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Stadt Hannover 1000 Menschen lassen sich für Vanessa typisieren
Aus der Region Stadt Hannover 1000 Menschen lassen sich für Vanessa typisieren
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00:15 11.10.2016
Von Bärbel Hilbig
Bei der Typisierungsaktion lassen sich die möglichen Spender Blut abnehmen. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

Die Hilfsbereitschaft war groß. 1026 Menschen haben sich Sonnabend auf den Weg in die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) gemacht, um sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Die Geschichte der Krankenschwester und Medizinstudentin Vanessa, die erst kürzlich an Blutkrebs erkrankt ist, hat bei vielen Menschen den Wunsch geweckt, selbst zu helfen.

Die meisten haben die Aufrufe von Freunden und Familie Vanessas in Internet und Zeitungen gesehen. „Ich habe es in der HAZ gelesen und es hat mich einfach berührt“, erzählt Emma Michel. Die 19-Jährige hat gerade selbst ein Zahnmedizinstudium in Göttingen begonnen. „Meine Eltern sind Ärzte und ermutigen mich immer, bei solchen Aktionen mitzumachen. Um ein Leben zu retten, würde ich vieles tun.“ Kristian Baum hat sich von seiner Tochter Hanna anregen lassen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr an der MHH absolviert. Dort hat sie von der bedrohlichen Erkrankung der jungen Krankenschwester gehört und ihre ganze Familie zur Typisierung mitgenommen. Jerome Pusch dagegen kennt Farina, die beste Freundin Vanessas. Für den 27-Jährigen Grund genug, sich ebenfalls zu melden.

Auf einen passenden Stammzellenspender angewiesen

Fußballer, die mit Vanessas Ehemann Marco im Verein spielen, Kollegen von der Arbeit – und viele Menschen, die keine persönliche Verbindung zu dem jungen Paar haben, wollen helfen. „Es ist eine gute Sache, sich registrieren zu lassen. Ich wollte das schon seit Langem machen“, erklärt Kristian Baum.

Menschen, die an Leukämie erkranken, sind auf einen passenden Stammzellspender dringend angewiesen. Doch es ist schwierig, den geeigneten Spender zu finden. Organisationen wie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) oder das Norddeutsche Knochenmarkregister (NKR) suchen deshalb ständig Freiwillige, die sich längerfristig als Spender registrieren lassen. Nur wenn die Gewebemerkmale eines potenziellen Spenders und eines Kranken übereinstimmen, ist eine Stammzellspende möglich.

80 Freiwillige helfen

Sonnabend haben sich die Freiwilligen zunächst Blut abnehmen lassen, das in den nächsten drei bis vier Wochen in aufwendigen Tests klassifiziert wird. Wenn ein Spender für Vanessa oder einen anderen Kranken passt, folgen weitere Tests.

Damit die Aktion gut läuft, haben mehr als 80 Freunde und Kollegen von Vanessa mitgeholfen. „Es ist uns ein großes Anliegen zu helfen“, sagt Krankenschwester Mesude Ünsaldi, die seit Jahren mit Vanessa auf der unfallchirurgischen Intensivstation der MHH arbeitet.Auch von den Nachbarstationen sind viele Kollegen im Helferteam aktiv. „Es war klar, dass dieser Tag für die Aktion geblockt ist. Das hat jetzt Vorrang“, sagt Nicole Csécs. Statt zur Geburtstagsfeier ihres Patenkinds zu gehen, nahm die Krankenschwester an ihrem freien Tag die Daten der potentiellen Stammzellspender auf. Andere Kolleginnen und Freundinnen hatten ein riesiges Kuchenbüffet organisiert und boten Kaffee an. „Damit die Leute sich stärken können“, sagt Mesude Ünsaldi.

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