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25-jähriger aus Hannover soll Anschlag geplant haben

Deutscher Syrien-Rückkehrer 25-jähriger aus Hannover soll Anschlag geplant haben

Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe ermittelt gegen einen 25-jährigen Mann aus Hannover. Die Strafverfolger werfen ihm Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor. Mark H. war im Dezember 2016 am Flughafen Frankfurt festgenommen worden.

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Mark H. wurde am Frankfurter Flughafen festgenommen.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Bei seiner Rückkehr aus Syrien hatten ein Sprengstoffspürhund angeschlagen. Am Rucksack von H. entdeckten die Ermittler Spuren von Sprengstoff. Außerdem fand die Polizei im Gepäck des 25-Jährigen einen sogenannten Windmesser - ein Gerät, das von Scharfschützen genutzt wird. „Er hat erklärt, er habe in Syrien einen Hilfskonvoi begleitet“, sagte Bastian Quilitz, der Rechtsanwalt des 25-Jährigen. Mark H. sitzt derzeit in der Justizvollzugsanstalt Vechta, allerdings nicht wegen des Terrorverdachts, sondern wegen einer anderen Straftat. Seit dem Vorfall in Frankfurt versucht Rechtsanwalt Quilitz Einsicht in die Ermittlungsakten der Bundesanwaltschaft zu bekommen. „Es ist mir bis heute nicht gewährt worden, sodass ich immer noch nicht weiß, was meinem Mandanten konkret zur Last gelegt wird“, sagt der Jurist. Die Bundesanwaltschaft reagierte auf eine Anfrage dieser Zeitung nicht.

Mark H. hat schon einmal in Hannover für Schlagzeilen gesorgt. 2014 verurteilte ihn das Amtsgericht zu 15 Monaten Gefängnis. Als angestellter Wachmann beim Kaufhaus Primark hatte er gemeinsam mit einem Kollegen einen Überfall vorgetäuscht. Die beiden wollten den mit rund 400 000 Euro gefüllten Tresor des Unternehmens leerräumen. Die Inszenierung der Tat war allerdings so stümperhaft, dass die Ermittler dem heute 25-Jährigen schnell auf die Schliche kamen. Vier Tage nach dem angeblichen Überfall wurde Mark H. festgenommen.

Bei den neuen Vorwürfen gegen den 25-Jährigen ist noch vollkommen offen, wann die Ermittlungen zum Terrorverdacht abgeschlossen sein werden.

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