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Stadt Hannover Hannover auf Platz fünf der Radfahrstädte
Aus der Region Stadt Hannover Hannover auf Platz fünf der Radfahrstädte
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09:41 30.05.2017
Von Bernd Haase
Dickes Lob: Hannovers Radler finden, die City ist zügig und gut erreichbar.  Quelle: Michael Wallmueller
Hannover

Hannover hat beim sogenannten Fahrradklimatest des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) den fünften Platz unter 39 Städten vergleichbarer Größenordnung im Bundesgebiet belegt. Damit fiel die Landeshauptstadt im Vergleich zur vergangenen Auflage um einen Platz zurück und auch in der Benotung leicht ab.

Den Test führt der ADFC seit 2004 im Zwei-Jahres-Rhythmus durch. Er basiert auf einer Befragung im Internet, an der nicht nur Mitglieder teilnehmen dürfen. Insgesamt haben bundesweit mehr als 120 000 Radfahrer einen Katalog mit 27 Fragen ausgefüllt; in Hannover waren es 1159.

Die Ergebnisse gelten als relevant, weshalb der Test auch durch das Bundesverkehrsministerium unterstützt und finanziell bezuschusst wird. „Konkurrenz belebt das Geschäft - auch in der Radverkehrsförderung“, sagte Staatssekretär Enak Ferlemann bei der Bekanntgabe der Sieger und Platzierten. Mit dem Test wolle man Städten helfen, das Fahrradklima vor Ort einzuschätzen und Erkenntnisse für ihre Fördermaßnahmen zu gewinnen.

Die 27 Fragen decken alle Belange des Fahrradfahrens ab; gewertet wird dabei nach dem Schulnotensystem. Die Durchschnittsnote für Hannover liegt bei 3,55 und ist damit recht mickrig für einen Rang in der Spitzengruppe. Zum Vergleich: Der Sieger Münster kommt auf die Note 3,06; der Durchschnitt der 39 Städte beträgt 3,90.

Ärger über wildes Parken

In sechs der Kategorien hat Hannover bei den Noten immerhin eine Zwei vor dem Komma stehen, in acht allerdings auch nur eine Vier. Bestnoten gab es für die Möglichkeit, Einbahnstraßen in Gegenrichtung mit dem Fahrrad zu befahren, für die Erreichbarkeit des Stadtzentrums und für die Möglichkeit, zügig voranzukommen. Eine sehr generell angelegte Frage war die, ob Fahrradfahrer unterwegs eher Spaß oder Stress empfinden. Die in Hannover erteilte Note 2,8 kann sich im Vergleich sehen lassen.

Die miesesten Noten gaben die Radfahrer der Stadt in den Rubriken „Falschparkerkontrollen auf Radwegen“, „Ampelschaltungen für Radfahrer“ und „Verkehrsführung an Baustellen“. Das sind alles Punkte, die auch schon bei der Auflage vor zwei Jahren stark bekrittelt wurden und die sich demnach nach Einschätzung der Radler nicht gebessert haben.

Dass Münster gewonnen hat, ist keine Überraschung - die Ostwestfalen siegen seit Jahren bei so ziemlich jedem Fahrradtest. Auf den Plätzen folgen Karlsruhe, Freiburg und Bremen. Die Hansestadt ist damit in den vergangenen zwei Jahren an Hannover vorbeigezogen. Braunschweig schneidet mit Platz sieben ordentlich ab. In Hamburg (31), Berlin (36) und Köln (37) sehen die Radler offensichtlich großen Handlungsbedarf.

Burgdorf und Wunstorf schlagen Hannover 

Für seinen Klimatest teilt der ADFC die Städte gemäß ihrer Einwohnerzahl in vier Ranglisten ein. In der Region wurden außer für Hannover auch für Burgdorf, Burgwedel, Garbsen, Isernhagen, Langenhagen, Lehrte, Neustadt, Springe und Wunstorf Bewertungen abgegeben. Von den Ergebnissen liegen Burgdorf mit dem Bestwert von 3,45 und Wunstorf mit 3,46 noch vor Hannover. Garbsen schneidet mit 3,60 etwas schlechter ab als die Landeshauptstadt, belegt aber in seiner Rangliste für Städte zwischen 50 000 und 100 000 Einwohnern einen respektablen Platz im vorderen Drittel. Wer mehr wissen will: Im Internet sind unter fahrradklima-test.de die vier Ranglisten sowie alle Einzelresultate verfügbar.

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