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Stadt Hannover „Frauen mit Aids werden ausgegrenzt"
Aus der Region Stadt Hannover „Frauen mit Aids werden ausgegrenzt"
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08:07 01.12.2014
Von Veronika Thomas
Der 1. Dezember ist Weltaidstag. Doch auch wenn die Krankheit in der westlichen Welt viel Aufmerksamkeit erfährt, leiden Betroffene trotzdem oft an Ausgrenzung. Quelle: dpa
Hannover

Mithilfe moderner Medikamente können HIV-Infizierte heute ein nahezu normales Leben führen. Für viele Frauen mit HIV und Aids aber trifft das offenbar nicht zu. Ihre Lebenssituation ist äußerst belastend, kritisiert die Niedersächsische Aids-Hilfe (NAH) mit Sitz in Hannover anlässlich des heutigen Welt-Aids-Tages. „HIV-positive Mütter und Familien sind Vorurteilen, Stigmatisierung und Ausgrenzung ausgesetzt“, sagt Ingrid Mumm, Landeskoordinatorin des NAH-Netzwerks „Aids, Kinder und Familie“. Das diesjährige Motto „Positiv zusammenleben“ sei für viele Frauen und Familien eine Wunschvorstellung.

Bereits im Sommer 2012 hatte eine Befragung der Deutschen Aids-Hilfe („Stigma-Index“) unter 1148 HIV-Positiven ergeben, dass viele Frauen unter Diskriminierung und Stigmatisierung in ihrem sozialen Umfeld leiden. Einem Viertel der Frauen wurden Gesundheitsleistungen wie eine Zahnbehandlung verweigert. Koordinatorin Mumm berichtet von Gynäkologen im Umland von Hannover, die aus Angst vor einer Infektion nachweislich keine HIV-infizierten Frauen behandelten. „Die Situation ist unsäglich“, sagt Mumm.

Sowohl die Ärztekammer als auch die Zahnärztekammer Niedersachsen können die Ergebnisse der Studie nicht nachvollziehen. „Die Ärzte werden umfassend zum Thema HIV ausgebildet, weitergebildet und fortgebildet“, erklärte Privatdozent Nils Frühauf, Ärztlicher Geschäftsführer der Ärztekammer Niedersachsen, auf Anfrage. Vonseiten der Zahnärztekammer Niedersachsen heißt es: „Hier sind solche Fälle nicht bekannt.“

Aber nicht nur die Lebenssituation von Frauen mit Aids und HIV ist nach Mumms Erfahrungen kompliziert und belastend. Auch ihre Familien sind betroffen und werden im Kindergarten, in der Schule, in ihrem beruflichen Umfeld und durch unzureichend informiertes Medizinpersonal angefeindet und ausgegrenzt. „Dabei kann eine Infektionsgefahr mit einer lückenlosen Therapie ausgeschlossen werden“, sagt Mumm.

Riesenkondom für Kröpcke-Uhr: Anlässlich des heutigen Welt-Aids-Tages wird die Kröpcke-Uhr von 10 bis 21 Uhr mit einem neun Meter hohen Kondom überzogen. Die Aktion „Hannover gibt Gummi“ der Stiftung Weltbevölkerung will so auf mangelnde Verhütungsmöglichkeiten in Entwicklungsländern aufmerksam machen.

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