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Stadt Hannover Fotografen aus Hannover stellen eigene Zeitung vor
Aus der Region Stadt Hannover Fotografen aus Hannover stellen eigene Zeitung vor
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11:00 17.03.2019
In ihrem gemeinsamen Atelier, einer ehemaligen Schildfabrik am Goethekreisel, stellen Fotografen vom Goethe Exil ihre Zeitung „Butjer“ vor. Quelle: Foto: Katrin Kutter
Hannover

Im Goethe-Exil haben sie Lust auf Zeitung. Das zeigt schon der Eingangsbereich der ehemaligen Schilderfabrik am Goethekreisel, in der sich eine Gruppe von Fotografen ein Atelier eingerichtet hat. Denn die Wände direkt hinter der Tür sind über und über mit Zeitungsseiten tapeziert, aus HAZ, Neuer Presse und der Wochenzeitung „Zeit“. Manche Seiten sind gerade ein paar Wochen alt, andere haben vermutlich schon Jahre lang im Keller auf den nächsten Umzug gewartet.

Zehn Fotoserien auf 68 Seiten

Natürlich können die Kreativen vom Goethe-Exil noch viel mehr als nur Altpapier an die Wand kleistern – Anfang des Monats haben sie eine eigene Zeitung herausgebracht. „Butjer“ haben sie die genannt, so wie Hannoveraner früher die Zugereisten nannten. Zehn Fotografen haben daran gearbeitet und jeweils eine Fotoserie zu dem 68 Seiten starken Blatt beigesteuert. Am Sonnabend haben sie zu Kaffee und Kuchen in ihr Exil eingeladen, um die Zeitung vorzustellen.

Die Serien sind ganz unterschiedlich. Rafael Heygster hat Jugendliche porträtiert, die sich auf dem Opernplatz treffen. Moritz Küstner hat dagegen die Motoballmannschaft in Seelze besucht. „Wir sind alle oft international unterwegs und wollten einfach mal etwas über unsere Stadt machen“, sagt Fotograf Kai Löffelbein. Um die Geschichten schließlich auch in der Stadt möglichst weit verbreiten zu können, haben sie sich für eine Zeitung entschieden. Seit gut einer Woche liegt „Butjer“ in Cafés, Schwimmbädern und Friseuren aus – nicht nur in der „Linden-Blase“, wie Löffelbein sagt. „Wir waren auch in Stadtteilen, deren Namen wir vorher gar nicht kannten“, sagt er.

„Zugang ist einfacher“

„Das ist noch mal anders als ein Buch oder eine Kunstausstellung – der Zugang ist einfacher“, sagt Karen Fromm, Fotojournalismusprofessorin an der Hochschule Hannover. Sie freut sich, dass sich im Goethe-Exil eine Gruppe aus ihren aktuellen und ehemaligen Studenten gefunden hat – und ebenso sehr freut sie sich über die Hannover-Geschichten. „Es ist interessant, sich auch mal mit dem Ort zu beschäftigen, wo man lebt und angekommen ist“, sagt sie.

Eine zweite Ausgabe ist bisher nicht geplant, den Großteil der 10.000 Zeitungen haben die Fotografen auch bereits in Cafés, auf Märkten und anderswo verteilt. Den Rest bringen sie in den kommenden Tagen an die Leute. Und sollte eine Ausgabe übrig bleiben, findet sich an den Wänden im Eingangsbereich sicher noch ein Platz dafür.

Weitere Infos unter butjer-zeitung.de.

Von Johanna Stein

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