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Pflastersteinangriff: Sieben Jahre Haft für Angeklagten

Versuchter Totschlag Pflastersteinangriff: Sieben Jahre Haft für Angeklagten

Das Landgericht hat Mohammed A. zu sieben Jahren Haft verurteilt. Der 25-Jährige hatte nach Ansicht der Richter einen Obdachlosen am Raschplatz mit einem Pflasterstein lebensgefährlich verletzt und sich damit des versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung schuldig gemacht.

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Mohammed A. wurde vom Landgericht zu einer Haftstrafe von sieben Jahre verurteilt.

Quelle: Hellerling

Hannover. Außerdem hatte A. in derselben Nacht einen Mann mit einer abgebrochenen Wodkaflasche schwer verletzt. In der anschließenden Untersuchungshaft attackierte der 25-Jährige zudem einen Mithäftling mit einem Besenstiel.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten gefordert. Insbesondere bei der Pflastersteinattacke habe A. „mit voller Wucht auf den Obdachlosen eingeschlagen und dessen Tod billigend in Kauf genommen“. Etwa 20 Tage lag der Obdachlose im Koma. Vor Gericht sagte der Pole aus, auch heute noch unter den Folgen zu leiden. Täglich werde er von schlimmen Schwindelgefühlen geplagt.

A.s Verteidiger Urs Kobler hegte Zweifel daran, dass A. auf den Obdachlosen losgegangen sei. Die Beweise und Videoaufnahmen würden bloß zeigen, „dass mein Mandant am Tatort war“. Die Angriffe mit der Wodkaflasche und dem Besenstiel wiederum seien unstrittig von A. begangen worden. Kobler forderte daher nur für diese beiden Taten eine Strafe von neun Monaten wegen gefährlicher Körperverletzung.

Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass A. auch für den Pflastersteinangriff schuldig ist. Dafür sprächen die Videobänder, die Blutspuren an A.s Schuhen und dass rund um den Tatzeitpunkt niemand sonst in der Nähe des Obdachlosen gewesen sei.

pah

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