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Stadt Hannover Bundesverdienstkreuz für ehemalige DRK-Präsidentin
Aus der Region Stadt Hannover Bundesverdienstkreuz für ehemalige DRK-Präsidentin
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00:17 25.01.2017
Von Andreas Schinkel
Madeleine von Rössing wird für ihr jahrelanges Engagement geehrt. Quelle: von Ditfurth
Hannover

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) war so etwas wie eine zweite Familie für die 76-Jährige. Zuletzt hat sie acht Jahre dem hannoverschen DRK-Regionsverband als Präsidentin vorgestanden. Am Montag bekommt sie das Bundesverdienstkreuz verliehen - für etwas, das sie als selbstverständliche Pflicht angesehen hat. „Aber das ehrenamtliche Engagement geht zurück. Ich mache mir große Sorgen um das DRK“, sagt von Rössing.

Seit 50 Jahren aktiv

Der Name von Rössing ist im südlichen Umland Hannovers nicht unbekannt. Ein Dorf trägt den Namen der alteingesessenen Adelsfamilie. Mitten im Dorf Rössing erhebt sich der Familiensitz, ein kleines Schloss aus dem 16. Jahrhundert, umgeben von einem Wassergraben. „Die Treppenstufen im Turm sind noch handgeschnitzt“, sagt von Rössing. Diese Stufen erklimmt die 76-Jährige im Laufschritt. Bis vor Kurzem hat sie noch Gymnastikkurse für Senioren gegeben. Vier Kinder hat sie zur Welt gebracht, zehn Enkel zählen inzwischen zum Familienkreis.

1978 begann von Rössing ihre Karriere beim DRK, ganz bescheiden im Ortsverein ihres Dorfes. „Damals gab es für eine Frau wie mich nur zwei Möglichkeiten: ins DRK einzutreten oder sich bei den Landfrauen zu engagieren“, erzählt sie. Beim Roten Kreuz ließ sie sich zur Gymnastiklehrerin ausbilden, später kamen noch Übungen im Wasser dazu. „Bei der Wassergymnastik wollten damals noch viele Männer mitmachen, das ist ja heute nicht mehr so“, sagt sie lächelnd. Auch habe sie auf Wunsch ihrer männlichen Teilnehmer streng darauf achten müssen, dass Frauen und Männer getrennt unterrichtet werden.

Zudem hat von Rössing einen Besuchsdienst für ältere und gehbehinderte Menschen gegründet. „Wir sind nicht einkaufen gegangen, das haben die Angehörigen übernommen, aber die älteren Menschen wollten mal etwas hören, ein bisschen Dorftratsch“, sagt sie. Heute seien Ältere deutlich mobiler, Dank der Erfindung des Rollators.

Anfang der Achtzigerjahre stieg von Rössing in den Vorstand des Kreisverbands Springe auf. Später, als die vielen kleinen Vereine zum großen Regionsverband fusionierten, wurde sie zur Präsidentin gewählt. 2016 übernahm Thomas Decker den Staffelstab. Zu Ehren der scheidenden Präsidentin organisierte das DRK im September ein Konzert des Polizeiorchesters Niedersachsen im Theater am Aegi. Alle Plätze waren besetzt. Mehr als 10 000 Euro Spenden kamen zusammen. „Ein wunderschöner Abend und eine große Ehre für mich“, sagt von Rössing.

Der Blick in die Zukunft bleibt für die große Dame des hannoverschen DRK nicht ungetrübt. Immer weniger Menschen seien bereit, Aufgaben ehrenamtlich zu übernehmen, meint sie. „Die meisten fragen: Was bekomme ich dafür?“ Das liege auch daran, dass der berufliche Druck steige. Frauen müssten Job und Familie unter einen Hut bringen. „Vielen reicht es, wenn sie Spenden geben“, sagt von Rössing. Das sei zwar zu begrüßen, aber letztlich lebe eine Organisation wie das DRK von der tätigen Hilfe des Einzelnen - auch in Zukunft.

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