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Stadt Hannover "Happy Family" feiert gut gelaunte Weltpremiere in Hannover
Aus der Region Stadt Hannover "Happy Family" feiert gut gelaunte Weltpremiere in Hannover
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00:17 23.08.2017
In voller Montur: Besucherinnen Natalie und Eleonora posieren im Foyer mit Monstern. Quelle: Villegas
Hannover

Wer von einer Kino-Weltpremiere gähnend den Vorbeimarsch der Eitlen und Schönen auf einem gut abgeschirmten roten Teppich erwartet, wird am Sonntagnachmittag im Astor angenehm enttäuscht: Zum Start des in Hannover produzierten Animationsfilms „Happy Family“ von Holger Tappe tummelt sich beim Einlass ein buntes Knäuel aus gut gelaunten Beteiligten und Besuchern. Schön im klassischen Sinne sind die wenigsten - das ist ja auch gar nicht das Ziel, wenn man sich als Horrorfigur verkleidet. Die Produktionsfirma Ambient Entertainment hatte gemeinsam mit dem Astor im Vorfeld Karten verlost und darauf hingewiesen, man freue sich über jedes Kostüm. Auch viele, die am Film mitgearbeitet hatten, warfen sich themengerecht in Schale.

Mitten zwischen all den Geschöpfen der Nacht steht der hochzufrieden wirkende Regisseur und Produzent Tappe selbst. Er hat sich als Vampir im Look seiner Hauptfigur gestylt: der frustrierten Emma, die im Film mitsamt ihrer Familie im Auftrag Graf Draculas in eine Blutsaugerin verwandelt wird, damit der ihr den Hof machen kann. „Ich wollte keine langweilige Hochglanz-Premiere mit reservierten Plätzen für Prominente,“ erzählt Tappe lächelnd: „Ich wollte ein Fest mit Menschen, die Spaß haben.“ Den haben seine Gäste aller Altersgruppen sichtlich: als Mumien, Hexen, Zombies, Dämonen, Werwölfe - und Monster aller Art.

Prominente Synchronsprecher fehlen

Dabei zählen - analog zur Haltung des Films - schräge Kreativität und Charme, nicht glatte Klischees. So wie bei Björn Teubner. Der Cutter von „Happy Family“ hat sich als Verkleidung „Magneto, das Videomonster“ ausgedacht. Er verschwindet völlig unter bodenlangen schwarzen Plastikzotteln mit aufgesetzten Glupschaugen. „Dafür mussten zehn alte Videokassetten herhalten,“ verrät er: „Als erstes habe ich „Star Wars Episode 1“ geschlachtet.“ Bei so viel Engagement fällt es kaum auf, dass prominente Synchronsprecher wie Hape Kerkeling oder Oliver Kalkofe der Premiere fern bleiben. Immerhin melden sie sich aber in einem kurzen Einspieler auf der Leinwand zu Wort.

Rezension

Der Film "Happy Family" ist mehr als eine Monsterparty. Eine Rezension von Matthias Halbig.

Kerkeling verrät, ein Traum gehe in Erfüllung, endlich einmal im Kino sagen zu dürfen: „Hallo, hier ist Dracula.“ Und Kalkofe, der den buckligen Butler des Vampirfürsten spricht, erzählt, er habe sich ein Kissen unter den Pullover geschoben, um sich in die Rolle einzufühlen. Tappe und sein Autor David Safier erzählen schließlich live, wie sie zusammenfanden. „David schickte mir vor sechs Jahren einen Vorabdruck seines Romans mit der Bemerkung, seine Frau habe gesagt, das könne ein schöner Animationsfilm werden“, so Tappe. Safier zeigt sich hocherfreut über die „Weltklasse aus Hannover“. Und als sich schließlich der Vorhang öffnet und mit Bachs „Toccata und Fuge“ die ersten Töne des Films erklingen, ist dann doch noch ein bisschen Hollywoodglanz zu spüren.

Von Thomas Kaestle

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