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Wennigsen NP-Anbau: Verzögerung wegen Investorwechsel
Aus der Region Region Hannover Wennigsen NP-Anbau: Verzögerung wegen Investorwechsel
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00:16 01.06.2017
Von Ingo Rodriguez
Auf die geplante Erweiterung des NP-Marktes in Bredenbeck deutet derzeit trotz weit vorangeschrittenen Planungsstandes nichts hin. Das Erdgeschoss des Gebäudekomplexes soll in Richtung Nordosten auf dem Grundstück der früheren Gaststätte Seidensticker (siehe Bildergalerie) erweitert werden. Dort sollen nach dem Abriss aller drei Gebäudeteile auch neue Parkplätze und ein neuer Haupteingang entstehen. Quelle: Ingo Rodriguez
Bredenbeck

Für etliche Bredenbecker, die sich seit Jahren um die Zukunft ihrer Nahversorgungs- und Einkaufsmöglichkeiten sorgen, ist es ein Geduldsspiel mit Endlosschleife: Die Pläne für die Erweiterung des Supermarktes an der Deisterstraße sind hinlänglich bekannt. Wichtige Verträge liegen dem Vernehmen nach unterschriftsreif in der Schublade. Aber trotzdem deutet weiterhin rund um den Gebäudekomplex nichts auf einen Baubeginn hin.

Nicht zuletzt deshalb gibt es im Dorf wiederkehrende Spekulationen über ein Scheitern des Projekts. Auch jetzt machen wieder Gerüchte die Runde. Denn: Nicht einmal für den geplanten Abriss der früheren Gaststätte Seidensticker gibt es irgendwelche Vorboten. Das Haus neben dem NP-Gebäudekomplex soll einem Erdgeschossanbau für eine Erweiterung der Verkaufsfläche des Lebensmitteldiscounters NP weichen - insgesamt 300 zusätzliche Quadratmeter und 33 weitere Parkplätze vor einem neuen Haupteingang. Und erst im Januar hatte Wennigsens Bürgermeister Christoph Meineke bei einem Neujahrsempfang verkündet. Die Verträge des Investors mit NP-Besitzer Edeka seien unterschriftsreif. So könne bald eine Baugenehmigung eingeholt werden.

Genau diesen Stand bestätigt jetzt auf direkte Nachfrage - fünf Monate später - auch noch einmal der kommunale Wirtschaftsförderer Christian Mainka von der Gemeindeverwaltung. Er räumt aber ein, dass es Gründe für einen vorübergehenden Stillstand gab. "Im Frühjahr hat es einen Investorwechsel gegeben, das hat zu neuen Verzögerungen geführt", sagt er. Ein neuer Bauherr übernehme jedoch alle bisherigen Pläne und auch die "endverhandelten Vertragsentwürfe". Warum der alte Investor trotz eines sehr weit vorangeschrittenen Planungsstandes abgesprungen ist, will er nicht sagen.

Nur so viel: Für Mainka ist die seit Jahren geplante Vergrößerung des Supermarktes mitten im Ortskern ein Projekt mit vielen schwierigen Rahmenbedingungen. "Die Komplexität des Projekts mit den komplizierten Eigentumsverhältnissen schreckt viele Investoren ab", nennt Mainka einen Grund für das mühsame und zähe Vorankommen. Eine weitere Schwierigkeit: "Die Gemeinde begleitet den gesamten Prozess ja nur und moderiert zwischen den Eigentümern, Investoren sowie dem Edeka-Konzern." Was offenbar weniger hinderlich an der Projektumsetzung sei: Das geschätzte Investitionsvolumen in siebenstelliger Höhe - für den Kauf des Erdgeschosses, des gesamten Nachbargrundstücks mit Abriss und Neubau.

Immerhin ist das Projekt laut Mainka inzwischen trotz Investorwechsels auf der Zielgeraden. Im vergangenen Herbst hätten die insgesamt zwölf Parteien aus der Eigentümergemeinschaft des Supermarktgebäudes ihr Einverständnis zu der geplanten Erweiterung gegeben. "Sie müssen zustimmen, weil ja durch den Abriss der früheren Gaststätte und den Anbau die Bausubstanz und Statik ihres Nachbargebäudes verändert wird", sagt Mainka.

Auch die Gemeinde habe ihre Aufgaben erledigt. "Die Bebauungspläne müssen nicht geändert werden, der Abriss ist nicht genehmigungspflichtig", sagt Mainka. Es seien vor einem möglichen Baubeginn eigentlich nur noch der endgültige Verkaufsabschluss des Investors für den Erwerb des alten Seidensticker-Gebäudes und die weiteren Vertragsabschlüsse notwendig - und eine Baugenehmigung. "Wir hoffen auf einen Start in diesem Jahr", sagt Mainka.

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