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Stadt Hannover Wie konnte es zu dem Unglück kommen?
Aus der Region Stadt Hannover Wie konnte es zu dem Unglück kommen?
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06:00 18.05.2017
Quelle: Elsner
Hannover/Eilvese

Ein Lastwagen fuhr über die Gleise und wurde schließlich vom etwa 160 Stundenkilometer schnellen Zug erfasst. Die Bahn kam erst etwa 700 Meter später zum Stillstand. Der 59-jährige Fahrer starb noch am Unfallort, zwölf Personen wurden verletzt. Die wichtigsten Fragen:

Gegen wen wird ermittelt?

Die Untersuchungen wegen fahrlässiger Tötung richten sich derzeit gegen einen 36-Jährigen, der für die manuelle Schranke am Bahnübergang zuständig gewesen sein soll. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass irgendjemand sonst zu dem Unfall beigetragen hätte“, sagt Oberstaatsanwalt Thomas Klinge.

Gibt es keine automatischen Schranken?

Der Übergang in Eilvese wird momentan erneuert, deshalb ist die automatische Anlage außer Betrieb. Stattdessen gibt es eine Behelfsschranke und Flatterband.

Wer sicherte den Übergang in Eilvese?

Ein Subunternehmer im Auftrag der Deutschen Bahn. Nach Angaben des Verkehrskonzerns müssen die Streckenposten „eine spezielle Ausbildung abgeschlossen und eine örtliche Prüfung abgelegt haben“, sagt Sprecher Egbert Meyer-Lovis.

Wann werden Behelfsschranken geöffnet und geschlossen?

Laut Bahn herrschen klare Vorschriften. „Es gibt vorgeschriebene feste Wortlaute“, sagt Meyer-Lovis. „Alle Angaben müssen von beiden Seiten bestätigt und schriftlich festgehalten werden.“ Erst dann dürfe das Signal für den Zug auf „Fahrt“ gestellt werden. Das Stellwerk soll eine Bahn in Richtung Hannover gemeldet haben. Ob auch der Unfallzug in der Meldung vorhanden war, wird nun geprüft.

Wird das Gleis nach einer Zugdurchfahrt kontrolliert?

Nach Angaben der Bahn kontrolliert der Streckenposten den Übergang nicht nach einer Zugdurchfahrt. Der Regionalexpress von Montag soll einige Minuten verspätet unterwegs gewesen sein, möglicherweise war das nicht bekannt.

Reagiert die Bahn auf den tödlichen Unfall?

Das Unternehmen teilt mit, den Vorfall in Eilvese ebenfalls zu untersuchen. Gleichzeitig wurde offenbar das Absperrpersonal am Übergang verstärkt. An der Absperrung selbst ändert sich nichts. Laut Deutscher Bahn bleibe es bei Bahnübergangsposten und mobilen Schranken.

Von Peer Hellerling

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