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Wennigsen Kommt Carsharing auch nach Wennigsen?
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Kommt Carsharing auch nach Wennigsen?
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12:01 16.11.2017
In Hannover gibt es bereits ein Vielzahl von Carsharing-Autos.  Quelle: Philipp von Ditfurth
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Wennigsen

 “Nutzen statt Besitzen“ ist das Motto der Region Hannover.  Sie  unterstützt Städte und Gemeinden bei der Förderung von Gemeinschaftsautos und Fahrgemeinschaften als Alternative zum eigenen Auto. In Wennigsen haben Experten nun bei einer Ausschusssitzung die Ergebnisse des Fuhrpark-Checks vorgestellt. Er soll zeigen, wie die Autos zum Teilen in der Gemeinde eingeführt werden könne und wie viele Dienstwagen gegebenenfalls durch Carsharing-Fahrzeuge ersetzt werden könnten.

Was in Großstädten bereits gut funktioniert, ist in kleineren Kommunen oft schwierig. Dort scheitert Carsharing häufig an einer zu geringen Auslastung in der Startphase. Daher setzt die Region besonders auf die Integration von Carsharing-Fahrzeugen in kommunale und betriebliche Fuhrparks. Auch die Gemeinde Wennigsen hatte Interesse angemeldet – weshalb die Experten und Mobilitätsberater von der Firma EcoLibro gemeinsam mit der Region einen kostenfreien Fuhrpark-Check durchgeführt hatte. Das Ergebnis:  Wennigsen würde mit nur zwei Dienstwagen und einem Auto zum Teilen auskommen. „Oder aber die Gemeinde bietet ihren Anwohnern etwas und setzt auf das mutige Szenario: Alle Dienstwagen werden durch Carsharing-Fahrzeuge ersetzte“, sagt Knut Petersen von EcoLibro. 

Fuhrpark-Check in Wennigsen abgeschlossen 

Acht Wochen lang hatte der Experte die Fahrten der Dienstwagen sowie einiger zu dienstlichen Zwecken genutzten privaten Autos analysiert. Der Großteil der Fahrten sei kürzer als 40 Kilometer gewesen - Hin- und Rückfahrt hätten dabei weniger als vier Stunden gedauert. „Ideal für Carsharing, weil ein Teilen bei kurzen Fahrten gut möglich ist“, sagt Petersen. Alle Fahrten der drei Dienstwagen und zwei Privatfahrzeuge könnten zudem grundsätzlich mit nur drei Autos gefahren werden. Außerdem werden die Dienstwagen an den Wochenenden nicht genutzt und könnten daher Sonnabends und Sonntags sowie unter der Woche am Abend der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.  

So funktioniert Carsharing

Die Idee hinter Carsharing: Wenn Menschen Autos gemeinschaftlich nutzen, entlastet das die Umwelt und die Verkehrssituation. Mittlerweile gibt es viele Gesellschaften, wie beispielsweise Stadtmobil, und Vereine aber auch andere Anbieter, wie etwa die Deutsche Bahn oder diverse Autokonzerne, die Carsharing organisieren. Die Zahl der Nutzer ist bundesweit zuletzt stark angewachsen, sie liegt aktuell nach Angaben des Bundesverbandes Carsharing bei gut 1,7 Millionen Kunden-  das sind 36 Prozent mehr als noch im Vorjahr.

Beim Teilen von Autos gibt es zwei Modelle: Fahrzeuge können auf festen Stellplätzen stehen und müssen dort abgeholt und wieder hingebracht werden. Bei stationsunabhängigen Systemen können die Fahrzeuge innerhalb bestimmter Zonen auf allen öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden. In Hannover existieren bereits beide Varianten. Gebucht werden können die Autos über das Internet oder per Telefonanruf.

Zwei Alternativen hat der Experte den Ausschussmitgliedern vorgestellt: Wenn die Gemeinde zwei Dienstwagen behält und ein zusätzliches Carsharing-Auto bereit stellt, so könnten rund 4500 Euro jährlich gespart werden. Bei der zweiten Variante, die ein Austausch aller Dienstwagen durch Carsharing-Autos vorsieht, wären es lediglich Einsparungen in Höhe von knapp 3000 Euro. „Allerdings könnten dann mehr Bürger das Angebot nutzen“, sagte Petersen. 

Gemeinsame Ausschreibung für Carsharing-Angebot möglich

In sechs weiteren Kommunen hat der Experte den Fuhrpark-Check bereits gemeinsam mit der Region durchgeführt. Einige davon wollen nun gemeinsam einen Anbieter suchen. „Der Ausschreibung könnte sich Wennigsen anschließen“, sagte Eva Hannak von der Region Hannover. Doch das könnte für die Gemeinde knapp werden, denn die betroffenen Kommunen wollen schon Anfang Dezember entscheiden, wie der Vertrag aussehen soll. Anfang kommenden Jahres soll es dann eine öffentliche Ausschreibung geben. „Wenn Wennigsen sich nicht anschließt, dann kann die Gemeinde anhand unserer Ergebnisse das Projekt in Eigenregie durchführen“, sagte Hannak und wies darauf hin, dass es natürlich gemeinsam leichter sei, gute Vertragsbedingungen auszuhandeln.

Von Lisa Malecha

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