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Streit um die Rettung von Tieren

Wennigsen Streit um die Rettung von Tieren

Muss die Feuerwehr Tiere retten? In Wennigsen streiten sich Gemeinde und Tierschutzverein über die Zuständigkeit. Gemeinde und Feuerwehr hatten kürzlich mitgeteilt, dass bei Alarmierungen beispielsweise wegen einer Katze im Baum die Retter nicht mehr ausrücken. Statt dessen werde an den Tierschutzverein verwiesen.

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Enten auf Wanderung? Die Wennigser Feuerwehr soll nicht mehr automatisch ausrücken.

Quelle: Robert Lasser

Wennigsen. „Die Feuerwehr kommt nicht mehr“ - jedenfalls nicht, wenn eine Entenfamilie vom Weg abgekommen ist oder eine Katze in einem Baum festsitzt. Das hat vor einigen Tagen Olaf Fals bekräftigt, in der Gemeindeverwaltung für die Feuerwehr zuständiger Fachbereichsleiter. Stattdessen werde an den Tierschutzverein Barsinghausen und Umgebung verwiesen.

Ihm sei nicht bekannt, dass die Wennigser Feuerwehr die Tierrettung an den Tierschutzverein abgegeben habe, wundert sich dessen Vorsitzender Ernst Wildhagen. Es gebe dazu auch keine vertragliche Regelung. „Wir kümmern uns im Rahmen unserer Möglichkeiten, aber für eine Katze im Baum sind wir zunächst nicht zuständig“, sagt Wildhagen. Bei Minusgraden etwa müsse die Katze jedoch gerettet werden - die Gemeinde sei dazu verpflichtet.

Der Tierschützer kritisiert auch das Verhalten der Kommune in der Vergangenheit. Vereinsmitglieder hätten in einem Fall die Wennigser Feuerwehr gerufen, als sie Unterstützung wegen einer im Baum sitzenden Katze benötigt hätten. „Die Feuerwehr konnte nicht helfen und rückte wieder ab. Die Gemeinde hat aber trotzdem eine Rechnung gestellt“, sagt Wildhagen. Er weist darauf hin, dass es mit Wennigsen lediglich einen Vertrag über die Aufnahme von Fundtieren gebe. Dafür bezahle die Gemeinde jährlich 2200 Euro.

Mit Barsinghausen dagegen habe der Tierschutzverein einen Dienstleistungsvertrag abgeschlossen. Die Stadt zahle 12 000 Euro im Jahr. Die Vereinbarung beziehe sich auch auf die Tierrettung. „Wir fungieren als erster Ansprechpartner, um notwendige von unnötigen Feuerwehreinsätzen zu unterscheiden“, sagt Wildhagen. Eine ähnliche Regelung könne er sich mit Wennigsen vorstellen. Derzeit aber bleibe die Tierrettung in der Verantwortung der Gemeinde.

Fachbereichsleiter Fals indes hält an seiner Position fest: „Wenn Enten herumlaufen, muss unsere Feuerwehr nicht kommen. Die fährt nicht mehr automatisch raus. Das nimmt überhand.“ Auch Bürgermeister Christoph Meineke hat kürzlich darauf hingewiesen, dass solche Einsätze den ehrenamtlichen Helfern und ihren Arbeitgebern nicht mehr zuzumuten seien.

Das ändere natürlich nichts daran, dass die auf Tierrettung spezialisierte Truppe in Argestorf weiter bereitgehalten werde, betont Fals. Sollte ein Pferdestall brennen, rückten die Spezialisten der Wennigser Feuerwehr an und brächten die Pferde in Sicherheit.

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