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Stadt Hannover Mode ist mehr als eine Stilfrage
Aus der Region Stadt Hannover Mode ist mehr als eine Stilfrage
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00:18 11.02.2019
Modeunternehmer Herbert B. Möller (li.) warb bei der Veranstaltung „Unternehmerkultur“ für attraktive Innenstädte. Quelle: Samantha Franson
Hannover

Die Zahlen für die Modebranche in der Region Hannover muten beeindruckend an: Allein in der Region sind 14500 Menschen im Modebereich tätig. Sie sorgen für 860 Millionen Euro Umsatz im Jahr in etwa 4400 Unternehmen. Es gibt fünf Modeschulen mit 400 Auszubildenden. Etwa 500 Modedesigner arbeiten in der Region. Mancher Besucher der Veranstaltung „Unternehmerkultur“ in der Hochschule Hannover hatte am Donnerstagabend schnell das Gefühl, dass sich Hannover durchaus in die illustre Runde der weltweit wichtigsten Modemetropolen einreihen könnte. Gleich vier Gastgeber der Commerzbank, Deloitte, Hannover Finanz und des Institut der Norddeutschen Wirtschaft hatten mehr als 300 Unternehmer und prominente Vertreter der Stadtgesellschaft an die Expo Plaza eingeladen und präsentierten erfolgreiche Modeschöpfer, Textilunternehmer und Trendforscher. „Mode hat eine große wirtschaftliche Bedeutung“, betonte Gastgeber Volker Müller, Hauptgeschäftsführer der Unternehmerverbände Niedersachsen. Entsprechend selbstbewusst warben ihre Protagonisten für bessere Vernetzung untereinander und wünschten sich neben Würdigung auch eine finanzielle Förderung von Firmen in der Gründungsphase oder Forschungsprojekte.

Nachhaltige Mode als Verkaufsargument

Zum Selbstverständnis der lokalen Modebranche gehören auch immer wieder neue Plattformen der Präsentation. So berichtete Christine Preitauer, Geschäftsführerin des Netzwerkvereins KreHtiv vom Freaky Fashion Festival. Dabei stellen sich regionale Modeschaffende in einem bewusst entspannten Festival-Rahmen vor. Herbert B. Möller von Möller & Möller nutzte den am Abend, um die Politik für den Erfolg der Textilwirtschaft in die Pflicht zu nehmen. „Innenstädte müssen attraktiver werden.“ Es brauche gute Konzepte und Verkehrsanbindungen, um neue Herausforderungen in der schnelllebigen Branche zu meistern. Einen besonderen Ansatz dazu lieferten in einer Talkrunde mit Moderatorin Mirjana Cvjetcovic direkt Prof. Martina Glomb von der Hochschule, Modeschöpfer wie Maik Pitz von Blaustoff Slow Fashion, Philipp Bree, Gründer des Labels PB 0110, und Anna Chevalier, die ihre Kollektion von Boo Surfwear bei einer Modenschau zeigte. Es gehe um Nachhaltigkeit als Verkaufsargument samt nachhaltige Produktionsbedingungen und Firmenführung, langlebige Textilien, qualitative Verarbeitung der Materialien, eine Renaissance des Haptischen. Für diesen nachhaltigen Modebegriff steht die Bezeichnung Slow Fashion. „Wir können aber auch nachhaltige Lösungen und Ideen für Fast-Fashion bieten“, sagte Glomb. Über diese konnten sich die Besucher bei einer anschließenden Ausstellung direkt in der Hochschule informieren.

Von Jan Sedelies

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