Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Kestner in Not, Herrenhäuser Gärten im Hoch
Aus der Region Stadt Hannover Kestner in Not, Herrenhäuser Gärten im Hoch
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:13 17.12.2014
Von Andreas Schinkel
Das Sprengel Museum: Laut Kulturdezernentin stünde es mitten im Umbau und müsste daher Besuchereinbußen hinnehmen. Quelle: Steiner
Hannover

So unterschiedlich fällt in diesem Jahr die Besucherbilanz bei den städtischen Kultureinrichtungen aus. Kulturdezernentin Marlis Drevermann (SPD) hat eine Erklärung parat: „Die Kultur in Hannover befindet sich mitten in einer Phase des Umbruchs und der Erneuerung“, sagt sie. Dort, wo man sich bereits neu positioniert habe, funktioniere der Betrieb gut, etwa im Schlossmuseum Herrenhausen. Andere Häuser, etwa das Sprengel Museum, stünden mitten im Umbau und müssten daher Besuchereinbußen hinnehmen. „Die Arbeiten am Erweiterungsbau haben zur Folge, dass wir in diesem Jahr die Ausstellungsfläche im Altbau reduzieren mussten“, sagt Corinna Plath, stellvertretende Direktorin des Sprengel Museums.

Doch die Unannehmlichkeiten sind bald vorbei. Am 27. Juni 2015 um 17 Uhr werde der Anbau seine Türen öffnen, kündigt Drevermann an. Danach, am 28. Juni, seien die neuen Ausstellungsräume beim Tag der offenen Tür für alle Hannoveraner zugänglich. „Doch bevor wir Bilder in den Räumen aufhängen, muss sich das Raumklima stabilisieren“, sagt Drevermann. Daher werde das Gebäude noch einmal für mehrere Monate geschlossen. Im Frühjahr 2016 soll dann die erste Ausstellung eröffnet werden.

Die Besucherzahlen und ihre Hintergründe im Einzelnen:

■ Museum August Kestner: Die Einrichtung neben dem Rathaus muss in diesem Jahr einen Schwund von 16.553 Besuchern gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. „Die Entwicklung bleibt hinter unseren Erwartungen zurück“, sagt Thomas Schwark, der inzwischen sowohl für das Kestnermuseum als auch für das Historische Museum und das Schlossmuseum zuständig ist. Man müsse aber Bedenken, dass das Kestnermuseum 2013 ein besonders gutes Jahr hatte mit 44.185 Besuchern. Hinzufügen lässt sich, dass 2014 mit 27.632 Gästen ein besonders schlechtes Jahr für das Kestnermuseum ist, 2012 waren es noch 34.000 Besucher. Als Grund nennt Schwark, dass die Landesausstellung zur Personalunion von britischem und hannoverschem Königshaus Besucher abgezogen habe.

Schlossmuseum Herrenhausen: Um 26.217 Besucher gegenüber dem Vorjahr hat das Schlossmuseum zugelegt. Auch hier spielt die Welfenausstellung, die in einem Teil des Museums zu sehen war, eine Rolle. „Die Ausstellung zur Personalunion wurde intensiv beworben“, sagt Schwark.

■ Historisches Museum: Mit 79.000 Besuchern bleibt die Einrichtung deutlich unter ihrem Durchschnitt. Das in die Jahre gekommene Haus müsse dringend modernisiert werden, sagt Schwark.

■ Herrenhäuser Gärten: Ganze 100.000 Besucher haben die königlichen Gärten in diesem Jahr zusätzlich angezogen. Insgesamt 610.000 Gäste spazierten durch die barocken Rabatten. Von dem Besucheransturm dürfte auch das Schlossmuseum profitiert haben, schließlich ist der Eintritt in die Gärten fast nur in Kombination mit einem Museumsticket zu haben.

■ Kommunales Kino, Stadtbibliothek, Kubus und VHS: In diesen Einrichtungen blieben die Besucher- und Teilnehmerzahlen weitgehend stabil, trotz der Umbauten in vielen Stadtteilbibliotheken. 2015 zieht die VHS ans Hohe Ufer.

Aufregung in der Innenstadt am Mittwochmittag: Weil ein Brandmelder Alarm geschlagen hat, räumte die Feuerwehr das Gebäude von Primark. Zahlreiche besorgte Kunden mussten das mehrstöckige Gebäude verlassen.

17.12.2014

Der niedersächsische Finanzrichter Michael Balke ist mit seinem Eilantrag gegen die Ernennung von vier Bundesrichtern am Verwaltungsgericht Hannover gescheitert. Vor etwa einem Monat war die Ernennung vorläufig gestoppt worden.

17.12.2014
Stadt Hannover Verein „Der Schlüssel zum Islam“ - PayPal sperrt Salafisten das Konto

Der Verein „Der Schlüssel zum Paradies“ hat kein Glück beim Spendensammeln: Erst bekamen die Salafisten kein Bankkonto, um die Spenden für ihr religiöses Zentrum zu verwalten, dann mussten sie auf PayPal zurückgreifen. Aber der online-Bezahldienst hat das Konto nach Berichten jetzt gesperrt.

17.12.2014