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Wedemark Vorstandsarbeit auf mehr Schultern verteilt
Aus der Region Region Hannover Wedemark Vorstandsarbeit auf mehr Schultern verteilt
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00:32 30.04.2018
Von Ursula Kallenbach
Margret Mahler (links) unterstützt jetzt als eine Stellvertreterin die BfR-Vorsitzende Renate Kolb. Quelle: Kallenbach
Resse

Der Verein Bürger für Resse (BfR) sortiert sich neu - sonst könnten die Ehrenamtlichen den umfangreichen Aufgaben im Moorinformationszentrum (Mooriz) und im Dorf nicht mehr gerecht werden. Im Oktober will der aktuell gewählte Vorstand Zwischenbilanz ziehen und hofft, dass die selbst verordnete Kur dann angeschlagen hat.

„Wir starten jetzt neu im Team“, stellen die BfR-Vorsitzende Renate Kolb und Stellvertreterin Margret Mahler fest. Die wichtigste Botschaft, die Kolb kürzlich in die Mitgliederversammlung gegeben hat, soll sich nach den Neuwahlen nun bewähren: „Es ist sehr viel Arbeit zu leisten, wir müssen ein Team bilden, und die Mitglieder müssen mit ran“. Zwölf Mitglieder hatten sich spontan gemeldet und auf ausgelegten Zetteln ihre Mitarbeit angeboten. Bis Oktober geben sich die Aktiven Zeit, dann wollen sie erneut Bilanz ziehen.

„Wenn es bis dahin gelungen ist, die Arbeitsbelastungen zu verteilen, dann ist es gut. Sonst laden wir zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein, und wir würden die Auflösung des Vereins beantragen“, stellt Kolb fest. Drei Vorstandsmitglieder haben ihre Posten niedergelegt, aber die Geschichte der Überlastung der Ehrenamtlichen dieses großen Vereins zieht sich schon durch mehrere Versammlungen. Sie selbst habe 2017 fast täglich vier bis acht Stunden für den Verein gearbeitet, bekennt die Vorsitzende.

Viele Aktivitäten zeichnen den Verein aus

Groß ist der BfR, der seit 2014 gemeinnützig ist, nicht wegen der Mitgliederbasis – aktuell zwar 460, aber nur 77 von ihnen waren auch an der jüngsten Versammlung interessiert. Groß geworden sind die Bürger für Resse mit ihren ambitionierten Projekten, die teils Pilotcharakter hatten. So hat der Verein es geschafft, mit Hilfe der Resser das ehemalige Sparkassengebäude im Dorf zu erwerben, eine Arztpraxis einzurichten und Hausärzte zu gewinnen. Dass der örtliche Lebensmittelmarkt eine Zukunft bekam – und noch einen Ableger in Fuhrberg -, war den Aktivitäten des Vereins zu danken, ebenso kann der gemeinnützige Verein den Bau behindertengerechter Wohnungen nahe dem Lebensmittelmarkt auf sein Konto buchen.

Und schließlich ist der Verein über einen Betreibervertrag mit dem Eigentümer Gemeinde Wedemark seit 2011 der unermüdliche Aktivposten im Moorinformationszentrum Mooriz, führt dort seine Geschäftsstelle, beschäftigt den inzwischen fünften Jugendlichen im Freiwilligen ökologischen Jahr (FÖJ), veranstaltet alles rund um das Moor, ein umfangreiches Kulturprogramm mit Kunstausstellungen, Vorträgen und Kino. Eine Geschäftsstellenleiterin mit einer 30-Stunden-Stelle bedient den BfR wie auch das Mooriz, aber dieses Zentrum schwerpunktmäßig. Viele der übernommenen Aufgaben musste der BfR in der Folge auch verwalten, und das ehrenamtlich.

So ist weiter die Aktion „Backen, bis der Arzt kommt“ in Gang gesetzt worden. Die Praxis im vereinseigenen Haus steht leer, der nächste Hausarzt wird seit Monaten bundesweit gesucht. Eine Bewerbung ist aktuell. In das Ärztehaus, auch das steht auf dem Arbeitsprogramm für dieses Jahr, muss investiert werden, eine Arbeitsgruppe soll Instandsetzungsarbeiten vorbereiten. Das Programm listet auch die weiter verlässliche Abdeckung der Öffnungszeiten im Mooriz, das Kulturprogramm und aktive Mitarbeit am EU-Projekt Hannoversche Moorgeest auf. Der Ausbau des Moorerlebnispfades bei Resse in Kooperation mit der Region Hannover muss ebenfalls begleitet werden.

„Es steht infrage, ob der Verein den Betrieb des Mooriz weiter stemmen kann, das ist sehr personal- und kostenaufwändig“, verdeutlicht die Vorsitzende. Insofern suche der BfR auch das Gespräch mit Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski.

Aufgabenverteilung soll klarer geregelt werden

Durch Rücktritt im Vorstand wegen zu hoher Arbeitsbelastung der Ehrenamtlichen stand der Verein bereits im Vorjahr auf der Kippe – der neue Anlauf jetzt soll realitätsgerechter unter Kontrolle bleiben. Die konstituierende Vorstandssitzung am 17. Mai soll zur klaren Aufgabenverteilung führen. „Die Arbeit muss neu durchdacht und strukturiert werden“, sagt Kolb.

Im neuen Vorstand sind nominell fünf Posten gemäß Vereinsgesetz durch die Wahlen besetzt: Renate Kolb ist weiter Vorsitzende, Margret Mahler und Peter Stelzig sind stellvertretende Vorsitzende, Schatzmeisterin bleibt Gabriele Großkopf, als Schriftführer ist Jochen Pardey gewählt. Sieben Beisitzer gehören außerdem stimmberechtigt zum Vorstand. Ihnen sind, um den Vorstand zu unterstützen, Aufgaben in besonders umfangreichen oder schwierigen Bereichen zugeordnet. So werden allein drei Beisitzer dem Amt des Schatzmeisters zuarbeiten.

Margret Mahler (links) unterstützt jetzt als eine Stellvertreterin die BfR-Vorsitzende Renate Kolb. Quelle: Kallenbach

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