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Stadt Hannover Behördengänge wieder ohne Termin möglich
Aus der Region Stadt Hannover Behördengänge wieder ohne Termin möglich
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00:16 16.12.2017
Kämmerer Axel von der Ohe lässt im Bürgeramt Mitte am Aegi wieder Behördengänge ohne vorherige Terminabsprache zu.  Quelle: (c) www.photos24.de
Hannover 

 Eigentlich sollen die Hannoveraner Ämter nur nach Terminabsprache aufsuchen. Wartemarken ziehen und Ausharren, ist altes Denken.  Doch jetzt rückt die Stadtverwaltung von diesem Grundsatz zumindest in Teilen ab. „Es gibt Kunden, die ohne Termin kommen wollen, und denen die Wartezeit gleichgültig ist“, sagt Kämmerer Axel von der Ohe am Mittwoch im Finanzausschuss. Für solche Kunden mache die Stadt jetzt ein „ergänzendes Angebot“. 

Die Bürgerämter am Aegidientorplatz und im Podbi Park dürfen Hannoveraner wieder ohne Terminabsprache aufsuchen –  mit dem Risiko, dass sie lange warten müssen oder gar nicht mehr an die Reihe kommen. Das bedeutet weiterhin, dass die alten Wartemarkenautomaten voraussichtlich wieder angeschraubt werden. Bereits ab Montag, 18. Dezember, gilt das neue, alte Angebot.

Terminvergaben per Mausklick am Computer oder per Telefon hatte von der Ohes Vorgänger, Marc Hansmann, eingeführt. Stundenlanges Ausharren auf Plastikstühlen im Amt sollte der Vergangenheit angehören. Hansmann schwebte ein neuer Brügerservice vor, der vor allem über den Computer funktionieren sollte.  Anfangs klappte es tatsächlich mit den Online-Terminvergaben. Die Wartenschlangen in hoch frequentierten Behörden wie der Kfz-Zulassungstelle verschwanden. Dennoch regte sich Kritik. Seniorenverbände gaben zu bedenken, dass ältere Menschen mit Computern nicht viel anfangen könnten und den zwanglosen Gang zum Amt bevorzugten.

Bürgeramt Mitte zieht nicht um

Das Bürgeramt Mitte ist erst kürzlich von der Leinstraße zum Aegidientorplatz gezogen und soll voraussichtlich in den Räumen der ehemaligen Sparkasse bleiben. Das lässt Kämmerer Axel von der Ohe am Mittwoch im Finanzausschuss durchblicken. Ursprünglich war geplant, dass das Bürgeramt im neuen Verwaltungszentrum am Schützenplatz untergebracht wird, wenn dieses im nächsten Jahr fertig wird.

„Unserer Beschäftigten arbeiten gern in den neuen Räumen am Aegi, und auch die Kunden schätzen den Standort“, sagt von der Ohe. Die Lage sei geradezu prädestiniert für das Bürgeramt Mitte. „Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass der Standort erhalten bleibt“, sagt der Kämmerer. 

Die Ratspolitik plädiert schon lange dafür, dass Hannovers zentraler Behördenservice an zentraler Stelle bleibt. Das neue Verwaltungszentrum am Schützenplatz sei mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwieriger erreichbar, heißt es aus der Politik.

Am Schützenplatz baut die städtische Immobiliengesellschaft Hanova derzeit einen neuen Behördenkomplex. Er soll Ende 2018 fertig sein. Dort soll neben der Kfz-Zulassungsstelle die Ausländerbehörde, das Fundbüro und etliche weitere Abteilungen untergebracht werden. asl

Später traten auch bei der Online-Reservierung Probleme auf. Bürger mussten immer länger auf den nächstmöglichen Termin warten, manchmal bis zu sechs Wochen. Telefonisch waren manche Behörden kaum mehr erreichbar. Das lag vor allem an personellen Engpässen.

„Wir stellen in den kommenden Monaten neun zusätzliche Mitarbeiter ein“, kündigt von der Ohe jetzt an. Auch habe er mehrere Stadtbeschäftigte aus anderen Behörden in verschiedene Bürgerämter versetzt, damit diese wieder telefonisch erreichbar sind. Die Wartezeit auf Termine habe sich spürbar verkürzt. 

Schnelle Dienste dürfen Bürger künftig ebenfalls ohne Terminabsprache in Anspruch nehmen. Wer Meldebescheinigungen braucht, ein Führungszeugnis beantragen will oder eine Auskunft aus dem Gewerbezentralregister braucht, kann direkt zum Schalter gehen. 

Langfristig hält von der Ohe aber ebenso wie sein Vorgänger am digitalen Wandel fest. „Wir arbeiten daran, dass noch mehr Behördenangelegenheiten über das Smartphone abgewickelt werden können“, sagt er. 

Von Andreas Schinkel

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