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Wennigsen Bröhnweg: Anwohner beklagen zu schnelles Fahren
Aus der Region Region Hannover Wennigsen Bröhnweg: Anwohner beklagen zu schnelles Fahren
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00:16 30.06.2018
Die Anwohner beklagen, dass viele Autos zu schnell auf der Straße fahren, obwohl hier Tempo 30 ist. Quelle: Elena Everding
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Wennigsen

Die Anwohner des Bröhnweges beschweren sich über Autofahrer, die immer wieder viel zu schnell durch die 30-Zone fahren. Selbstgebastelte Schilder und die Frage nach einem Blitzer waren bisher erfolglos. Vor allem das große Verkehrsaufkommen durch das Fitnesstudio Elan, den Sportplatz und den Wasserpark verstärken das Problem – doch die Anwohner fühlen sich von der Gemeinde im Stich gelassen.

Cornelia Götz hat bereits resigniert. Sie wohnt mit ihrer Familie und drei Kindern am Bröhnweg auf Höhe der Einmündung in die Straße Landwehr. Vor ihr Haus an der Straße hatte sie zeitweise ein großes Schild auf einem Stuhl aufgestellt, darauf die Bitte, sich an Tempo 30 zu halten. Dies herrscht in gesamten Wennigser Ortskern, also auch im Bröhnweg. Doch ihrer Meinung und der vieler weitere Anwohner nach halten sich zahlreiche Autofahrer nicht daran und sind hier weitaus schneller unterwegs.

Das Tempo-30-Schild hat Götz gerade entsorgt. „Das nützt sowieso nichts“, sagt sie. Tochter Lene hatte ebenfalls ein Tempo-30-Schild gemalt, das zeitweise an der Straße stand. Die Achtjährige ist sauer: „Man sieht die Autos gar nicht, und dann fahren sie auch noch so schnell“, sagt sie verärgert. Sie fährt jeden Tag mit dem Roller zur Schule – nicht ohne die Warnung ihrer Mutter, auf der Straße gut aufzupassen.

Den Bröhnweg nutzen viele Autofahrer, um zum Elan oder zum Wasserpark zu gelangen. Quelle: Elena Everding

Den Bröhnweg nutzen vor allem Besucher des Fitnessstudios Elan, des Wasserparks und des Sportplatzes. All diese Einrichtugen befinden sich etwas außerhalb der Wohnsiedlung nahe des Deisters und sind auch nur über den Bröhnweg mit Auto zu erreichen. Ansonsten führen von der anderen Seite aus nur Waldwege dorthin. Zwischen Siedlung und dem Wasserpark sind zwei Bremsschwellen angebracht, die laut der Anwohner aber nicht viel nützen.

Auch Yves von Brück ist das Tempo einiger Autofahrer auf dem Bröhnweg ein Dorn im Auge. „Das ist schon auffällig“, sagt er. Er wohnt dort mit seinen zwei und vier Jahre alte Kindern, das Grundstück ist zu Straße hin nicht eingezäunt. Für seine Kinder sind schnelle Autos vor der Haustür eine Gefahr.

Eine weitere Anwohnerin der Straße, die ihren Namen nicht nennen möchte, sieht das Problem vor allem in der geringen Breite des Bröhnweges: „Die Straße ist einfach nicht für zwei Autos nebeneinander ausgelegt“, sagt sie. Viele Autos würden am Straßenrand parken, wodurch die Straße noch enger würde. Wenn das Verkehrsaufkommen zu Stoßzeiten, beispielsweise Kurszeiten im Elan, hoch sei, käme es schnell zum Stau. Dazu kommt seit Frühjahr noch eine Baustelle auf Höhe des Heimatmuseums, die bis auf die Straße reicht, sodass nur ein Auto sie passieren kann.

Die Baustelle ist auch für Familie Götz ein Problem, da sie die Sicht auf die Straße versperre. Autofahrer müssen zudem an einigen Einmündungen rechts vor links beachten, doch laut Cornelia Götz würden viele kaum langsamer fahren. „Ich glaube, viele wissen nicht, das hier 30 ist“, vermutet sie. Auch das sie selbst Schuld sei, weil sie in eine Straße gezogen ist, die als Rennstrecke bekannt ist, habe sie schon gehört. „Es ist ein Wunder, dass hier noch nicht mehr passiert ist“, sagt sie.

Sie und auch einige andere Anwohner würden sich am liebsten einen Blitzer wünschen. Auch eine digitale Tempoanzeige oder wenigstens Haltelinien vor den Einmündungen wären für Götz ein Anfang. Diesem Wunsch könne man sicherlich kurzfristig nachkommen, sagte Bürgermeister Christoph Meineke. „Wir blitzen im Gemeindegebiet regelmäßig – die Stellen müssen aber genehmigt werden“, erläutert er.

Von Elena Everding

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