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Stadt Hannover Zahl der Temposünder hat sich verdoppelt
Aus der Region Stadt Hannover Zahl der Temposünder hat sich verdoppelt
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00:15 26.12.2016
Von Andreas Schinkel
Ertragreich: Da der Blitzer an der Bornumer Straße noch relativ neu ist, wurden hier viele Tempoverstöße registriert.  Quelle: Jan Philipp Eberstein 2016
Hannover

In diesem Jahr sind auf Hannovers Straßen deutlich mehr Raser erwischt worden als 2015. Die Blitzer im Stadtgebiet lichteten rund 125.500 Fahrzeuge ab. Im Vorjahr waren es mit 64.500 Temposündern etwa halb so viele. Der Grund für den rapiden Anstieg liege darin, dass in diesem Jahr drei neue Blitzanlagen hinzugekommen seien, sagt Stadtsprecher Udo Möller. An der Bornumer Straße, an der Friedrich-Ebert-Straße und an der Vahrenwalder Straße hat die Stadt neue Geräte installiert.

„Erfahrungsgemäß wird sich der Effekt im nächsten Jahr wieder abschwächen, wenn die drei Standorte bekannter geworden sind“, sagt Möller. Die übrigen Blitzer im Stadtgebiet hätten ähnlich viele Temposünder registriert wie im vergangenen Jahr.

Bei den Rotlichtverstößen zeichnet sich dagegen ein leichter Rückgang ab. 10.500 Fahrzeuge wurden in diesem Jahr dabei geblitzt, als sie bei Rot über die Ampel fuhren. Im vergangenen Jahr waren es 13.100. Spitzenwerte bei den Tempoverstößen waren in diesem Jahr 160 Kilometer pro Stunde auf der Vahrenwalder Straße und 161 auf dem Westschnellweg. Im vergangenen Jahr war ein Raser auf dem Westschnellweg mit Tempo 177 erwischt worden.

4,63 Millionen Euro Bußgeld in die Stadtkasse 

Die unterm Strich hohe Zahl der Geschwindigkeitsüberschreitungen 2016 schlägt sich auch auf der Einnahmeseite nieder. Bisher sind rund 4,63 Millionen Euro Bußgeld in die Stadtkasse geflossen. Im Vergleichszeitraum 2015 lagen die Einnahmen bei etwa 2,49 Millionen Euro. Eingerechnet sind alle städtischen Blitzer sowie die mobilen Anlagen der Polizei.

Hannovers Verwaltung betont, dass es ihr nicht um zusätzliche Erträge für den angespannten Haushalt gehe, sondern um Verkehrssicherheit. „Die Anlagen sind ausnahmslos an Stellen installiert, an denen häufig Verstöße festgestellt werden“, sagt Stadtsprecher Möller. Bei der Frage, wo ein Blitzer sinnvoll sei, werde stets auch mit der Polizei gesprochen. So seien die drei neuen Blitzer an Unfallschwerpunkten und an Stellen montiert worden, wo häufig mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren werde. „Die Zahl der Verstöße zeigt deutlich, dass eine Überwachung notwendig ist und der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer dient“, sagt Möller.

Zugleich gibt die Stadt zu bedenken, dass den Einnahmen ein „erheblicher Kostenaufwand“ gegenüberstehe. Die Blitzanlagen müssten beschafft und gewartet werden, es entstünden Personal- und Sachkosten, um die Bußgeldverfahren zu bearbeiten.

Insgesamt hat die Stadt Hannover an zehn Standorten feste Blitzer installiert, zudem gibt es drei sogenannte Kombianlagen, etwa an der Bornumer Straße. Sie messen nicht nur die Geschwindigkeit, sondern lösen auch aus, wenn ein Auto bei Rot über die Ampel fährt. Zudem stehen der Stadt zwei mobile Blitzer zur Verfügung.

Hier wird geblitzt:

Beschädigter Blitzer wird installiert

Drei neue Blitzer hat die Stadtverwaltung in diesem Jahr aufgestellt, einer ist schon außer Betrieb. Den neuen Tempomesser in der Vahrenwalder Straße hat ein Autofahrer Anfang November bei einem Unfall schwer beschädigt, der Blitzer musste entfernt werden. Eine Tempokontrolle findet jetzt nur noch in der Gegenrichtung (stadtauswärts) statt. Das ausgefallene Gerät soll jedoch nach Angaben der Stadt so bald wie möglich ersetzt werden. Der Unfallfahrer war vormittags auf der Vahrenwalder Straße unterwegs, als er plötzlich von der Fahrbahn abkam und gegen den Blitzer sowie zwei Bäume prallte. Erst auf der entgegengesetzten Fahrspur kam er zum Stehen. Der Blitzkasten wurde aus der Verankerung gerissen und verletzte einen Fußgänger, der zum Unfallzeitpunkt auf dem Grünstreifen in der Mitte der Vahrenwalder Straße stand. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Für das kommende Jahr hat die Stadt nicht geplant, weitere Blitzer auf Hannovers Straßen zu installieren.

Parkärger in der Südstadt: Die Anwohner der Kortumstraße in Hannover sind sauer. Erst baut die Stadt etwas, das verdächtig nach Parkstreifen aussieht – und dann verteilt sie Knöllchen, wenn jemand dort parkt.

Mathias Klein 25.12.2016

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