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Stadt Hannover Gesucht wird der beste Roboter
Aus der Region Stadt Hannover Gesucht wird der beste Roboter
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19:09 13.05.2017
Je nach Altersklasse müssen die Roboter unterschiedliche Aufgaben erledigen. Quelle: Kutter
Hannover

Die Teams und ihre Geräte haben Namen wie i-bots7, Erdberklößchen und Legonäre: Die Schüler, die sich am Sonnabend im Welfenschloss versammelt hatten, waren nicht nur beim Bau der Roboter aktiv. Auf unterschiedlichen Parcours ging es darum, innerhalb einer bestimmten Zeit möglichst viele Aufgaben zu erledigen.

Beispielsweise müssen die Jüngsten, die zwischen 8 und 12 Jahre alt sind, ihren Roboter so programmieren, dass er aus Lego zusammengesetzte Schildkröten ins Wasser schiebt, und Jaguare in den Dschungel. Die Älteren müssen komplexere Aufgaben erledigen, wie zum Beispiel Lego-Konstruktionen ineinander zu heben.

Für alle Altersgruppen ist das eine Herausforderung: Devin Milnik aus Garbsen und Jonas Röder aus Gehrden nutzen die Baupausen dafür, ihren Roboter umzuprogrammieren. "Läuft doch bei uns", sagt Devin zu seinem Freund Jonas. Der Elfjährige ist vorerst noch nicht wirklich zufrieden. "Oh, was hast du gemacht, Devin!", ruft er. Der Roboter der beiden ist falsch abgebogen. "Wir müssen die Kurve kleiner machen", meint Devin.

Oft spielten bei den Roboter, auch Details eine Rolle, berichtet Philipp Trusheim. Der 25-Jährige, der in Hannover Navigation und Umweltrobotik studiert, hilft bei dem Nachwuchswettbewerb als Schiedsrichter. Je nach Parcours sei es zum Beispiel wichtig, wie der Greifarm konstruiert sei oder auch, welche Reifen genutzt würden. 

Die Roboter des Wettbewerbs mit einem Minicomputer sind komplett aus Legosteinen gebaut. Die Steuerung erfolgt über Lichtsensoren.

Cheforganisatorin Ina May hebt vor allem die Verbindung von Konstruktion der Roboter und der Programmierung hervor. Die Teilnehmer mussten ihre in den vergangenen Monaten konstruierten Roboter am Vormittag aus den Einzelteilen wieder zusammenbauen, berichtet die Leiterin von Roberta RegioZentrum, dem Robotikzentrums der Region Hannover. Roberta fördert die Arbeit von Schülern an Robotern, unter anderem mit dem Kauf der etwa 400 Euro teuren Bausätze.

Deutschland müsse aufpassen, dass es im technischen Bereich bildungspolitisch nicht abgehängt werde, betont May. Daher sei die Arbeit mit den Robotern so wichtig, erklärt sie. Zwar sei das Programm zur Programmierung des Minicomputers nicht so kompliziert aufgebaut. Dennoch komme es auf Feinheiten an.

Zu schaffen machen den Teilnehmern unter anderem auch die Lichtverhältnisse im Welfenschloss. Immer wenn sich eine dicke Wolke vor die Sonne schiebt, ändere sich durch die Steuerung mit Lichtsensoren viel, berichtet May.

Die Sieger des Wettbewerbs qualifizieren sich für das Deutschlandfinale in Schweinfurt. Die besten deutschen Teams dürfen dann zur Weltmeisterschaft in Costa Rica fahren.

Von Mathias Klein

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