Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover Medizinische Hochschule schafft 50 neue Studienplätze
Aus der Region Stadt Hannover Medizinische Hochschule schafft 50 neue Studienplätze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:26 06.02.2019
Hauke Thiesler (links) unterrichtet angehende Mediziner im ersten Studienjahr – künftig müssen mehr Studenten in den Räumen auf dem Campus Platz finden. Quelle: Moritz Frankenberg
Hannover

Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) wird die Zahl ihrer Studienplätze deutlich ausweiten. Bisher starten dort jedes Jahr 270 angehende Mediziner in ihr Studium – zum Wintersemester 2020/21 soll die Zahl bei 320 liegen. Darauf hat sich die Hochschulklinik mit dem niedersächsischen Wissenschaftsministerium verständigt. Beide reagieren damit vor allem auf den Ärztemangel. Im Zuge der breiten öffentlichen Debatte über eine höhere Zahl von Medizinstudienplätzen seien die 50 neuen Plätze an der MHH ein weiterer wichtiger Schritt, sagt Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU).

Thümler und der neue MHH-Präsident Prof. Michael Manns stellten die Pläne zum Ausbau der Studienplatzkapazitäten am Mittwoch gemeinsam vor. Es seien dafür „gravierende Umstrukturierungsmaßnahmen unter Wahrung der Qualität des Studiums“ nötig, erklärt Manns. Doch er zeigt sich zuversichtlich, die gesteckten Ziele zu erreichen – obwohl es für die neuen Studienplätze kein zusätzliches Geld vom Ministerium geben wird.

Neue Studienstruktur

Aktuell studieren rund 2100 angehende Humanmediziner an der MHH. Fest steht, dass die derzeitigen Hörsaalkapazitäten nicht mehr ausreichen, wenn künftig jedes Jahr 50 Neuanfänger an den Campus kommen. Darum will die Hochschulklinik das Studium grundlegend neu organisieren. Es werde weniger Vorlesungen in großen Hörsälen geben und dafür mehr Unterricht in kleineren Gruppen sowie ein „Rotationsprinzip“ bei den Lehrveranstaltungen, erklärt Studiendekan Ingo Just. Zudem sollten mehr digitale Lernformen angeboten werden. „Und Dozenten werden mehr unterrichten müssen.“

Ein zentraler Punkt: Es muss auch genug Patienten für den Praxisunterricht der Studenten geben. Schwerstkranke und hochkomplexe Fälle, wie sie an der MHH die Regel sind, würden gerade Studienanfänger überfordern. Daher seien noch intensivere Kooperationen mit anderen Lehrkrankenhäusern oder auch mit niedergelassenen Praxen geplant, kündigt MHH-Präsident Manns an.

Neubaustandort soll Ende März feststehen

Wo der geplante Neubau des MHH-Zentralklinikums errichtet wird, entscheidet sich Ende März. Allerdings bekräftigt Wissenschaftsminister Björn Thümler, dass er den Standort am Stadtfelddamm favorisiert. Die Alternative, ein Neubau innerhalb des bestehendes MHH-Geländes an der Karl-Wiechert-Allee, sei zwar einfacher mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen. „Aber gerade in Zeiten, in denen wir über Feinstaub diskutieren, stellt sich die Frage, ob eine Klinik direkt an einer stark befahrenen Straße liegen sollte.“ Laut Thümler sind die Gutachten in der Standortfrage bereits fertig und werden nun ausgewertet. Für den Neubau will das Land eine Milliarde Euro bereitstellen. Es wird eine Baugesellschaft gegründet, der das Ministerium ebenso angehören soll wie die MHH. jk

Er betont, dass es nicht allein darum gehe, die Zielzahlen zu erreichen. Es sei auch nötig, das Studium stetig an die steigenden Anforderungen anzupassen. Dabei müsse eine breite allgemeinmedizinische Ausbildung ebenso berücksichtigt werden wie eine spätere komplexe Facharztausbildung.

200 neue Plätze landesweit

Landesweit schafft das Wissenschaftsministerium in den kommenden Jahren 200 neue Medizinstudienplätze, zunächst 40 an der Uni Oldenburg und 60 am Braunschweiger Campus des Universitätsklinikums Göttingen.

Von Juliane Kaune

Die Stadtwerke Enercity garantieren in ihrem Netzgebiet in Hannover und Teilen des Umlands eine Energieversorgung für Kunden des im Insolvenzverfahren steckenden Konkurrenten BEV aus München.

06.02.2019

Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag das Personal des Gepäckabfertigers Aviapartner am Flughafen Langenhagen zum Warnstreik aufgerufen. Am Morgen ist deshalb mit Verspätungen zu rechnen. Die Beschäftigten fordern bessere Arbeitsbedingungen und mehr Geld.

06.02.2019

Wer gut Erhaltenes zum Mitnahmen vors Haus stellt, kann bis zu 75 Euro Ordnungsgeld aufgebrummt bekommen – plus Entsorgungskosten.

09.02.2019