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Winterdienst wird für viele Hannoveraner teurer

Aha Winterdienst wird für viele Hannoveraner teurer

Das kommunale Entsorgungsunternehmen Aha spaltet die Kosten für Straßenreinigung auf: „Die Winterdiensteinsätze werden künftig nach Einsatzhäufigkeit berechnet“, sagt Aha-Sprecherin Helene Herich. Das beschert dem Unternehmen 2,4 Millionen Euro Mehreinnahmen.

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Vorbereitung für die kalte Jahreszeit: Je schneller der Winterdienst im Einsatz ist, desto höher sind künftig die Anliegerkosten. Foto: Burkert

Quelle: Christian Burkert

Hannover. Das kommunale Entsorgungsunternehmen Aha will ab dem kommenden Jahr eine neue Gebühr für den Winterdienst auf Hannovers Straßen erheben. Bisher wurden die Kosten fürs Schneeräumen und Streuen aus den Anliegergebühren für Straßenreinigung bezahlt. Mit der gesondert berechneten Winterdienstgebühr will das Unternehmen mehr Gerechtigkeit und Rechtssicherheit schaffen - etliche Hannoveraner aber werden am Ende mehr zahlen, andere weniger. „Die Winterdiensteinsätze werden künftig nach Einsatzhäufigkeit berechnet“, sagt Aha-Sprecherin Helene Herich. Unterm Strich beschert die neue Kalkulation dem Unternehmen Mehreinnahmen von jährlich rund 2,4 Millionen Euro. „Aber wir investieren das Geld in zusätzliches Personal, damit die Stadt sauberer wird“, sagt Herich.

Als Faustregel für die neue Berechnung gilt: Je schneller die Räumfahrzeuge vor Ort sind, desto tiefer müssen Grundstückseigentümer in die Tasche greifen. Um die Winterdienst-Gebühren je nach Wohnort berechnen zu können, teilt Aha die Straßen in sogenannte Winterdienstklassen ein. Höchste Priorität genießen die Straßen mit der Dringlichkeitsstufe D 1, das sind Hauptverkehrsstraße wie die Podbielskistraße oder die Hildesheimer Straße. Wenn Schnee fällt, sind Räumfahrzeuge dort sofort im Einsatz. Als weniger dringlich sieht Aha den Winterdienst in Wohnstraßen und Gewerbegebieten an (Kategorie D 2). Zudem führt Aha die Kategorie D 0 ein, und das bedeutet: Hier wird überhaupt nicht geräumt. Dazu zählen nach Auskunft des Unternehmens Sackgassen mit wenig Anliegerverkehr, etwa der Wilseder Weg im Heideviertel. Dort müssen die Anwohner dann auch keine Winterdienstgebühr zahlen.

Beispielrechnung von Aha

Aha macht eine Beispielrechnung auf. Bisher zahlt ein Eigentümer für eine wöchentliche Reinigung von zehn Frontmetern 6,50 Euro pro Monat - inklusive Schnee schippen. Künftig wird er für zwei Gebühren veranschlagt. Der Preis für die wöchentliche Straßenreinigung verringert sich um 20 Cent, aber für den Winterdienst kommen 50 Cent hinzu, wenn das Grundstück in einer Wohnstraße liegt (Kategorie D 2). Unterm Strich zahlt der Eigentümer also 30 Cent mehr. Sollte die Immobilie in einer Durchgangsstraße liegen (Kategorie D 1), müsste er fürs Schneeräumen sogar 1,90 Euro zahlen und würde dann zusammen mit den Reinigungsgebühren bei 8,20 Euro liegen - eine Steigerung um mehr als 20 Prozent gegenüber dem alten Berechnungsmodell.

Unterm Strich dürften sich die Kosten für saubere Straßen für die meisten Bürger leicht erhöhen. Nicht umsonst erwartet Aha einen Anstieg der Gebühreneinnahmen von 31,1 auf 33,5 Millionen Euro. Das zusätzliche Geld will Aha verwenden, um gestiegene Personalkosten auszugleichen, aber auch, um Hannovers Straßen häufiger zu fegen. Neue Mitarbeiter sollen eingestellt werden, um in den Nachmittagsstunden mehr Kehrmaschinen durch die Straßen zu schicken. Zudem will sich Aha künftig mit zusätzlichem Personal der „Wildkrautentfernung“ widmen. Das bedeutet: Gestrüpp an Fahrbahnen sowie auf Rad- und Gehwegen soll rechtzeitig herausgerissen werden. „Nicht erwünschte Wildkrautansiedlungen an solchen Stellen häufen sich“, sagt Aha-Sprecherin Herich.

Dem neuen Gebührenpaket müssen jetzt die Ratsgremien zustimmen. Bekommt das Vorhaben eine Mehrheit, gilt die neue Kalkulation ab dem 1. Januar 2018.

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