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Stadt Hannover 1300 Geschenke für Flüchtlinge
Aus der Region Stadt Hannover 1300 Geschenke für Flüchtlinge
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00:15 17.12.2014
Von Simon Benne
Annette Horgby (von links), Noushi Mohammad Pour, Madeleine Horgby und Mohammad Jawad im Rahmen der Aktion 1000 Tüten für Hannover in der evangelisch-freikirchliche Gemeinde Waldersee in Hannover. Quelle: Tobias Kleinschmidt
Hannover

Vor gut zwei Jahren kam er aus Afghanistan nach Deutschland. Lange lebte er in einem Flüchtlingsheim, inzwischen macht Mohammad Jawar Safarzadeh den Hauptschulabschluss nach. Der 23-Jährige weiß, wie sich neu ankommende Flüchtlinge fühlen: „Viele haben schreckliche Erlebnisse hinter sich“, sagt er. Dann greift er zu einer der roten Tüten, die zu Dutzenden in der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde der Baptisten an der Walderseestraße stehen: „Dieses Geschenk ist für viele nach langer Zeit die erste Freude.“

Mehr als 300 Helfer haben in der Gemeinde in den vergangenen Wochen Geschenktüten für Flüchtlinge gepackt: „Wir wollen sie bei uns willkommen heißen und sie zum Weihnachtsfest beschenken“, sagt Annette Horgby. Die Philosophieprofessorin, die der Gemeindeleitung angehört, hat die Aktion gemeinsam mit ihrer Tochter Madeleine initiiert.

Die Leiterin des Flüchtlingsheims am Döhrener Turm, Irene Wegener, stellte für sie eine Liste zusammen: Shampoo, Schokolade, Zahnpasta, Kekse. Gemeindemitglieder verteilten diesen „Einkaufszettel“ an Freunde und Nachbarn weiter, warben bei Firmen um weitere Spenden und richteten im Keller der Gemeinde auf Tischen eine regelrechte Packstraße ein. Genau 1000 Tüten wollten die mehr als 300 Helfer packen: „Am Ende wurden es 1300“, sagt Annette Horgby. Neun Heime wurden jetzt mit den Präsenten bedacht.

„Eine gute Aktion“, sagt Noushin Mohammad Pour, die jetzt im Gottesdienst der Gemeinde einige Tüten stellvertretend in Empfang nahm. Die junge Frau aus dem Iran kam vor gut vier Jahren nach Deutschland und lebte anfangs selbst im Wohnheim an Döhrener Turm. „Bei diesen Geschenken geht es nicht nur ums Materielle“, sagt die Studentin: „Sie zeigen Flüchtlingen auch, das andere Menschen an sie denken.“

Die Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen sei groß, sagt Heimleiterin Irene Wegener: „Die Gemeinde hat einen guten Weg gefunden, ein Zeichen des Willkommens zu setzen.“ Auch der Erste Bürgermeister Thomas Hermann würdigte die Aktion im Gottesdienst als Ausdruck gelebter Nächstenliebe: „Wir freuen uns, wenn es neben der staatlichen Hilfe dieses bürgerschaftliche Engagement gibt“, sagte er - schließlich kämen wöchentlich bis zu 100 Flüchtlinge nach Hannover.

Natürlich sei Integration das ganze Jahr über gefragt und nicht zur zu Weihnachten, sagt Madeleine Horgby: „Dennoch wollen wir die Aktion im kommenden Jahr wiederholen.“ Pastor Hartmut Bergfeld hat im kürzlich eröffneten Flüchtlingsheim in Bothfeld ein paar der Tüten auf die Betten gestellt. „Für die Flüchtlinge, die dort jetzt ankommen“, sagt er. „Als ersten Willkommensgruß.“

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