Schule): 752.445 Euro, Variante II (Verwaltung): 486.663 Euro. Während die Verwaltung die Mehrkosten der Variante I folglich mit 266.000 Euro beziffert, korrigiert der Ortsrat. Man müsse die in Zukunft ohnehin entstehenden Sanierungskosten herausrechnen. „Werden die eigentlichen Kosten aus der Gegenüberstellung in gleicher Ausbaustufe gegenübergestellt, beträgt der Unterschied der Investitionskosten nur noch 100.000 Euro“, argumentiert der Ortsrat in seinem Beschluss zugunsten Variante I, den er dem Ausschuss zugeschickt hatte. Der Elternwille spiegele sich in der Ortsratsempfehlung, bestätigte ein Zuhörer.

Und für Variante I setzten sich Brelinger Eltern vehement in der Sitzung des Ausschusses ein. „Luxusvariante“ sei diese jedenfalls nicht. Auch die Schulleiterin verwies auf das jahrelange ehrenamtliche Engagement der Eltern bei Hilfseinsätzen in der Grundschule: „Wir überlegen reichlich und verschleudern das Geld nicht.“

Für die Wedemärker Hochbauabteilung zeigte Susanne Bischoff auf, wie es weitergehen könnte, denn aus den Planungen lassen sich Module kombinieren.

Der Schulgarten mit grünem Klassenzimmer liegt den engagierten Lehrern und Eltern am Herzen. Quelle: Kallenbach

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