Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Wennigsen Parkende Autos behindern Feuerwehr
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Parkende Autos behindern Feuerwehr
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 03.11.2018
Wenn Autos auf den kleinen "Kreiseln" stehen, kommt die Feuerwehr nicht durch. Quelle: Ann Kathrin Wucherpfennig
Degersen

Schon für Autofahrer sind Falschparker oftmals ein Ärgernis. Sie versperren immer wieder die Sicht oder lassen einen kaum um die Kurven kommen. Doch im Ernstfall können falsch abgestellte Fahrzeuge noch schlimmere Folgen haben. Denn wenn die Feuerwehr zu einem Einsatz alarmiert wird, muss es schnell gehen. Wenn dann Falschparker den Weg versperren, geht wertvolle Zeit für die Rettung von Menschenleben verloren.

Ähnlich stellt sich die Situation im Bereich rund um die Helene-Weber-Straße in Degersen dar. Nachdem er immer wieder darauf aufmerksam gemacht wurde, dass dort häufig Autos im Kreiselbereich stehen, hat Ortsbürgermeister Walter Rasch gemeinsam mit Ortsbrandmeister Jörg Ommen und seinem Stellvertreter Mark Wesche-Kaufmann einen Selbstversuch gestartet. „Wir sind unangekündigt mit dem Einsatzfahrzeug durch die Straßen gefahren“, sagt er. Das Ergebnis sei erschreckend gewesen. „Schon ohne Autos ist dort alles sehr eng, wenn dann noch jemand falsch parkt, geht gar nichts mehr.“ Zwar seien an dem Sonntagmorgen des Tests kaum Autos abgestellt gewesen, dennoch habe die Drehleiter, die Ommen von den Kameraden aus Wennigsen geliehen hatte, nicht in einem Zug um die kleinen Kreisel in dem Wohngebiet gekommen. „Wir mussten zurücksetzen, um den Kreisel passieren zu können“, sagt er und ergänzt: „Hätte selbst ein Auto dort am Rand gestanden, wären wir nicht durchgekommen.“ Dann hätte man sich im Notfall Platz schaffen müssen und dabei könnte Zeit verloren gehen, die entscheidend ist.

Daher bitten er und Rasch alle Anwohner und deren Besucher darauf zu achten, dass die Rettungswege frei bleiben. Vor allem die Kreiselbereiche seien kritisch. Doch auch auf den normalen Straßen werde es eng, wenn alle wie im „Wilden Westen“ parken, sagt Ommen und Rasch ergänzt: „Es muss nur ein Mal brennen und das Fahrzeug kommt nicht durch, und Menschenleben sind gefährdet.“ Beide appellieren an die Autofahrer, ihre Autos so zu parken, dass jederzeit Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr freie Durchfahrt haben.

Nun würde sich das Ordnungsamt verstärkt um den Bereich kümmern. „Und wenn sich die Situation nicht verbessert, müssen wir nach geeigneten Maßnahmen suchen, um das Falschparken zu verhindern“, sagt Rasch.

Diese Themen beschäftigen den Ortsrat

Der Feldweg in Richtung Rehrenborn wird im kommenden Jahr saniert, sagt Ortsbürgermeister Walter Rasch bei der Sitzung des Ortsrats mit. Ein etwa ein Kilometer langer Abschnitt des Weges soll repariert und in diesem Zuge auch verbreitert werden. Dort haben schwere Fahrzeuge wie Traktoren und Lastwagen große Schäden hinterlassen. „Es gibt Höhenunterschiede von bis zu sechs Zentimetern“, sagt Rasch. „Gerade für Radfahrer besteht Sturzgefahr.“ Daher müsse dort umgehend etwas geschehen.

Sanierungen stehen auch an der Niedernfeldstraße an. Der erste Bauabschnitt soll nach der erfolgten Kanalsanierung nun im Frühjahr eine neue Decke bekommen. Allerdings gestalten sich die Arbeiten im zweiten Bauabschnitt voraussichtlich schwieriger. „Dort steht nicht fest, ob der Untergrund eine neue Decke tragen würde“, sagt Rasch. Derzeit werde nach Möglichkeiten gesucht, wie dort die Sanierung ohne Belastung der Anlieger erfolgen kann.

Zudem beschäftigt auch der Zustand des Feuerwehrgerätehauses den Degerser Ortsrat weiterhin. Denn eine Erweiterung und ein Umbau des derzeitigen Gerätehauses kommen aus Platzgründen nicht in Frage. Und für ein neues Feuerwehrhaus hat die Gemeinde noch keinen geeigneten Standort gefunden. Das hat allerdings auch zur Folge, dass kein neues Einsatzfahrzeug angeschafft werden kann. „Es passt einfach nicht in das Gebäude“, sagt Rasch. Ein Problem, denn das 26 Jahre alte Einsatzfahrzeug stand unter anderem Anfang diesen Jahres wegen technischer Schäden mehrfach nicht zur Verfügung.

Der Ortsrat hat außerdem die Gemeinde gebeten zu prüfen, wie die Grünanlage an der L390 gestaltet werden kann. „Die Büsche wachsen raus, die Pflanzen brauchen viel Pflege und die Anwohner, die sich bisher kümmern, können diesen Aufwand nicht länger betreiben“, sagt Rasch. Daher solle der Bauhof eine pflegeleichtere und vor allem insektenfreundliche Bepflanzung erarbeiten.

Von Lisa Malecha

Eine nicht funktionsfähige Gosse, fehlende Parkplätze und die Kastrationspflicht für Katzen – diese Themen haben den Evestorfer Ortsrat beschäftigt.

02.11.2018

Die Feuerwehr Bredenbeck hat den Ernstfall geprobt: Die Einsatzkräfte haben die Rettung von Verletzten aus Autos geübt.

02.11.2018

Der Kinderbuchautor Paul Maar liest im Klostersaal Wennigsen aus seinem neuen Buch „Schiefe Märchen und schräge Geschichten“. Die rund 200 Besucher sind von den Märchenerzählungen begeistert.

01.11.2018