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Wennigsen Sporthaus soll von Kameras überwacht werden
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Sporthaus soll von Kameras überwacht werden
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16:20 28.12.2018
Das mit massiven Fensterläden gesicherte Sporthaus soll künftig auch noch von Kameras überwacht sowie mit Sicherheitsfenstern und Panzerglas geschützt werden. Quelle: Ingo Rodriguez
Bredenbeck

Abgelegenes Grundstück, umgeben von Wald und Feldern: Vor fünf Tagen haben bislang unbekannte Einbrecher wieder einmal die Lage des Bredenbecker Sportplatzes genutzt, um im Schutz der Dunkelheit in das Klubhaus der Sportgemeinschaft (SG) sowie in das benachbarte Schützenhaus einzudringen. Wie schon bei einem Einbruch vor drei Jahren sind die hinterlassenen Gebäudeschäden erheblich größer als der Wert der gestohlenen Gegenstände. „Die Kosten für die Reparaturen der aufgehebelten Türen und Fenster übersteigen den Wiederbeschaffungswert deutlich“, sagt der SG-Vorsitzende Reinhard Wiens.

Für ihn steht nach dem erneuten Zwischenfall mit Vandalismus-Schäden fest: „Wir werden unsere umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen noch einmal erheblich ausbauen“, sind sich Wiens und der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Uwe Stillich, einig. Bei den Schützen waren sogar zwei vorschriftsmäßig in einem Sicherheitsschrank verwahrte Luftpistolen gestohlen worden. Erst beim Versuch, einen gesetzlich vorgeschriebenen Tresor für Kleinkalibergewehre aufzubrechen, waren die Einbrecher gescheitert.

Die Einbrecher haben an der Rückseite des Sportheims einen massiven Fensterladen aufgehebelt und die Fensterscheibe eines Sicherheitsrahmens eingeschlagen. Quelle: Ingo Rodriguez

Wiens ist fünf Tage nach dem Einbruch mit einigen Helfern zum Sportplatz gekommen, um das verwüstete Klubheim aufzuräumen. Der Vorsitzende schätzt die Schadenshöhe auf rund 4000 Euro. Er verweist auf eine mit der Versicherung vertraglich vereinbarte Selbstbeteiligung. „Aufgehebelte Türen und Rahmen, eine eingeschlagene Fensterscheibe: Das wird teuer“, sagt Wiens. Den Einbrechern war es trotz massiver Fensterläden gelungen, auf der Rückseite des Gebäudes den Eisenriegel einer Fensterabdeckung aufzuhebeln. „Weil dahinter ein Sicherheitsfenster liegt, dass sich nicht aufhebeln lässt, haben sie die Scheibe eingeschlagen“, sagt Wiens. Gestohlen wurden laut Vorstand nur ein älteres Fernsehgerät, Kaffee und Tee. „Es wurden aber an sämtlichen verschlossenen Türen die Schließvorrichtungen heraus gebrochen – auch an der Grillbude und einem Lagerraum mit Stahlblechtür“, sagt Wiens. Eine entwendete Schubkarre, die offenbar zum Abtransport der Beute genutzt wurde, war am Waldrand wiedergefunden worden.

Für Wiens ist angesichts der Zerstörungswut eine Schmerzgrenze erreicht. Er will das Sporthaus künftig von versteckten Kameras überwachen lassen und Sicherheitsfenster mit Panzerglas einbauen. Auf eine Alarmanlage verzichtet der Vorstand nur wegen einer großen Fehlerquote und den damit verbundenen Kosten für unnötige Polizeieinsätze. Fassungslos macht beide Vorstände der überflüssige Vandalismus: Im Schützenhaus war grundlos ein Feuerlöscher in den Räumen leer gesprüht worden. Außerdem wurde eine Maschine zur Auswertung von Schießergebnissen beschädigt. Platt gewalzt hatten die Einbrecher den Maschendrahtzaun zwischen beiden Grundstücken – und dort eine Tür herausgerissen.

In das Schützenhaus sind die Einbrecher durch einen Schießschacht eingedrungen. Einen Zaun und eine Tür am Grundstück wurden herausgebrochen und nieder gewalzt. Quelle: Ingo Rodriguez

Ins gut gesicherte Schützenhaus waren die Täter über einen Schießschacht eingedrungen. Es gebe Vermutungen der Polizei, die Einbrecher hätten sich mit der Lage der Schließhebel ausgekannt, sagt Wiens. „Wer sich auskennt, weiß aber auch, dass bei uns nicht viel zu holen ist“, entgegnet er. Von den Ermittlungen der Polizei versprechen sich beide Vereine nicht viel. „Wegen Überlastung war nicht einmal die Spurensicherung da“, sagt der SG-Vorsitzende. Die Schützen wollen auch den Selbstschutz erhöhen: „Wir werden künftig auch die im freien Handel erhältlichen Luftpistolen in einem Tresor lagern“,sagt Stillich.

Im Sportheim wurden alle verschlossenen Türen aufgehebelt. Quelle: Ingo Rodriguez

Von Ingo Rodriguez

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