Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Wedemark Fischer Technik fasziniert nicht nur Kinder
Aus der Region Region Hannover Wedemark Fischer Technik fasziniert nicht nur Kinder
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:47 02.05.2018
Ausstellungs-Initiator Ralf Geerken mit dem größten Ausstellungsstück, einem Riesenrad. Quelle: Thomas Böger
Anzeige
Mellendorf

 Welcher Wagen kommt zuerst am Ende der Schrägstrecke an – der schwere oder der leichte? Der 11-jährige Philip lässt die Besucher der Fischer-Technik-Ausstellung im Forum des Mellendorfer Schulzentrumns vor dem Start einen Tipp abgeben. Allerdings ist das eine Fangfrage, denn nach dem Gravitationsgesetz, so erklärt Philip es hinterher, sind beide gleich schnell. Und tatsächlich ertönen die Klangstäbe am Zieleinlauf auch gleichzeitig. 

Dass Philip und seine zwei Brüder von Fischer Technik (FT) fasziniert sind, ist ihnen quasi in die Wiege gelegt worden: Ihr Vater Ralf Geerken hat seinen ersten Kasten mit sechs Jahren bekommen und das Spielzeug seiner Kindheit zum Hobby des Erwachsenen ausgebaut. Seit vier Jahren organisiert er regelmäßig FT-Stammtische, und über eine achtwöchige Ausstellung in der Weihnachtszeit im Richard-Brandt-Heimatmuseum in Bissendorf ist er mit dessen Förderverein ins Geschäft gekommen: Zum zweiten Mal haben sie jetzt gemeinsam ein überregionales Treffen auf die Beine gestellt.

Dabei werden ebenso kunstvolle wie technisch anspruchsvolle Konstruktionen gezeigt. Beliebtes Thema ist die Raumfahrt: Raketenabschussrampen sind ebenso zu sehen wie Mondlandefähren. Einer ganz anderen Technik hat sich Dirk Wölffel zugewandt: Er hat aus FT-Teilen einen 3-D-Drucker zusammengesetzt, mit dem er wiederum FT-Teile wie Filterdüsen oder Zahnräder herstellen kann. Die verwendet er dann bei weiteren Geräten wie dem kleinen Flipper, der neben dem Drucker steht. Auch er ist als Kind zu dem System gekommen und hat es nach langer Abstinenz vor sieben Jahren als Hobby wiederbelebt.

Ein völlig neuer Weltrekord

Als „Spaß-Weltrekord“ hat Ralf Geerken einen Versuch angekündigt, bei dem ein ausgesprochen gutes Gleichgewichtsgefühl ebenso erforderlich ist wie ein stabiles Kinn. Aus einer Vielzahl von Fischer-Technik-Teilen hat er einen fünf Meter langen Träger gefertigt, dessen Struktur an die Pfeiler des Eiffelturms oder eine 100 Jahre alte Eisenbahnbrücke erinnert. Daneben steht auf einem Tisch ein Karussell mit kleinen Propellerflugzeugen, die elektrisch angetrieben werden. Geerken setzt das bereits rotierende Karussell auf die Spitze des Trägers und faltet diesen vorsichtig auseinander, bis er seine volle Höhe erreicht hat. Dann setzt er das untere Ende auf sein Kinn und versucht, die gesamte Konstruktion ruhig auszubalancieren, behält aber zunächst noch die Hand daran. Schließlich lässt er los – beim ersten Mal schafft er nur acht Sekunden, aber drei Stunden später sind es beim dritten Versuch beachtliche 30 Sekunden. Da das vor ihm noch niemand gemacht hat, ist er jetzt Weltrekordler – für einen Eintrag ins Guinness-Buch wird es aber nicht reichen.

Für Wölffel und Geerken ist wie für die meisten FT-Fans der Austausch mit Gleichgesinnten wichtig. Der findet zum Teil im Internet statt, „aber man trifft sich eben auch gern in der Realität“, nennt Geerken einen Grund für die Veranstaltung in Mellendorf. In Süddeutschland sei das viel länger üblich, und so habe er sich gedacht, „das sollten wir auch im Norden machen“. Immerhin 28 Aussteller haben sich auf den zum Teil weiten Weg in die Wedemark gemacht. Auffällig dabei: Frauen sind nur wenige an den Tischen zu sehen.

Von Thomas Böger

Beim Anschwimmen im Mellendorfer Spaßbad sind es 22 Grad im Becken aber draußen nur 16 Grad. Dennoch hat es den mutigen Teilnehmern Spaß gemacht.

02.05.2018

Wegen seiner Fahrweise ist ein 33 Jahre alter Mann in das Visier der Wedemärker Polizei geraten. Bei der anschließenden Kontrolle stellte sich dann heraus, dass er gar keinen Führerschein besitzt.

29.04.2018

Neu sortiert: Der Verein Bürger für Resse (BfR) muss seine umfangreichen Aufgaben auf mehr Schultern verteilen - ohne eine Neuordnung droht die Auflösung.

Ursula Kallenbach 30.04.2018
Anzeige