Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Auto auf Vorfeld – Verdächtiger muss in Untersuchungshaft
Aus der Region Stadt Hannover Auto auf Vorfeld – Verdächtiger muss in Untersuchungshaft
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:12 30.12.2018
Der Betrieb am Flughafen Hannover war am Sonnabend zwischenzeitlich lahmgelegt. Quelle: Christan Elsner
Hannover

Der 21 Jahre alte Mann, der am Sonnabend mit einem Auto auf das Vorfeld des Flughafens Hannover fuhr und so den gesamten Flugverkehr stundenlang lahmlegte, muss in Untersuchungshaft. Das entschied ein Richter am Amtsgericht Hannover am Sonntagnachmittag. Dem Polen werden Gefährdung des Flugverkehrs, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Fahren unter Drogeneinfluss vorgeworfen. Nach HAZ-Informationen veranlasste der Richter die Untersuchungshaft, da der Verdacht besteht, der 21-Jährige könnte in seine Heimat in Polen flüchten.

Am Samstagnachmittag war der Flugverkehr wegen des Zwischenfalls für viereinhalb Stunden eingestellt worden. Der 21-Jährige Mann aus dem polnischen Landkreis Kolberg hatte laut Bundespolizei ein verschlossenes Tor gewaltsam aufgebrochen und war mit seinem BMW auf das Flughafengelände gefahren. Dort hielt der Mann unter einem auf dem Vorfeld stehenden Flugzeug an, wo Beamte der Bundespolizei ihn überwältigten. Er soll Widerstand geleistet haben.

Der Flugverkehr am Flughafen Hannover ist am Sonnabend stundenlang eingestellt worden. Ein Mann war mit dem Auto auf das Vorfeld vorgedrungen.

Der Verdächtige schweigt derweil weiter zu seiner Tat. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag. Der Festgenommene habe bislang keine Angaben zur Tat und zu seinem Motiv gemacht.

Betrieb am Flughafen Hannover wieder normal

Unterdessen hat sich der Betrieb am Flughafen Hannover wieder normalisiert. Reisende müssten nicht mit größeren Wartezeiten rechnen, sagte eine Airport-Sprecherin am Sonntag. Insgesamt seien deutlich weniger Verbindungen von dem Vorfall betroffen gewesen als zunächst angegeben. Man habe fünf Landungen und vier Starts gestrichen, acht Maschinen flogen mit Verspätung ab.

Reicht das Sicherheitskonzept am Flughafen Hannover aus?

Nach dem Zwischenfall mit dem Eindringling am Flughafen Hannover war die Frage aufgekommen, ob und welche Konsequenzen für das Sicherheitskonzept gezogen werden müssen. Flughafensprecher Sönke Jacobsen sagte am Samstagabend, nur wenige Stunden nach dem Vorfall sei es noch zu früh zu sagen, ob das Sicherheitskonzept überarbeitet werden müsse. Flughafen-Chef Raoul Hille erklärte im HAZ-Interview, dass der Flughafen seine Rolle in dem Fall hinterfragen werde. Wenn es jemand jedoch darauf anlege, auf das Flughafengelände zu kommen, dann lasse er sich „weder von hohen Zäunen noch dicken Mauern abhalten“, sagte Hille.

Von RND/dpa/tm/frs/ms

Stadt Hannover Interview mit Flughafenchef Hille - „Wir werden unsere Rolle hinterfragen“

Nach dem Vorfall vom Sonnabend, bei dem ein 21-Jähriger mit einem Auto auf das Vorfeld des Flughafens vorgedrungen war, gibt es Diskussionen über die Sicherheit des Airports. Im HAZ-Interview äußert sich Flughafenchef Raoul Hille.

02.01.2019

Die Feier am letzten Tag des Jahres in der Markthalle gehört zur Tradition. Doch dieses Mal grummelt es im „Bauch von Hannover“. Die Stadt verlangt: Nur 900 Gäste dürfen sich in der Halle aufhalten.

30.12.2018

Die denkmalgeschützte Kleeblatt-Uhr, die vom Steintor zum DGB-Haus versetzt wurde, ist in Teilen defekt. Die Stadtverwaltung lässt zwei der drei Zifferblätter reparieren, doch Ersatzteile fehlen.

30.12.2018