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Stadt Hannover Mehr Hannoveraner haben einen Job
Aus der Region Stadt Hannover Mehr Hannoveraner haben einen Job
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21:37 31.01.2017
Von Bernd Haase
Hannover

In der Region Hannover sind die Arbeitslosenzahlen im Januar im Vergleich zum Dezember zwar angestiegen, aber das Ergebnis ist trotzdem bemerkenswert. „Eine so niedrige Arbeitslosenzahl zu Jahresbeginn hatten wir zuletzt vor zehn Jahren, also vor Ausbruch der weltweiten Finanzkrise“, sagt Hannovers neue Agenturchefin Heike Döpke, die am Dienstag offiziell in ihr Amt eingeführt wurde. Gestützt werde der regionale Arbeitsmarkt derzeit vor allem von Kleinunternehmen und Mittelständlern.

Zum Monatswechsel waren in der Region Hannover rund 45.200 Männer, Frauen und Jugendliche arbeitslos; das sind 2300 oder 4,9 Prozent weniger als noch vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,4 Prozent und damit im Jahresvergleich um 0,4 Prozentpunkte niedriger. „Der übliche witterungsbedingte Rückgang in der Baubranche ist in diesem Jahr weitgehend ausgeblieben“, sagt Döpke. Insgesamt können Agentur und Jobcenter knapp 9000 offene Stellen anbieten. Nachfrage herrscht in Produktions- und Fertigungsberufen, in der Logistik, in den Sozial- und Gesundheitsberufen sowie immer noch im kaufmännischen Bereich und im Handel.

Obwohl in jüngerer Vergangenheit auch pessimistische Einschätzungen zur Konjunkturentwicklung in für Hannover wichtigen Branchen wie Finanzen und Versicherungen zu hören waren und VW immer noch viele Rätsel aufgibt, bleibt Döpke optimistisch. „Die positive Entwicklung bei den Arbeitslosenzahlen wird sich im laufenden Jahr verlangsamen, aber nicht aufhören“, sagt die Agenturchefin. Kleinere Firmen und Mittelständler fragen nach Arbeitskräften, können aber viele Stellen nicht mehr so schnell besetzen wie früher.

„Gut ausgebildete Fachkräfte können sich ihren Arbeitsplatz aussuchen“, erklärt Döpke. Auf der anderen Seite hätten die Unternehmen die Anforderungen gesenkt und stellten auch ungelerntes Personal ein. Abzulesen sei dies unter anderem an den Langzeitarbeitslosenzahlen. Gab es in diesem Bereich lange Zeit kaum Bewegung, so sind die Werte im Jahresvergleich stark zurückgegangen. „Viele Firmen stellen ein und qualifizieren dann nach. Es gibt mittlerweile 45-Jährige, die noch eine Ausbildung machen“, schildert Döpke. Die Arbeitsagentur hat für entsprechende Förderprogramme in diesem Jahr 41 Millionen Euro zu Verfügung, das sind 4 Millionen Euro mehr als noch vor einem Jahr.

Unter den Arbeitslosen sind auch knapp 3300 Flüchtlinge. „Viele sind jünger als 35 Jahre und hoch motiviert. Für den Arbeitsmarkt ist das ein gutes Potenzial“, sagt Döpke. Es werde allerdings wegen der notwendigen Sprachförderung und Berufsqualifizierung bis zu fünf Jahren dauern, bis sich dieses voll entfalten kann.

Aufstieg im Land

Der niedersächsische Arbeitsmarkt hat die Auswirkungen des Winters stärker zu spüren bekommen als derjenige in Hannover. Die Arbeitslosenzahl ist im Januar gegenüber dem Vormonat sprunghaft um 6,9 Prozent auf 263?450 Männer, Frauen und Jugendliche gestiegen, lag damit aber immerhin noch niedriger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote beträgt aktuell 6,2 Prozent. Weil vor allem die Baubranche und die Landwirtschaft wegen des Frostes ihre Tätigkeit einschränkten, seien Männer vom Anstieg der Arbeitslosigkeit stärker betroffen als Frauen, teilt die Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen mit. Regional entwickeln sich die Zahlen unterschiedlich. Im Agenturbezirk Nordhorn liegt die Quote mit 3,9 Prozent landesweit am niedrigsten. Auch Osnabrück, Nienburg-Verden, Vechta, Lüneburg-Uelzen, Helmstedt und Stade sind Bezirke, in denen die Arbeitslosigkeit unter dem Landesschnitt bleibt.

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