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Stadt Hannover Diese Autorin schreibt Krimi-Romane über Hannover
Aus der Region Stadt Hannover Diese Autorin schreibt Krimi-Romane über Hannover
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00:59 23.04.2018
Schreiben ist ihre Leidenschaft: Schulsekretärin und Autorin Claudia Rimkus mit ihrem neuen Hannover-Krimi „Eichengrund". Quelle: Katrin Kutter
Hannover

 Geschrieben hat sie schon als Schülerin gern. „Meine erste Geschchte habe ich sogar auf Englisch verfasst“, sagt Claudia Rimkus. Die Siebtklässlerin gab sie ihrer Englischlehrerin zu Korrigieren. Später stieg sie dann auf Deutsch um. Als junge Mutter verfasste sie für ihre Kinder, beide inzwischen längst erwachsen, Tagebücher aus deren Sicht. Zwei ihrer Geschichten erschienen als Fortsetzungsromane in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Jetzt hat die 61-Jährige, die als Schulsekretärin im Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium arbeitet, ein neues Buch veröffentlicht: „Eichengrund“ heißt der Hannover-Krimi, der sich um Mordfälle in der gleichnamigen Seniorenresidenz dreht und beim Gmeiner-Verlag erschienen ist. Gelöst wird der Fall von der rüstigen Rentnerin Charlotte Stern und einem Ermittlerteam um  den Kommissar Hannes Bremer. 

Ihre Geschichten spielen in Hannover

In Hannover ist sie geboren, im Stadtteil Bult wohnt sie. Ihre Heimatstadt eigne sich bestens für ihre Kriminalgeschichten, sagt Rimkus. „Früher habe ich immer gedacht, meine Geschichten müssten mindestens in Amerika spielen, aber hier kenne ich mich aus, Hannover hat viele schöne und spannende Ecken.“ Gern streut sich ein bisschen Lokalhistorie in ihre Geschichten ein, lässt ihre Leichen schon mal an bekannten Sehenswürdigkeiten auftauchen.

Wenn Rimkus eine Idee hat, dann schreibt sie erstmal los. Ein Kapitel lang. Die Seiten lässt sie dann von drei Freundinnen lesen. „Wenn die sagen, aufhören oder weitermachen, halte ich mich daran.“ Bislang haben ihre Erstleserinnen allerdings nie fürs Aufhören votiert, sondern immer fürs Weitermachen. 

Freundinnen rieten immer zum Weiterschreiben

Das erste Buch ist gedruckt, der zweite Fall von Charlotte Stern ist schon geschrieben und mit dem dritten hat Rimkus gerade begonnen. Sie schreibt jeden  Tag, „mindestens drei Sätze“, manchmal auch bis tief in die Nacht. Zwischen Schulsekretariat und Krimischreiben entspannt sich Rimkus mit Fotografie, am liebsten macht sie Aufnahmen in der Natur. Ihr Bild von der Scillablüte am Lindener Berg war gerade in 500.000facher Auflage im Kundenmagazin der Deutschen Bahn abgedruckt.

Vor knapp zwei Jahren – kurz bevor sie zu einer Kreufzfahrt aufbrechen wollte (“Die Koffer waren schon gepackt“) – erlitt sie einen Herzinfarkt. Das Wichtigste, woran sie nach dem Aufwachen im Krankenhaus denken konnte, war ein geplanter Termin mit der Cheflektorin vom Gmeiner-Verlag in Stuttgart. Den hat sie dann auch wahrgenommen, mitten in ihrer Reha, statt der angekündigten zwei Wochen brauchte die Lektorin nur eine Nacht Bedenkzeit, um Rimkus mitzuteilen, dass man das Buch verlegen werde. Die gute Nachricht teilte Rimkus auch gleich ihren Freundinnen mit, der Erfolg wurde mit einem Sekt gefeiert. Von dem Treffen mit der Lektorin hatte sie zuvor niemandem erzählt. 

Mit ihrer Schreiblust hat Rimkus schon ihren siebenjährigen Enkel angesteckt. Der Zweitklässer schreibt jetzt auch sein „erstes Buch.“ 

Von Saskia Döhner

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