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Stadt Hannover Brautpaar bittet Gäste um Spenden für Flüchtlingshelfer
Aus der Region Stadt Hannover Brautpaar bittet Gäste um Spenden für Flüchtlingshelfer
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07:14 24.06.2017
Von Simon Benne
„Werbung, die kaum zu bezahlen ist“: Bilder von der Hochzeit – hier das Herrenhäuser Galeriegebäude – sollen um die Welt gehen. Quelle: Dirk Bethge (Archiv)
Hannover

Ein paar Hundert Empfänger haben Post bekommen. Auch zahlreiche Hannoveraner zählen nun zum erlesenen Kreis derer, die bei der Party des Jahres dabei sein dürfen: Ernst August Erbprinz von Hannover und Ekaterina Malysheva haben die Einladungen für ihre Hochzeit Anfang Juli verschickt - und dabei ein bemerkenswertes politisches Statement abgegeben.

Probe sitzen in der Kutsche

Das Brautpaar bereitet sich derzeit intensiv auf die Feier vor; zuletzt wurde es in Lokalen in Herrenhausen und im Landgestüt Celle gesehen, wo beide in der Hochzeitskutsche probe saßen. Die Hochzeit in Marktkirche und Galeriegebäude soll stilvoll über die Bühne gehen. Der Dresscode sieht Cutaway oder dunklen Anzug für Herren vor sowie „formelle Tagesgarderobe für Damen, wahlweise Hut“. Gäste werden gebeten, keine Bilder und Informationen von der Feier in Sozialen Medien zu verbreiten - es soll diskret zugehen.

„Für Hannover ist diese Hochzeit dennoch eine Werbung, die kaum zu bezahlen ist“, sagt Tourismuschef Hans Nolte: Medien würden anlässlich der einzigen großen Adelshochzeit des Jahres schöne Bilder von der Marienburg und Herrenhausen in aller Welt verbreiten: „Das ist ein Segen für uns.“

Anstelle von Geschenken bittet das Brautpaar um Hilfe für eine lokale Einrichtung mit globaler Tragweite: Gäste sollen etwas für den Unterstützungskreis Flüchtlingsunterkünfte Hannover e.V. spenden. „Es gibt in Deutschland unterschiedliche Meinungen, ob es eine gute Idee war, in den letzten paar Jahren die Zuwanderung von weit über einer Million Flüchtlinge zuzulassen“, heißt es in der Einladung. „Ob es aber ein Erfolg wird, hängt ganz davon ab, wie gut diese Menschen integriert werden können.“ Und: „Ohne die vielen Freiwilligen würde das System zusammenbrechen.“

Integrationsbeauftragte Doris Schröder-Köpf dankte dem Brautpaar als Schirmherrin des Unterstützungskreises: „Es freut uns sehr, dass sie am schönsten Tag ihres Lebens jene nicht vergessen, die Habe und Heimat verloren haben.“

Ernst August war vor einigen Wochen auf die Helfer zugekommen. Er besuchte das Büro des Unterstützungskreises und informierte sich über die Arbeit der Einrichtung. „Es war ein sehr angenehmes Gespräch“, sagt Renée Bergmann, die Vorsitzende des Vereins. Und so ist es gut möglich, dass zum Unterstützerkreis des Unterstützungskreises nun bald das spanische Königshaus oder Promis wie Kate Moss gehören. „Was genau wir mit dem Geld tun, werden wir mit dem Brautpaar noch besprechen“, sagt Bergmann. „Sicher ist, dass es Flüchtlingen zugute kommt.“

Seit vier Wochen dürfen Muslime von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang weder essen noch trinken. Zigaretten rauchen ist ebenfalls tabu. Am Sonnabend endet der Fastenmonat. Ein Besuch in der Sami-Moschee – wo Gäste und Gemeindemitglieder zusammen das Fastenbrechen zelebrieren.

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