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Stadt Hannover Das muss grooven
Aus der Region Stadt Hannover Das muss grooven
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08:57 16.12.2014
Von Gunnar Menkens
AC/DC-Coverbands haben Konjunktur. Die Band Hellfire kommt aus Nordstemmen. Quelle: Julia Schlemeyer
Hannover

Die ganz altmodische Tour hat sich Gaby Neitzel am Montag erspart. 16 Uhr, mutmaßlich Schlange stehen vorm Kartenshop, um rechtzeitig Tickets fürs AC/DC-Konzert zu bekommen. Nicht mal übers Internet versuchte die Burgwedeler Gitarristin gestern, sich im Juni Zutritt zum Messegelände zu verschaffen. Wird auch später klappen, glaubt sie, war bei der letzten Tour schon so.

Gaby Neitzel ist eine der wenigen Musikerinnen, die AC/DC-Stücke im Dutzend auch selbst spielen können, wenn sie Lust darauf haben. Als führende Gitarristin der Coverband „Black/Rosie“ verkörpert sie bei Auftritten den Star der australischen Band AC/DC: den ewigen Angus Young, maßgeblicher Songwriter, Leadgitarrist und seit Mitte der 1970er-Jahre auf der Bühne Träger einer Schuluniform. Die Texte der Australier drehen sich seit jeher, um alle elementaren Inhalte zu nennen, um Frauen, Trinken, Rock ’n’ Roll und deren Mischformen. Machotexte. Neitzel sagt: „Eben aus Männersicht geschrieben.“

Egal. „Black/Rosie“ spielt seit bald zehn Jahren bei Konzerten die größten Erfolge von AC/DC, als reine Frauenband. Sie spielen, was die Leute hören wollen, und das sind eher die frühen Lieder von den besten Platten bis Anfang der Achtziger. „Highway to Hell“, „TNT“, „Back in Black“, „Hells Bells“. Dabei verzichten die Frauen auf Bühnenklamauk ihrer Vorbilder, Lederhosen und lange Haare genügen. „Uns geht es um Groove und Spielfreude.“ Von neuen Platten nehmen sie ins Repertoire, was beim Publikum ankommt. Wird, wie jetzt, ein neues Album von einer Tournee begleitet, stehen die Chancen gut, dass auch „Black/Rosie“ verstärkt gebucht wird. Um die 2500 Euro kostet ein Auftritt, plus Nebenkosten. Und ja, Gabi Neitzel lebt von der Musik - von Konzerten, Musikunterricht und Tonstudio.

Oliver Oppermann ist hauptberuflich Geschäftsführer der Band Akademie Hannover, nebenamtlich spielt er Bass bei „Thunderbell“, ebenfalls eine AC/DC-Coverband, aber nur aus Männern bestehend. Seit fünf Jahren ist sie unterwegs, ein Schwerpunkt liegt auch bei dieser Band auf den alten Stücken. Oppermann: „Die Superhits und die Boogie- und Bluesrock-Sachen.“

Eine neue Platte von AC/DC bedeutet für „Thunderbell“ erst einmal Arbeit. Bis ein Stück bühnenreif sitzt, proben die Männer rund einen Monat. Es sei ja ein großer Irrtum, dass die Australier einfach simples Zeug runterspielten. Bassist Oppermann sieht es so: „Das ist rhythmisch so gut, so makellos, mit so einem ungeheuren Punch. Da muss man nicht nur die Akkorde setzen, sondern den Groove finden.“ Wer die Band buchen will, zahlt ab 400 Euro, auch hier plus Nebenkosten.

Der Vorverkauf für die AC/DC-Konzerte in Deutschland lief gestern nach Auskunft des Veranstalters „phänomenal“. In den ersten 63 Minuten sei die „Rekordzahl von rund 325 000 Tickets“ verkauft worden. Auftritte in München und Nürnberg sind ausverkauft. Für das Konzert in Hannover am 21. Juni 2015 auf dem Messegelände waren bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch Karten zu haben. Es gibt sie unter anderem im HAZ-Ticketshop.

Die Mitglieder des salafistischen Vereins „Der Schlüssel zum Paradies“ in Hannover haben ein finanzielles Problem. Sie können ihre Spendengelder für ihr religiöses Zentrum, das sie hier bauen wollen, nicht auf einem Konto verwalten. Stattdessen müssen sie die Dienste von PayPal in Anspruch nehmen.

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