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Wennigsen Neue Haltestelle wird weiter diskutiert
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Neue Haltestelle wird weiter diskutiert
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00:17 28.10.2018
Wenn der Bus künftig an der Linderter Straße hält, sollen die Kinder den Holzunterstand für Räder als Wartehäuschen nutzen dürfen. Quelle: Elena Everding
Holtensen

Die Diskussion um die Verlegung der Bushaltestelle in Holtensen geht weiter: Mit Beginn des neuen Fahrplanes ab dem 9. Dezember 2018 fährt der Schulbus nicht wie bisher am Feuerwehrgerätehaus sondern an der Linderter Straße 52 ab. Der Bus, der jeweils um 7.28 und 8.28 Uhr abfährt, endet dann allerdings nicht, wie bisher geplant, an der Grundschule Bredenbeck, sondern erst in Wennigsen. Doch der neue Standort der Haltestelle sorgt weiterhin für Unmut unter einigen Ortsratsmitglieder.

Einer der Gründe: Bis 2020 soll an der Linderter Straße lediglich eine Ersatzhaltestellle ohne Wartehäuschen aufgebaut werden. „Erst werden die Kinder von der Feuerwehr vertrieben und jetzt sollen sie ohne Unterstand bei Wind und Wetter an einer Straße warten, an der genau da jeden Morgen die Autos in den Ort reinbrettern“, kritisierte Ortsratsmitglied Martin Sondermann (CDU). In seinen Augen sei das verantwortungslos.

Wenn der Bus künftig an der Linderter Straße hält, sollen die Kinder den Holzunterstand für Räder als Wartehäuschen nutzen dürfen. Quelle: Elena Everding

Doch Ortsbürgermeister Wilhelm Subke beruhigte die Gemüter, immerhin habe die Gemeindeverwaltung versichert, dass die wartenden Schulkinder sich unter einen bereits vorhandenen Unterstand auf dem Grundstück bei der Bushaltestelle unterstellen können. „Der Carport, der dort von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern errichtet wurde, darf von den Kindern genutzt werden“, sagte Subke.

Dennoch, so lautete die einstimmige Meinung der Ortsratsmitglieder, sei die Situation alles andere als Ideal. „Wir wissen alle, dass da was passieren muss“, sagte Subke. Unter anderem solle die Region prüfen, ob an der Stelle der neuen Bushaltestelle ein Zebrastreifen eingerichtet werden kann. Denn auf Höhe der neuen Bushaltestelle würde kaum jemand abbremsen, unter anderem würden jeden Tag ab 6 Uhr schwere Sattelzüge und große Laster dort in den Ort fahren – und das zum Teil mit einer viel zu hohen Geschwindigkeit.

Doch sollten die Kinder tatsächlich das gesamte Gelände an der Linderter Straße 52 nutzen dürfen, sei die Situation zumindest etwas besser als zunächst angenommen. „Dann sollen wir erstmal abwarten und schauen, ob die Situation schlimm oder vielleicht doch nicht so schlimm ist“, sagte Sondermann.

Seit 23 Jahren befindet sich direkt vor dem Feuerwehrgerätehaus in Holtensen eine Bushaltestelle. Quelle: Archiv

Die Verlegung war notwendig geworden, nachdem bei der Region bekannt geworden war, dass morgens bis zu 50 Kinder direkt vor den Toren der Holtenser Feuerwehr auf ihren Schulbus warten – denn im Notfall ist die Situation ein erhebliches Risiko. Daraufhin hatte es die Androhung gegeben, dass die Ortsfeuerwehr für die Morgenstunden aus der Einsatzbereitschaft abgezogen werden könnte. Doch gerade am Vormittag ist die Zahl der einsatzbereiten Feuerwehrleute in Holtensen im Vergleich zu anderen Ortsteilen besonders hoch. Damit ein Ausfall der Einsatzbereitschaft in Zukunft nicht eintritt, hatte der Gemeinderat sich einstimmig für eine Verlegung der Haltestelle ausgesprochen.

Das waren die Themen im Ortsrat

B217-Umbau, 30er-Zone am Kindergarten und der Unmut über den „Autofriedhof“ gegenüber der Tankstelle. Leuchten an der Kirche – der Ortsrat Holtensen hat bei seiner Sitzung über zahlreiche Themen diskutiert. Unter anderem teilte Ortsbürgermeister Wilhelm Subke mit, dass mit einem Umbau der B217 frühstens 2020 zu rechnen ist. Die Niedersächsische Landesverkehrsbehörde plant, die Ortsdurchfahrt Holtensen im Zuge der Bundesstraße 217 (B217) auszubauen.

Es ist nicht die einzige Großbaustelle, die dem Ort bevorsteht, denn auch etwa ein Drittel des Neubaugebiets „Im Bergfelde“ in Bredenbeck liegt auf Holtenser Gebiet. „Ich denke das dort frühstens 2021 die ersten Bagger rollen“, sagte Subke. Zudem steht in den kommenden Jahren auch noch die Sanierung der Bergstraße an. „Dann haben wir innerhalb weniger Jahre drei Großbaustellen auf allen Seiten des Orts“, merkte Ortsratsmitglied Arne Weber an.

Auch die Forderung einer Tempo-30-Zone vor dem Kindergarten in Holtensen wurde kurz thematisiert. Hier wartet der Ortsrat noch immer auf eine Antwort der Region. Um den Schulweg sicher zu stellen, beantragte Arne Weber eine Ortsumgehung – die allerdings von allen weiteren Ortsratsmitgliedern abgelehnt wurde.

Zudem wurde vor etwa einer Woche eine Messstelle am Ortseingang an der Bredenbecker Straße angebracht. Das Gerät zeichnet Geschwindigkeit und Anzahl der Autos auf. Die Aufzeichnungen sollen dann ausgewertet werden – und je nach Ergebnis will der Ortsrat sich für einen Blitzer einsetzen.

Ärger bereitet den Holtensern derzeit auch der „Autofriedhof“ auf dem Gelände gegenüber der Tankstelle. Eigentlich sollten dort neue Wohnhäuser entstehen, laut Region gebe es allerdings noch keinen Bauantrag. Zur Zeit stehen dort mehrere Fahrzeuge ohne Kennzeichen. „Ein Fahrzeug wurde entfernt, drei stehen aber noch da“, sagte Subke. Die Region sei eingeschaltet worden und werde sich dem Thema annehmen. Gegen den von einigen Anliegern bemängelten Zustand des Geländes, das immer weiter zuwuchert, könne der Ortsrat allerdings nichts unternehmen, sagte Subke.

Von Lisa Malecha

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