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Wedemark Franz: Wedemark ist in Region gut aufgestellt
Aus der Region Region Hannover Wedemark Franz: Wedemark ist in Region gut aufgestellt
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15:49 07.12.2018
Wedemarks Wirtschaftsförderin Antonia Hingler (von links) und Bürgermeister Helge Zychlinski hören von Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz viele lobende Worte über die Entwicklung der Gemeinde. Quelle: Sven Warnecke
Wedemark

Mehr als 30.000 Einwohner leben in der Wedemark. 1462 Unternehmen haben in der Gemeinde ihren Sitz. Die Betriebe helfen, die vormals negative Bilanz von aus- und einpendelnden Arbeitskräfte aufzupolieren. Die Gemeinde Wedemark hat in den vergangenen Jahren vieles richtig gemacht, urteilte nun bei einem Besuch am Freitag der Wirtschaftsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz.

Im Gepäck hatte Franz die jüngsten von seiner Behörde erhobenen Kennzahlen für die Gemeinde. Diese seien für die Verwaltung immens wichtig, hob dann bei einem Treffen in der Feuerwache in Elze, Wedemarks Bürgermeister Helge Zychlinski hervor. Das darin aufgezeigte Wirtschaftsprofil biete der Verwaltung Chancen, bei Bedarf an entsprechenden Stellschrauben zu drehen. Für den Wirtschaftsdezernenten habe sich die Wedemark extrem positiv entwickelt. Das ließe sich nicht nur an der gestiegenen Einwohnerzahl, sondern auch an dem bunten Mix an Unternehmen – neben „vielen Mittelständlern auch Globalplayer“ – ablesen. So stieg in den vergangenen 15 Jahren nicht nur die Zahl der Wedemärker um 3000 Einwohner, sondern in Konsequenz auch die der Erwerbstätigen von einst 5500 auf nunmehr 7700. Franz spricht von einer „enormen Dynamik“.

Image der Gemeinde ist positiv

Damit das aber so bleibe, dürfe die Gemeinde in ihren Bemühungen nicht nachlassen, forderte der Dezernent. Er bezeichnet die Wedemark neben Burgwedel, Isernhagen, Langenhagen und Garbsen als „wirtschaftlichen Motor“ der Region. Und das Image der Kommune werde durchweg positiv gewertet. Wedemarks Wirtschaftsförderin Antonia Hingler erklärt sich das auch wegen der attraktiven Arbeitgeber. Denn die zögen weiteres Gewerbe sowie auch Menschen und damit qualifizierte Arbeitskräfte in die Kommune.

Franz spricht auch von „mutigen Entscheidungen“, die die Gemeinde in der Vergangenheit gefällt hatte. Dezidiert spricht er vom Campus W. Dieser sei für eine Kommune dieser Größenordnung eine Investition von „überraschender Dimension“. Gleichwohl sind genau diese Fakten wie Schulen und Kindergärten für viele Menschen ausschlaggebend – und eben auch für Unternehmen, die vor Ort Mitarbeiter suchen, interessant.

Und die Gemeinde will nicht innehalten. Nach Angaben des Bürgermeisters sollen perspektivisch gut 150.000 Quadratmeter Gewerbefläche in Elze, Gailhof und Mellendorf entwickelt werden. Gleichwohl gab Zychlinski für das am Neuen Hessenweg in Gailhof geplante Areal Entwarnung: „Das Thema ,Monsterhallen’ wird keines mehr sein“, hob er hervor. Doch nicht nur Ansiedlungsflächen für Unternehmen müssen entwickelt werden, sondern gleichzeitig auch Gebiete für die Wohnungsbau. Das müsse im Einklang stehen, unterstrich Zychlinski. „Wohnen und arbeiten in der Wedemark ist die Strategie.“ Das sei die Stärke der Gemeinde, „die wir weiter ausspielen wollen.“

Der Bürgermeister ging in dem Gespräch mit Franz auch auf die aktuelle Finanzmisere der Gemeinde und einem nicht ausgeglichenen Haushaltes für 2019 ein. Trotz der für das Jahr 2018 kalkulierten Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von circa 13 Millionen Euro plus Einkommenssteuer in geschätzter Höhe von etwa 16 Millionen Euro hat die Verwaltung nun der Politik die Erhöhung der Grundsteuern A und B vorgeschlagen. Eine Anhebung der Gewerbesteuer schließt Zychlinski indes aus. Denn bei einem Hebesatz von 440 Prozentpunkten bewege sich die Kommune dort bereits regionsweit im Mittelfeld. Und das solle so bleiben. Er spricht bei der Höhe der bislang veranlagten Gewerbesteuer auch von einem Standortfaktor. „Da halten wir Wort“, betont er. Auch, um der Wirtschaft gegenüber entsprechende Verlässlichkeit zu demonstrieren.

Von Sven Warnecke

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