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Wennigsen Bastler arbeiten an den Wasserrädern
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Bastler arbeiten an den Wasserrädern
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17:53 30.12.2018
Arthur Fechner säubert eine Modelllandschaft. Quelle: Stephan Hartung
Wennigsen

Am 3. Oktober feierte die Bastlergemeinschaft der Wennigser Wasserräder ihre große Saisonabschlussfeier. Wenige Tage später holten die Vereinsmitglieder die diversen Modelle aus dem Deister zurück in ihre Werkstatt an der Hirtenstraße. Seitdem befindet sich der Verein in der Winterpause. Aber gibt es wirklich eine Pause? Die Bastler haben der Redaktion berichtet, welche Arbeiten aktuell anstehen.

Der Termin steht bereits fest. Am 27. April erfolgt die Eröffnungsfeier, zwei Wochen vorher bringen die Bastler die insgesamt 23 Modelle wieder hoch in den Wald – teilweise mit eigenem Anhänger, teilweise mit Hilfe der Werk-statt-Schule aus Hannover. Bis dahin ist noch viel Arbeit zu erledigen, womit die Bastler bereits anfangen haben. Zunächst natürlich die Reinigung der Modelle. „Viele waren stark mit Harz verklebt. Das hatten wir so extrem noch nie. Daher vermuten wir, dass der heiße und trockene Sommer der Grund ist“, sagt Vereinsvorsitzender Arthur Fechner.

Mit einem Hochdruckreiniger rückten die Bastler aber den Modellen nicht zu Leibe. „Das würde die vielen kleinen Teilchen beschädigen. Wir machen das ganz normal mit Besen, Bürste und Gartenschlauch“, sagt Jürgen Dießmer. Der Bastler zeigt auf ein Modell, vor dem ein Schild mit Warnung „frisch gestrichen“ steht. „In der Winterpause streichen wir alle Modelle neu. Dabei haben wir herausgefunden, dass hochwertige Lacke beständiger halten als die günstige Farbe aus dem Baumarkt“, sagt Dießmer.

Zu den Aufgaben der Bastler, sie treffen sich an jedem Mittwochabend in ihrer Werkstatt, dem ehemaligen Bauhof der Gemeinde Wennigsen, gehört auch die Instandsetzung und Überarbeitung der Modelle. „Einige Teile gehen mal kaputt, weil sie veraltet sind. Die Teile müssen wir dann neu im Internet bestellen“, sagt Fechner. Mit Vandalismus habe man jedoch bislang keine Probleme. „Offenbar ist es doch ein zu großer Aufwand, die zwei Kilometer hinauf in den Deister zu gehen“, sagt der Vorsitzende und lacht.

Stolz ist die Gemeinschaft auf ihren neuen 3D-Drucker, der zweifarbig druckt und die Modelllandschaft aufwerten. „Den haben wir aus den Niederlanden bezogen, auch dank einer Förderung der Region Hannover“, sagt Dießmer und trennt ein Mini-Sofa, das später in eine Märchenlandschaft eingebaut wird, aus der Arbeitsplatte des Druckers heraus. „Dieser Drucker wird oft eingesetzt in Architektur-Büros, die ja auch Modelle darstellen müssen.“

Es liegt in der Natur der Sache, dass die Bastler bei ihren feinen Arbeiten an den Modellen bis auf das letzte Detail achten. Ihnen entgeht nichts – das gilt auch für ein anderes Detail. „Mich hat immer geärgert, dass überall die Zollstöcke fehlen“, berichtet Fechner. Problem erkannt, Problem gebannt: In allen zehn Räumen, ob Werkstatt, Schuppen oder Büro, befindet sich nun an der Tür eine kleine Box. In diesen Haltevorrichtungen haben Zollstöcke ihren festen Platz. In der Winterpause ist eben genug zu tun.

Von Stephan Hartung

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