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Stadt Hannover Amtsgericht verurteilt syrischen Schleuser
Aus der Region Stadt Hannover Amtsgericht verurteilt syrischen Schleuser
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07:00 23.05.2017
Von Tobias Morchner
Zum zweiten Mal verurteilt: Syrer Mohamad A. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Mohamad A. hatte gestanden, im März 2015 neun Flüchtlingen und kurz darauf einer vierköpfigen Familie gegen Zahlung von Summen zwischen 2000 und 2800 Euro den illegalen Übertritt über die türkisch-griechische Grenze ermöglicht zu haben. Er habe den Flüchtlingen als Ansprechpartner zur Verfügung gestanden.

A. hatte erklärt, die Schleusungen nicht organisiert zu haben, um sich zu bereichern. Die Hintermänner sollen ihm in Aussicht gestellt haben, seine Familie bei der Flucht aus Syrien zu unterstützen. Zuvor sollte Mohamad A. allerdings selbst einige Landsleute illegal außer Landes bringen.

Das Gericht folgte der Darstellung des Angeklagten - auch, weil sie durch einige Zeugenaussagen untermauert werden konnte. Er sei ein Opfer der Gesamtsituation, hieß es in der Urteilsbegründung, als kleines Rädchen im Gesamtgefüge habe er sich dennoch strafbar gemacht, so der Vorsitzende Richter Lars Stanull.

Mohamad A. war bereits im Herbst 2016 vom Landgericht Hannover zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er auch auf dem Seeweg Hunderte von Flüchtlingen nach Europa gebracht hatte. In diesem Verfahren hatte er auch die Schleusungen auf dem Landweg eingeräumt, sodass es zum zweiten Verfahren kam. Anfang des vergangenen Jahres war ein europaweites Schleusernetzwerk aufgeflogen, zu dem auch der 35-Jährige gehört hatte. Die Polizei nahm Mohamad A. damals im Deutschen Pavillon fest, der als Notunterkunft für Flüchtlinge diente. 15 Monate saß er in Untersuchungshaft. Im Moment befindet er sich auf freiem Fuß, weil er gegen das erste Urteil des Landgerichts Rechtsmittel eingelegt hat. Eine Entscheidung steht noch aus.

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