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Stadt Hannover Beziehung mit 13-Jähriger endet vor Gericht
Aus der Region Stadt Hannover Beziehung mit 13-Jähriger endet vor Gericht
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09:29 21.01.2017
Von Michael Zgoll
Quelle: dpa (Symbolbild)
Hannover

Für einen jungen Vietnamesen, der seit 2008 in Deutschland lebt, ist die Liebesbeziehung zu einer 13-jährigen Schülerin in einer persönlichen Katastrophe gemündet. Das Amtsgericht Hannover hat den 27-Jährigen jetzt wegen zweifachen schweren Missbrauchs in einem minderschweren Fall zu einer Bewährungsstrafe von anderthalb Jahren verurteilt. Außerdem muss der Täter befürchten, zeitnah in sein Heimatland abgeschoben zu werden – seine Aufenthaltsgenehmigung läuft Ende dieses Monats ab.

Mädchen sah älter aus

Der 27-jährige Van Do N. schlug sich schon seit Jahren als Koch in Asia-Imbissbuden durch, bezog auf Basis des Asylbewerberleistungsgesetzes auch staatliche Unterstützung. Im September 2015, so sein Verteidiger Holger Nitz, habe N. in einem Garbsener Imbiss gejobbt; dort lernte er die 13-Jährige kennen. Sie sah offenbar älter aus und behauptete, sie sei schon 15; der Koch aus Fernost wirkt hingegen deutlich jünger als 27.

Offenbar hatte das Mädchen Probleme in der Schule und mit seinen getrennt lebenden Eltern, daraus resultierte ein starkes Anlehnungsbedürfnis. „Sie suchte den Kontakt zu meinem Mandanten“, erläuterte Nitz. Der damals 26-Jährige erwiderte ihre Gefühle, es gab mehrfach sexuelle Kontakte. Dann bekam die Mutter des Mädchens Wind von der Beziehung, schickte dem Freund ihrer Tochter eine Whatsapp-Nachricht auf sein Handy. Sie wies N. darauf hin, dass seine Freundin erst 13 Jahre alt sei, und forderte ihn dringlich auf, den Kontakt mit dem halb so alten Mädchen abzubrechen.

Dies habe er auch vorgehabt, so sein Anwalt - doch verlebte N. noch ein letztes Wochenende mit seiner Freundin, bei dem die beiden erneut Sex hatten. Das wiederum brachte die Mutter dazu, den Mann anzuzeigen.

Angeklagter verschwunden

Doch kurz darauf verschwand der 26-Jährige für Monate von der Bildfläche. Im August 2016 wurde N. verhaftet und saß sechs Wochen in Untersuchungshaft. Inzwischen, so Nitz, habe sein Mandant eine Beziehung zu einer erwachsenen vietnamesischen Frau.

Die Staatsanwaltschaft forderte eine Bewährungsstrafe von 20, der Verteidiger von 15 Monaten. Das Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Maria Kleimann landete bei der Strafzumessung in der Mitte. Die Richterin betonte bei der Urteilsverkündung, dass es sich bei der Tat um ein schwerwiegendes Delikt handelt. „Das Mädchen war unter 14 Jahre alt und damit noch ein Kind“, sagte Kleimann. Und wer als Erwachsener eine sexuelle Beziehung zu einem Kind pflege, mache sich des Missbrauchs schuldig. Zugunsten des Angeklagten wirke sich aus, so die Vorsitzende, dass die Initiative zu der Liebesbeziehung offenbar von dem Mädchen ausgegangen war und die Sexualkontakte freiwillig waren.

Zu den Bewährungsauflagen des rechtskräftigen Urteils zählt, dass N. nun 200 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten muss. Sollte er abgeschoben werden, ist diese erzieherische Maßnahme jedoch hinfällig.

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