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Wennigsen Turnhalle Im Lindenfelde: AKS will mitreden
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17:58 23.10.2018
Die Gemeinde hofft auf Geld vom Bund für ihre marode Turnhalle Im Lindenfelde. Quelle: Jennifer Krebs
Wennigsen

Die Gemeinde hofft auf Geld vom Bund für ihre sanierungsbedürftige Turnhalle Im Lindenfelde. Über eine Millionen Euro könnte es geben. Klingt soweit ziemlich gut. Der Arbeitskreis Sport (AKS) bedauert hingegen, dass sich die Verwaltung noch immer nicht mit den Sportlern aus Wennigsen getroffen hat, um sich ihre Wünsche und Vorstellungen bei den Planungen anzuhören. Der AKS hat die Gemeinde in der Vergangenheit bereits mehrfach um ein Treffen gebeten, um sich gemeinsam zu überlegen, wie die Turnhalle Im Lindenfelde künftig optimaler genutzt werden kann.

Ziemlich genau ein Jahr müsse es her sein, rechnete der AKS-Vorsitzende Martin Dankert am Montag im Ausschuss für Bildung, Kinderbetreuung und Sport vor, dass er die Gemeindeverwaltung zuletzt gebeten habe, dass man sich über die Turnhalle Im Lindenfelde unterhält. Er bedauerte, dass der Arbeitskreis Sport bis heute keine vernünftige Rückmeldung aus der Verwaltung erhalten habe.

Wennigsen braucht eine zusätzliche Halle

Arbeitskreis-Sport-Vorsitzender Martin Dankert wollte dem Sportentwicklungsplan, der endlich fertig ist und wahrscheinlich im November öffentlich vorgestellt wird, nicht vorgreifen, ganz neu ist die Forderung aber ohnehin nicht: „Wir brauchen eine zusätzliche Halle – dringend“, äußerte er am Montag am Rande des Ausschusses für Bildung, Kinderbetreuung und Sport und sprach von einem Anbau an die KGS-Halle.

Im Grunde genommen schiebt Wennigsen sein Hallenproblem seit Jahrzehnten vor sich her. Die Hallenkapazitäten und Hallengrößen reichen bei weitem nicht aus, um den Bedarf im Vereinssport zu decken. Vor dreieinhalb Jahren hatte es auf Einladung vom Arbeitskreis Sport eine große Zusammenkunft gegeben mit über 100 Sportlern, Vertretern der Ratsfraktionen und dem Bürgermeister. Bereits bei diesem Treffen forderten die Sportvereinsvorstände vehement eine zusätzliche Halle. Doch passiert ist in diese Richtung seitens der Verwaltung seitdem nichts.

Der Sportentwicklungsplan hat lange auf sich warten lassen. Die Idee war ursprünglich gewesen, dass es so etwas ähnliches wie den Feuerwehrbedarfsplan auch für den Sport in Wennigsen geben sollte.

Der AKS will vermeiden, dass man nach einer Sanierung oder schlimmer noch nach einem kompletten Neubau plötzlich feststellt, dass das so alles gar nicht hinhaut. SPD-Mann und Chef der Bredenbecker Sportgemeinschaft, Reinhard Wiens, regte in diesem Zusammenhang einen runden Tisch Sport an, wie es ihn unter Gemeindedirektor Kunibert Ewert gegeben habe und wo sich Sportler und Verwaltungsspitze einmal im Jahr zusammensetzen. Auch SPD-Ratsherr Ingo Klokemann wünscht sich einen besseren Informationsfluss und hätte gerne gewusst, worauf der Antrag auf Fördergelder vom Bund denn überhaupt abziele. Auf eine Sanierung oder einen Neubau?

„Beides ist möglich“, erklärte Bürgermeister Christoph Meineke auf Nachfrage. Derzeit erarbeite die Verwaltung eine Machbarkeitsstudie. Geklärt werden muss, ob eine Sanierung oder ein Neubau die wirtschaftlichere Variante ist. Die Kosten liegen grob geschätzt zwischen 1,5 und 1,9 Millionen Euro.

Statik könnte Probleme machen

„Wenn ein Neubau langfristig wirtschaftlicher ist, dann kann auch dieser gefördert werden“, betont der Bürgermeister. Der Teufel stecke im Detail, da in die Umkleiden und Duschen der Turnhalle Im Lindenfelde schon vor einigen Jahren über das Konjunkturpaket investiert worden war. Meineke führte auch die Statik an, die bei einer umfangreichen Sanierung vielleicht Probleme machen könnte. Deshalb müsse nun sehr genau geprüft und gegebenenfalls Abschnitte gebildet werden.

Weil das Förderprogramm sehr kurzfristig aufgelegt wurde und die Unterlagen entsprechend schnell erstellt werden mussten, ist vom Bund ein zweistufiges Antragsverfahren vorgesehen. „Wir sind jetzt in der ersten Runde“, weiß Meineke. Hier siebe der Bund zunächst die Projekte aus, die er für weniger förderungswürdig hält. Die zweite Stufe umfasse dann auch detailliertere Planungen.

Geld vom Land für Bredenbeck?

Für die Turnhalle in Bredenbeck kann die Gemeinde vielleicht Landesmittel beantragen. Am Rande seines Termins in der Wennigser Mark hatte CDU-Landtagsabgeordneter Sebastian Lechner angedeutet, dass die Fraktionen derzeit über ein 100 Millionen Euro-Paket beraten. „Unabhängig davon haben wir noch Gelder aus dem Kommunalen Investitionspaket zur Schulsanierung“, erinnert Meineke. Wie diese zwischen Schule und Halle aufgeteilt werden können, muss im Zuge der Sanierungsplanung geklärt werden, die die Verwaltung derzeit erstellt.

Von Jennifer Krebs

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