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Wedemark IGS Wedemark will sich umwandeln
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14:24 24.10.2018
Die IGS Wedemark ist auf dem Campus W in Mellendorf nicht nur in einem Gebäude untergebracht. Quelle: Kallenbach
Mellendorf

Eltern und Schüler wünschen sich weniger verpflichtende Unterrichtszeit: Die IGS Wedemark will sich daher künftig nicht mehr als gebundene Ganztagsschule organisieren. Der Ratsausschuss für Bildung, Kinder und Jugend diskutiert am Donnerstag über den Antrag der Schule, teilgebunden zu arbeiten.

„Die vollgebundene Ganztagsschule konnte nicht umgesetzt werden. Eine Unterrichtsverpflichtung an vier Tagen in der Woche bis 15.30 Uhr konnte nicht erreicht werden“, stellte Schulleiterin Heike Schlimme-Graab gegenüber dieser Zeitung auf Anfrage fest. Den Wunsch nach einer teilgebundenen Ganztagsschule hätten Eltern nun an die Leitung herangetragen. Zudem sei ein leichter Rückgang der Anmeldezahlen erkennbar gewesen, erläuterte Schlimme-Graab. „Wir hoffen sehr, dass der Bildungsausschuss dem Antrag zustimmt. Die Landesschulbehörde ist bereits über die Veränderung informiert.“

Landesschulbehörde ist über Vorstoß informiert

Den Status gebundene Ganztagsschule hatten Schulleitung und Schulgremien der IGS Wedemark 2014 auf eigenes Betreiben sowie mit Unterstützung der Gemeinde zum Schuljahr 2014/2015 ab fünften Jahrgang aufsteigend von der Landesschulbehörde genehmigt bekommen. In der voll gebundenen Ganztagsschule müssen Schüler an mehr als drei Wochentagen die Schule ganztägig bis 15.30 Uhr besuchen. Bei einer Teilgebundenheit verkürzt sich die ganztägige Unterrichtsverpflichtung auf mindestens zwei Tage.

Die Schulleitung kennt mehrere Gründe, die das Interesse an ausgedehnten Unterrichtstagen in den Elternhäusern haben abflachen lassen. „Der Schulweg ist für viele IGS-Schüler lang“, führte Schlimme-Graab an. Weitere Aktivitäten der Schüler nach Schulschluss in Sportvereinen oder etwa Arztbesuche würden dann schwierig. Zudem sei das Schulangebot von Schülern und Eltern nicht angewählt worden. Und: Wegen fehlender Räume und Sporthallen würden die Angebote häufig eingeschränkt.

Die IGS Wedemark zählt aktuell 810 Schüler in den Jahrgängen 5 bis 10 und 316 Schüler in den Jahrgängen 11 bis 13. 92 Lehrkräfte unterrichten an der Schule; 48 von ihnen sind Lehrkräfte mit dem gymnasialen Lehramt, 44 mit Lehramt für Grund- Haupt- und Realschulen. Auch acht Förderlehrkräfte und ein Sozialpädagoge gehören dazu.

Statt an vier verpflichtenden Unterrichtstagen setzt die IGS laut Schulleiterin die Ganztagsschule derzeit so um: Am Montag finden alle Arbeitsgemeinschaften von 14 bis 15.30 Uhr statt. Dazu können sich alle Schüler der IGS in ein Angebot einwählen. Die Wahl ist freiwillig; wer sich angemeldet hat, muss teilnehmen.

Mehr Wahlmöglichkeiten für Schüler und Eltern

„Am Dienstag halten wir ebenfalls ein Angebot vor – von 14 bis 15.30 Uhr. Die Nachfrage ist hier sehr gering“, verdeutlichte Schlimme Graab. Am Mittwoch und Donnerstag läuft verpflichtender Unterricht bis 15.30 Uhr. Freitags endet der Unterricht, jeweils nach Stundentafel um 13:15 Uhr. Der Unterricht nach verpflichtender Stundentafel werde erteilt, betonte die Schulleiterin. „Die Sek II ist davon ausgenommen, hier findet der Unterricht in Kursen statt, die auch auf den Nachmittagen liegen.“

Schlimme-Graab ist überzeugt von diesem Modell. „Wir bieten damit die größte Wahlmöglichkeit für Eltern und Schüler, die nach Interessenlage Arbeitsgemeinschaften und damit weitere Ganztagsangebote anwählen können.“

Bereits im Mai 2017 hatte der Schulvorstand den Beschluss zur Umwandlung einstimmig gefasst, mit Schreiben vom 29. Juni 2018 hatte die Schulleitung die Gemeinde als Schulträger um Unterstützung bei der Änderung der Organisationsform gebeten. Der Gemeinderat hat zu entscheiden, ob er dazu das Einvernehmen erteilt. Anschließend muss die IGS Wedemark den Antrag bis zum 1. Dezember bei der Landesschulbehörde stellen, damit ab dem nächsten Schuljahr die Umwandlung wirksam werden kann.

Der Bildungsausschuss tagt am Donnerstag, 25. Oktober, öffentlich ab 20 Uhr im Großgruppenraum des Schulzentrums in Mellendorf.

Von Ursula Kallenbach

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