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Wennigsen Beim Trauerfrühstück den Verlust verarbeiten
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Beim Trauerfrühstück den Verlust verarbeiten
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00:23 25.03.2018
Pastorin Maren Alischöwski (links) und Christel Dahlke lassen beim Trauerfrühstück auch Raum für das eine oder andere Lächeln. Quelle: Marcel Sacha
Wennigsen

 Der Tod des Ehepartners oder eines anderen Familienmitglieds gehört zweifelsfrei zu den schlimmsten Schicksalsschlägen des Lebens. Der Verlust schmerzt, die Trauer sitzt tief. Viele Hinterbliebenen würden gerne ihre Gefühle und Gedanken mit anderen Menschen teilen, doch fehlen ihnen manchmal die Ansprechpartner. Die Christusgemeinde in Wennigsen bietet Raum zum Austausch und gemeinsamen Trauern. An vier Sonnabenden im Jahr findet im Gemeindehaus an der Neustadtstraße ein Trauerfrühstück statt.

„Wir wollen den Menschen zeigen, dass sie mit ihrer Trauer nicht alleine sind“, sagt Pastorin Maren Alischöwski. Gemeinsam mit Christel Dahlke steht sie den Besuchern beim Trauerfrühstück zur Seite und ist Ansprechparterin. Ihre Erfahrungen hätten jedoch gezeigt, sagt Alischöwski, dass die Gespräche unter den Trauernden noch wichtiger seien. „Unsere Gäste schätzen besonders den Austausch untereinander“, sagt Alischöwski. „Wer jedoch ein Einzelgespräch sucht, hat jederzeit dazu die Möglichkeit.“

Wie lange der Verlust zurückliegt, ist nicht von entscheidender Bedeutung. „Wir haben Besucher, die erst vor wenigen Monaten jemanden verloren haben, aber auch einige, deren Schicksalsschlag schon ein Jahrzehnt zurückliegt“, erzählt die Pastorin. Wichtig ist den Organisatoren der Freikirche zu betonen, dass jeder und jede beim Trauerfrühstück willkommen ist. „Man muss nicht Christ sein, um teilnehmen zu können“, sagt Alischöwski. Und während des gemeinsamen Frühstücks wird auch nicht nur Trübsal geblasen. „Lachen ist selbstverständlich erlaubt“, sagt die Pastorin. 

Ziel ist es, dass die Teilnehmer sich nicht nur während des Frühstücks einander anvertrauen, sondern auch darüber hinaus gemeinsame Unternehmungen machen. Erfahrungen hätten gezeigt, dass mit dem Verlust des Ehepartners häufig eine gewisse Einsamkeit einhergehe. Dem soll sie entgegenwirkt werden.

Das nächste Trauerfrühstück gibt es am 5. Mai um 9 Uhr im Gemeindehaus an der Neustadtstraße.

Von Marcel Sacha

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