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Wennigsen Sollen freilaufende Katzen kastriert werden?
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Sollen freilaufende Katzen kastriert werden?
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12:16 11.06.2018
Wartet sie auf die Kastration - oder nicht? Katzen sind mal wieder in der Diskussion. Quelle: dpa
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Wennigsen

Freilaufende Katzen im Gemeindegebiet sollen kastriert und gechipt werden – das fordern die Grünen. Unterstütz wird ihr Anliegen von der FDP, die einen ähnlichen Antrag bereits vor vier Jahren gestellt hatte. Nun haben die Mitglieder vom Ordnungsausschuss über den Antrag diskutiert – und entschieden, dass sich zunächst die Ortsräte mit dem Thema befassen sollen.

Der Antrag der Grünen sieht vor, dass die Gemeinde privaten Katzenhaltern vorschreibt, dass ihre Tiere gekennzeichnet, registriert und kastriert werden müssen. Das ganze soll zum einen dem Schutz der Katzen dienen, zum anderen auch die unkontrollierte Vermehrung der freilaufenden Tieren verhindern. Denn: In freier Wildbahn leiden die domestizierten Tiere häufig unter Verletzungen sowie Infektionskrankheiten und haben insgesamt eine geringere Lebenserwartung. Dass der Antrag nun, vier Jahre nach dem der FDP, überhaupt eine Chance hat, liegt an einer neuen Verordnung des Landes. Diese hat für Rechtssicherheit gesorgt. Städten und Gemeinden wird nun ausdrücklich erlaubt, mit einer kommunalen Tierschutzverordnung Privatleuten die Kastration ihrer frei laufenden Katzen vorzuschreiben.

Ortsräte sollen Antrag beraten

Die Kommune würde, sollte die Pflicht eingeführt werden, eine Information über Hauskatzen erhalten, die als Freigänger nicht kastriert sein könnten. Sie schreibt dann die Halter an und setzt einen Termin für den Kastrationsnachweis. Doch noch wollte der Ausschuss keine Entscheidung treffen. Es müsse erst geprüft werden, wie viele herrenlose Katzen es überhaupt gebe und ob die Streuner ein Problem seien.

Daher sollen nun zunächst die Ortsräte über den Antrag und dessen Notwendigkeit diskutieren. Denn nur, wenn aktuell „erhebliche Schmerzen, Leiden oder Schäden bei den in dem betroffenen Gebiet lebenden Katzen“ festgestellt wird, könne eine Verordnung durchgesetzt werden, erläuterte Fachbereichsleiterin Ulrike Schubert. „Uns fehlen dazu aber die Zahlen.“ Es habe bislang keine Anzeige von Tierschützern oder Bürgern gegeben, sagte Schubert und betonte weiterhin, dass verwilderte Katzen ohnehin durch die Verordnung nicht kastriert werden würden, weil sie keinen Halter haben.

Bürger fordert DNA-Datenbank für Hunde

Herrchenloser Hundekot gehört zu den Daueraufregern in vielen Städten und Gemeinden. Auch ein Wennigser Anwohner hat das Thema nun erneut aufgebracht: „Wer beseitigt den Hudekot vor meiner Haustür?“, fragte er im Ordnungsausschuss. „Soll ich jedes Mal die Verwaltung anrufen, wenn wieder ein Haufen liegen bleibt?“

„Wir können es gar nicht leisten, für jeden Haufen einen Mitarbeiter rauszuschicken“, sagte Fachbereichsleiterin Ulrike Schubert. Zudem sei laut der Straßenreinigungssatzung jeder Grundstücksbesitzer selbst für die Sauberkeit des Gehwegs vor seinem Haus zuständig. „Aber wieso macht man das nicht verursacherbezogen?“, fragte der Mann und regte eine genetische Registrierung aller Hunde an. „So können die Besitzer belangt werden.“ Auch andere Städte und Gemeinden – unter anderem Neapel, Malaga und mehrere US-Städte – setzten auf eine Hunde-DNA-Datenbank. Schubert versicherte, dass die Verwaltung die Idee prüfe, und sie das Ergebnis bezüglich Kosten und Machbarkeit in der kommenden Ausschusssitzung vorstellen wird.

Oliver Wagner (CDU) sprach sich gegen den Antrag aus. „Wenn ich mich umgucke – ob in meinem Garten, am Klostergrund, oder am Kalkwerk – sehe ich keine wilden Katzen“, begründete er seine Entscheidung. Auch Wilhelm Subke (SPD) zeigte sich skeptisch: „Wir müssen erst klären, ob wir ein Problem mit Streunern haben. Wenn wir keins haben, dann kann ich nicht für den Antrag stimmen.“ Hans-Jürgen Herr (FDP) sprach sich für die Verordnung aus. „Wir beklagen immer wieder, dass es weniger Vögel gibt – auch dazu tragen die Katzen etwas bei“, argumentierte er. Angelika Schwarzer-Riemer (Grüne) betonte, dass es so oder so ein gutes Signal wäre, wenn die Gemeinde den Katzenhaltern zeigt, dass sie eine Verantwortung den Tieren gegenüber haben und ergänzte: „Nur weil wir das Leiden der Tiere nicht sehen, heißt es nicht, dass es nicht existiert.“

Von Lisa Malecha

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