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Wennigsen Wasserpark: Vorbereitung läuft auf Hochtouren
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Wasserpark: Vorbereitung läuft auf Hochtouren
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00:26 26.03.2018
Die Vorsitzende des Wasserpark-Trägervereins, Sigrid Röhrbein, und Stellvertreter Martin Dankert begutachten nach der Winterpause den Zustand der Naturbad-Anlage. Quelle: Ingo Rodriguez
Wennigsen

 Kurz nach den kalendarischen Jahreszeitenwechsel haben sich zwar bis zuletzt auch im Wasserpark Wennigsen der abklingende Winter und der aufkommenden Frühling ein erbittertes Kräftemessen geliefert. Trotz des Vorübergehens hartnäckiger Frostperioden und trotz spürbar steigender Temperaturen deutet auf dem ersten Blick und aus der Ferne rund um die Freizeitanlage am Bröhnweg jedoch immer noch wenig auf einen immer näher rückenden Beginn der nächsten Sommersaison hin. Dabei sind es jetzt bald nicht einmal mehr sechs Wochen bis zum offiziellen Start. Der Schein trügt aber auch: Hinter den Kulissen, in und rund um die Becken laufen die Saisonvorbereitungen bereits auf Hochtouren.

„Die Becken wurden in der vergangenen Woche schon gereinigt. Auch im Regenerationsteich ist das Wasser schon für die nötigen Reinigungsarbeiten abgelassen“, sagt die Vorsitzende des Wasserpark-Trägervereins, Sigrid Röhrbein. Gleichzeitig haben laut Röhrbein der Schwimmmeister Hartwig Hudasch und Helfer bereits mit weiteren Unterhaltungs- und Instandsetzungsarbeiten begonnen. Bis zum traditionellen Anbaden gibt es noch viel zu tun. „Die Holzstege müssen  wieder stellenweise überarbeitet, ertüchtigt und erneuert werden“, sagt Röhrbein. Außerdem müsse unbedingt auch noch ein Baum entfernt werden. Grund sei ein Sturmschaden: „Der Baum steht völlig schief und locker am Rand zwischen dem tiefen Becken und dem Nichtschwimmerbecken – viel zu gefährlich für den Badebetrieb“, sagt Röhrbein.

Ein Fall für die Motorsäge: Im Hintergrund ist ein sehr stark geneigter Baum zu sehen, der nach einem Sturmschaden bedrohlich wankt und nicht mehr standfest ist. Quelle: Ingo Rodriguez

Ihr Stellvertreter Martin Dankert erläutert vor dem Regenerationsteich im hinteren Bereich der Anlage eine weitere wichtige Aufgabe. Dort muss der Abtrennungswall zu einem alten Wasserspeicher mit einer frischen Folie abgedichtet werden. „Eine neu befestigte Folie soll am Trennwall zuverlässig verhindern, dass sich das Wasser aus den beiden aneinander angrenzenden Gruben miteinander vermischt“, sagt Dankert. Ziel sei es, dass der Regenerationsteich nicht ungewollt und zusätzlich von der Nachbargrube gespeist werde. „Das ist wichtig für die Regenerationsleistung und damit für die Wasserqualität in den Becken“, sagt Dankert.

Martin Dankert aus dem Vorstand des Trägervereins zeigt den Trennwall zwischen dem Regenerationsbecken und dem alten Wasserspeicher. Dort muss nun mit einer durchgängigen Folie als Abdichtung verhindert werden, dass sich das Wasser der beiden aneinander angrenzenden Gruben miteinander vermischt. Quelle: Ingo Rodriguez

Der Wasserspeicher sei nach einer technischen Erneuerung der Filteranlagen seit Jahren überflüssig und funktionslos. Langfristig soll er möglichst verfüllt werden.

Konzept für Grundsanierung ist in Arbeit

Auf Hochtouren laufen hinter den Wasserpark-Kulissen auch die Arbeiten für ein zukunftsfähiges Nutzungs-, Betriebs- und Sanierungskonzept. Im November hatte der Rat der Gemeinde 50.000 Euro dafür bewilligt. Damit sollen die Kosten für die Planung einer Grundsanierung gedeckt und die Gegenfinanzierung von Fördermaßnahmen sichergestellt werden. Hintergrund: Der Trakt mit Umkleiden, Sanitäranlagen und der Bau mit dem Gastronomiebereich sind veraltet und baufällig. Etwa 70 Prozent der erforderlichen Gesamtkosten für eine Grundsanierung sollen über eine Förderung finanziert werden. Der mögliche Zuschuss kann bis zu 500.000 Euro betragen und um weitere Fördergelder aufgestockt werden – eine verlockende Summe bei geschätzten Gesamtkosten von rund einer Million Euro.

Um künftig die Abhängigkeit vom Saisongeschäft zu reduzieren, sollen die Gebäude so umgebaut werden, dass sie ganzjährig und multifunktional von Vereinen, Verbänden und Privatgruppen genutzt und gemietet werden können – um Zusatzeinnahmen zu erzielen. „Wir treffen uns regelmäßig, um Ideen für das neue Konzept zu bündeln und uns mit den Vereinen abzustimmen“, sagt der stellvertretende Trägervereinsvorsitzende Martin Dankert. Er weiß, dass die Zeit drängt. Der Gemeinderat muss spätestens in seiner Sitzung am 14. Juni ein abgeschlossenes Gesamtkonzept bewilligen – inklusive Architekten-Vorentwurf und Kostenschätzungen. Denn: Die Förderperiode endet 2020. Ein Antrag muss spätestens bis September 2018 gestellt werden.

Aufs Tempo drückt der Wasserpark-Trägerverein auch hinsichtlich eines neuen Nutzungsvertrages mit der Gemeinde. Laut Ratsbeschluss soll ein neuer Kontrakt die kommunale Unterstützung des Bades mit 150.000 Euro pro Jahr für die nächsten zwei Jahrzehnte sicherstellen – immerhin 50.000 Euro pro Jahr mehr als bislang. „Nach Ostern steht deshalb ein Gespräch mit Bürgermeister Christoph Meineke an“, sagt die Vorsitzende Sigrid Röhrbein.

Von Ingo Rodriguez

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