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Stadt Hannover "Hannover ist die Königin der B-Städte"
Aus der Region Stadt Hannover "Hannover ist die Königin der B-Städte"
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00:15 02.10.2016
Von Juliane Kaune
Symbol für den Boom: Das Lister Dreieck auf dem alten ZOB. Quelle: Archiv
Hannover

Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einer Steigerung von 7 Prozent, gegenüber dem Jahr 2013 sogar um 19 Prozent. Der Grund dafür ist eine weitere erfreuliche Entwicklung: Die Zahl der Menschen, die aktuell in Hannover ihren Arbeitsplatz in einem Büro haben, ist binnen sechs Jahren stetig gestiegen – um 17 600 auf heute 175 000 Beschäftigte. Mit gut fünf Millionen Quadratmetern Fläche zählt die Region Hannover laut Franz zu den wichtigsten deutschen Immobilienmärkten in der Bürobranche; allein 4,6 Millionen Quadratmeter entfallen dabei auf die Landeshauptstadt.

„Hannover ist die Königin der B-Städte“, sagt Andreas Schulten. Der Immobilienexperte von der Beratungsfirma Bulwien-Gesa, die den Bericht alljährlich zusammen mit der Stadt, der Region und 18 Unternehmen für die gesamte Immobilienbranche erstellt. Schulten meint damit, dass die niedersächsische Landeshauptstadt auf dem Bürosektor im Vergleich zu sogenannten A-Städten wie Hamburg, München, Berlin und Köln zwar nicht mithalten kann. Dafür habe sich die Stadt aber gemessen an Städten wie Bremen, Dortmund, Nürnberg oder Stuttgart hervorragend entwickelt.

Ein Zeichen für die Attraktivität des Standorts sei auch die jüngste Zusage des Continental-Konzerns, seinen Unternehmenssitz in Hannover zu belassen und bis 2020 am Pferdeturm eine neue Zentrale zu bauen, erklärt Schulten. Als ein weiteres wichtiges Projekt hob er die Bedeutung des sogenannten Lister Dreiecks mit rund 25 500 Quadratmetern Bürofläche hervor: Auf dem Grundstück des alten ZOB lässt die Deutsche Bahn AG von dem Essener Unternehmen Kölbl Kruse eine neue Zentrale erbauen.

Die steigende Nachfrage nach Büroflächen zieht auch steigende Mieten nach sich: Die Spitzenmiete lag Ende vergangenen Jahres bei 14,80 Euro pro Quadratmeter, im Citybereich mit 15 bis 18 Euro pro Quadratmeter sogar noch deutlich darüber – wenn es sich um sehr gute Neubauobjekte und topsanierte Flächen handelte. Der Leerstand, der vor allem ältere Gebäude betrifft, liegt bei 5,2 Prozent.

Logistikimmobilien: Auch Logistikunternehmen zieht es die Region Hannover: 2015 wurden 175 000 Quadratmeter Hallenfläche verkauft oder gebaut – 25 Prozent mehr als 2014. Dennoch sind das deutlich weniger als im Durchschnitt dervorherigen Jahre. Der Grund: Das Angebot ist beschränkt, es mangelt an sofort bebaubaren Gewerbeflächen oder bezugsfertigen Logistikzentren. Konkret in Planung sind laut Franz rund 150 Hektar. Darüber hinaus gibt es in der Region noch 115 Hektar Entwicklungsflächen.

Vor allem der Onlinehandel und logistische Industriedienstleister setzen auf die Region Hannover als Standort. Größter Einzelvertrag war 2015 die Anmietung einer rund 40  000-Quadratmeter-Immobilie im Güterverkehrszentrum Lehrte durch den Logistikspezialisten Fiege. Bis 2017 plant Fiege zudem den Neubau einer 40  000 Quadratmeter großen Halle in Burgwedel.     

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