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Stadt Hannover 110.000 Besucher beim autofreien Sonntag
Aus der Region Stadt Hannover 110.000 Besucher beim autofreien Sonntag
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19:24 03.06.2018
Einmal auf dem Sofa auf der Straße sitzen – am autofreien Sonntag gehört die Innenstadt den Fußgängern. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Es ist eine Begrüßung der Superlative: Der autofreie Sonntag sei „ein tolles Aushängeschild für Hannover“, für die vielen Initiativen, die sich beteiligten, für nachhaltigen Umwelt- und Klimaschutz in der Stadt, lobt Oberbürgermeister Stefan Schostok zur Begrüßung. Zehn Jahre autofreien Sonntag in Hannover gilt es an diesem Tag zu feiern. 110000 Besucher kommen – und das Spektakel, das sie erleben, ist beachtlich. Den ganzen Tag lang verwandelt sich die Innenstadt in eine 50000 Quadratmeter große Partymeile ohne jeden Autoverkehr.

Vorfahrt frei für Menschen heißt es, egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Rolli, Skate- oder Longboard. Neun verschiedene Meilen und Plätze und fünf Bühnen bietet das nach eigenen Angaben größte Umwelt- und Nachhaltigkeits-Event Deutschlands auf. Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region, weist darauf hin, dass der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) die Zahl seiner Fahrgäste von 180 auf 220 Millionen gesteigert habe. Immer mehr Menschen nutzten Busse und Bahnen, lobt er. Allerdings: Die Zahl der Autos verringere sich bislang dadurch nicht, denn heute sitze oft nur ein Mensch im Auto, früher seien es zumeist mehrere gewesen

Auf der Funmeile am Friedrichswall jedenfalls haben Autos an diesem Tag nichts zu suchen. Stattdessen bieten viele der insgesamt 220 Anbieter sportliche Aktivitäten vom Allerfeinsten an. Der hannoversche Seilgarten beispielsweise verhilft seinen Besuchern per Kran zum Fliegen in luftigen Höhen. „Wir sind fast so hoch wie die Nord/LB“, schwärmt Konstantin Jakob (34), der mit Tochter Zora (10) den autofreien Sonntag in der Innenstadt genießt. Dass er sich auch in den restlichen 364 Tagen des Jahres dem autofreien Verkehr verschworen hat, kann man unschwer an seinem Fahrrad sehen, einem Stufentandem, auf dem der Vordermann nicht im Sattel, sondern auf einem bequemen Sitz Platz nehmen kann.

Dass sportliche (Höchst-)Leistung auch für Menschen mit Einschränkungen möglich ist, zeigt wenige Meter weiter Profi-Rollstuhlbasketballerin Vanessa Erskine. Die 23-Jährige aus Kansas City ist seit einem Unfall vor sieben Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Auf einer Farm griff ein Stier sie an. Seitdem kann sie nicht mehr laufen. Aber Basketballspielen. Bei Hannover United, einem Verein, der Profi-Basketball in der ersten Bundesliga spielt. „Es ist wichtig öffentlich zu zeigen, wie gut auch wir uns fortbewegen können“, sagt Erskin.

Aber auch, wer wenig Lust auf Bewegung hat, ist an diesem Tag in der Innenstadt genau richtig. Der 10-jährige Jonas beispielsweise spielt mitten auf der Straße mit Vater Andreas Schach. „Es ist gut, wenn Bürger sich die Straße zurückerobern“, sagt Mutter Bianca Weiss: „Hier sollte viel mehr soziales Leben spielen.“ Soziales miteinander Faulenzen, Couchhopping, ist entlang der Karmarschstraße angesagt. Dort ist ein meterlanges rotes Sofa aufgebaut, auf dem man Platz nehmen, Eis essen, Klönen oder sich ausruhen kann. „Ich finde, das sollte immer hier stehen“, sagt Sabine Möller, Lehrerin für Transzendentale Meditation, aus Wennigsen vergnügt.

Von Jutta Rinas

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