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Stadt Hannover Das Aufräumen beginnt - jetzt kommen die Mücken
Aus der Region Stadt Hannover Das Aufräumen beginnt - jetzt kommen die Mücken
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20:02 31.07.2017
Das große Saubermachen: Im drei Tage lang gefluteten Volksbad Limmer reinigt Franziska Werner die Flächen am Beckenrand. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Doch das Hochwasser hat auch Auswirkungen auf das Tierreich. Die Rattenpopulation in der Kanalisation dürfte nach Angaben der Stadt deutlich dezimiert worden sein. Dafür rechnen Experten nun mit mehr Mücken.

10.000 Euro Schaden

Im zuletzt völlig überschwemmten Volksbad ist das braune Flutwasser „fast komplett abgelaufen“, sagt Bernd Seidensticker, Präsident des Wassersportfreunde von 1898. Probleme mache der Schlamm. Auch die Technik sei nass und zum Teil beschädigt. Der Schaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Am Wochenende will das Bad wieder öffnen.

Die Fußballer des SG Limmer müssen für ihr Training auf den Kunstrasenplatz auf dem Uni-Gelände ausweichen. „Der A-Platz ist schon trocken, wir warten, dass das Wasser vom B-Platz abfließt“, sagt der Leiter der Fußballsparte, Karl-Heinz Dohmeyer. Erst dann könne das Aufräumen beginnen. Bleibt das Wetter trocken, könnten die Kicker in einer Woche wieder auf heimischem Rasen trainieren.

Ob die Stadt die Vereine unterstützen wird, ist offen. „Bislang ist nicht bekannt, ob und in welcher Form Hilfen bereitgestellt werden“, sagt Stadtsprecherin Michaela Steigerwald. Parallel dazu warnt das Gesundheitsamt vorerst vor dem Schwimmen in den Badeteichen. Die Überschwemmungen hätten die Wasserqualität beeinträchtigt.

Bessere Nachrichten gibt es für Autofahrer. Die Klappenburgbrücke zwischen Stöcken und dem Seelzer Ortsteil Letter ist wieder frei, ebenso Brück- und Dorfstraße im Süden. Nur die Wilkenburger Straße zwischen Wülfel und Hemmingen bleibt bis mindestens Dienstag gesperrt. Das Wasser steht noch halbseitig auf der Straße, in der Gegenrichtung wird seit Montag der Radweg erneuert.

Tierwelt beeinträchtigt

In einigen Stadtteilen sind vermehrt Ratten beobachtet worden. „Sie flüchten vor den Überschwemmungen“, sagt Professor Michael Fehr, Direktor der Klinik für Heimtiere, Reptilien und Vögel an der TiHo. Eine Rattenplage stellten die Tiere aber nicht da, sagt Stadtsprecherin Steigerwald. Im Gegenteil: „Durch das Hochwasser sind in Hannover zahlreiche Ratten ertrunken.“

Dagegen seien die Hochwassergebiete für Stechmückenlarven ein idealer Nährboden, sagt TiHo-Klinikdirektor Fehr. „Sie werden sich schnell vermehren. Die Nachteile der Flut für uns sind für viele Tiere ein Vorteil.“

Am Ricklinger Deich muss nachgebessert werden

Das jüngste Hochwasser war der erste Härtetest für die neu errichteten Hochwasserschutz-Bauwerke. Und es gibt Verbesserungspotenzial: Am Kneippweg in Ricklingen drückte das Wasser hinter dem Deich durch die Kanalisation nach oben, weil eine entsprechende Rückschlagklappe nicht eingebaut wurde. „Einige Einrichtungen müssen optimiert beziehungsweise angepasst werden“, bestätigt Stadtsprecherin Michaela Steigerwald. Der jetzige Hochwasserschutz habe die vorherigen Verhältnisse verändert. „Wie genau, dafür lagen bisher noch keine Erfahrungswerte vor.“ Alle Hochwasserschützer würden sich nach der Flut zusammensetzen und ihre Erfahrungen für die Zukunft austauschen.
Baubeginn für das neue Schieberbauwerk am Deich werde am 1. März sein. Bis dahin werde die Stadtentwässerung das hinter den Deich drückende Wasser stets abpumpen. Dies geschah auch bei der aktuellen Flut. Die Pumpen sollen am Dienstag verschwinden.     

Von Linda Tonn und Peer Hellerling

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