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Cocktailbar Raschplatz Oase muss schließen

Angeblich zu laut Cocktailbar Raschplatz Oase muss schließen

Die Cocktailbar Raschplatz Oase muss wegen Lärmbelästigung schließen. Barbetreiber Massoud Kader erhielt eine fristlose Kündigung. Der 35-Jährige vermutet die Konkurrenz hinter dem Zwangsaus.

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Massoud Kader baut den letzten Rest seiner Oase ab.

Quelle: Samantha Franson

Hannover. Die erst im vergangenen Jahr eröffnete Cocktailbar Raschplatz Oase muss schließen. Der Grund sind Lärmbeschwerden. Der Vermieter schickte Barbetreiber Massoud Kader nun die fristlose Kündigung. „Das ist alles total schwachsinnig“, sagt der 35-Jährige. „Die Bar kam bei jedem gut an.“ Und die Oase habe obendrein auch noch den gesamten Platz verschönert. Kader vermutet eher die Konkurrenz hinter dem plötzlichen Zwangsaus.

„Am Raschplatz kann man sich über alles beschweren, aber nicht über die Lautstärke“, sagt Kader. Es habe im Vorfeld weder ein Gespräch mit dem Vermieter gegeben, noch habe es zuvor eine Abmahnung gegeben. Stattdessen soll sich vielmehr ein benachbarter Club beschwert haben. „Mit Falschbehauptungen gegenüber der Stadt, unserem Vermieter und imageschädigenden Aussagen gegenüber unseren Gästen“ habe sich dessen Betreiber „größte Mühe gegeben“, dass Kader aufgeben muss, schreibt er auf der Facebook-Seite der Oase.

Seitens der Stadt gebe es zumindest keine Auffälligkeiten am Raschplatz, heißt es auf Anfrage. „Wir wissen aber von der Gemengelage“, sagt Sprecher Udo Möller. „Es gibt offenbar Meinungsverschiedenheiten zwischen einzelnen Beteiligten.“ Beschwerden von Anwohnern wegen Lärmbelästigung seien bei der Verwaltung allerdings nicht aufgelaufen. Auch die Polizei hat diesbezüglich keine Erkenntnisse. Der Clubbetreiber, der sich mehrfach beschwert haben soll, war für die HAZ am Mittwoch nicht erreichbar.

Gut besuchte Bar

„Eigentlich belebt Konkurrenz das Geschäft“, sagt Barbesitzer Kader, der auch das Warm Up betreibt. Doch der Mitbewerber habe das offenbar anders gesehen. Kader habe bereits einen Anwalt eingeschaltet. „Es ärgert mich besonders für unsere Gäste“, sagt er. An guten Abenden seien zwischen 600 und 700 Menschen in der Oase gewesen. Er befürchte, dass sich stattdessen dort wieder die Trinkerszene versammele.

Am Mittwoch wurden die letzten Holzelemente entfernt, seitdem erinnert nichts mehr an die Cocktailbar. Immerhin: Massoud Kader hat bereits einen neuen Ort für die Oase gefunden. „Wir ziehen auf das Dach der Disco Ludwig“, sagt der 35-Jährige. In zwei Wochen soll an der Rundestraße die Wiedereröffnung gefeiert werden. „Das ist die einzige erfreuliche Nachricht an der ganzen Sache.“

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