Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Stadt Hannover So schreiben ausländische Blogger über Hannover
Aus der Region Stadt Hannover So schreiben ausländische Blogger über Hannover
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:29 18.07.2017
Der Blick vom Rathaus ist für Touristen Pflicht. Doch was gibt es sonst noch in Hannover? Quelle: Michael Thomas/Montage
Hannover
Auf dem Roten Faden durch Hannover: Die kanadische Reisebloggerin Katie Matthews posiert vor der Marktkirche. Quelle: Geoff Matthews/wandertooth.com

Wer seinen Jahresurlaub in die Hand nimmt und eine Reise nach Deutschland plant, wird Hannover nicht unbedingt als Ziel Nummer eins auf seine Liste setzen. Doch immer wieder treibt es ausländische Touristen in die niedersächsische Landeshauptstadt. Manche haben wenig Zeit, weil sie hier nur einen Zwischenstopp machen. Andere bleiben mehrere Tage. In zahlreichen Blogs berichten sie über ihre Erlebnisse. 

Einen wahren Liebesbrief geschrieben hat die US-amerikanische Fitnesstrainerin und Autorin Elizabeth Rae Kovar. In ihrem "Last Letter to Hannover" verabschiedet sich Kovar nach einem mehrmonatigen Aufenthalt von der Stadt. Nach einer unterkühlten Eingewöhnungsphase ("Niemand lächelt oder sagt 'Danke', wenn man ihm die Tür aufhält") beschreibt die Autorin ihre Liebe zu Hannover: Vom FFK-Bereich an den Kiesteichen über ausgedehnte Spaziergänge bis zu den vielen Konzertlocations schwärmt Kovar von Hannover.

Außerdem lobt sie die relativ niedrigen Lebenshaltungskosten: "The city is affordable. Not everything is commercialized. You don’t have to pay $3,000 to live in a nice flat without worrying about your ceiling leaking or pay $3.00 for an avocado." ("Die Stadt ist erschwinglich. Man muss nicht 3000 Dollar bezahlen, um in eine schöne Wohnung zu beziehen und sich um kaputte Hausdecken Sorgen zu machen oder drei Dollar für eine Avocado zu bezahlen.)  Lesen Sie hier den Blogeintrag im Original.

"This is the drinking part"

16 europäische Länder hat ein australischer Motorradfahrer bereist - und dabei auch in Hannover für zwei Tage haltgemacht. Eine der ersten Beobachtungen auf MF's Bike Travel Blog: Die Hannoveraner trinken Bier in der Öffentlichkeit. Bei seiner Reise im August letzten Jahres scheint der Blogger auf das Maschseefest geraten zu sein: "There was a festival at huge lake. (...) This is the drinking part. There would have been 70.000 to 80.000 people there and not one person over 18 didn't have an alcoholic drink in their hand, or two."

Auch ins Steintorviertel hat es den Biker verschlagen - zum Essen. "A little earlier today I went for a walk to find lunch and found (accidently) the red light district......I stayed for an hour, there was a Turkish restaurant that had the best lamb pide..even better than Sofra in Toowoomba. Ate and got the hell out of there (no pics)." Vor allem die türkische Spezialität Pide lobt der Biker über den grünen Klee. Die sei am Steintor viel besser als in seiner australischen Heimatstadt Toowoomba. Eine geschlagene Stunde hat der Biker am Steintor verbracht - angeblich nur zum Essen. Den Blogeintrag gibt es hier zum Nachlesen. Die Hannover-Erfahrung sind unter Tag 33 und 34 zu finden.

Die kanadischen Blogger von wandertooth leiten ihren Bericht mit einer Beichte ein: Hannover? Nie gehört. Trotz des offensichtlich miserablen Wetters bei ihrem Besuch im Oktober scheint das Weltenbummlerpaar eine gute Zeit gehabt zu haben: Geoff and Katie Matthews schwärmen vom Ausblick vom Neuen Rathaus und lassen sich im Leibnizhaus etwas Nachhilfe in Mathematik geben.

Auf dem Roten Faden durch Hannover: Die kanadische Reisebloggerin Katie Matthews posiert vor der Marktkirche. Quelle: Geoff Matthews/wandertooth.com

Auf dem „Roten Faden“ geht es weiter durch die Stadt. Kurz vor dem Bahnhof werden sie dann doch stutzig: Was singt denn da? Zum Abschluss ihres Besuchs haben die Kanadier den singenden Gulli („singing sewer“) entdeckt. Hier geht's zum Blogpost auf Englisch.

Besuch mit Vorurteilen

Nur Schlechtes habe der renommierte Reiseblogger Kash Bhattacharya vor seinem Besuch über Hannover gehört. "Ich wurde vorher gewarnt - von den Deutschen selbst" - so beginnt sein Eintrag. Die nächsten 48 Stunden in Hannover werden Bhattacharya umstimmen: Fleißig durchkämmt der Blogger die Stadt und hat schnell sein Lieblingsgebäude gefunden: Das Teestübchen in der Altstadt.

Im Folgenden wird aus dem Rundgang schnell eine kulinarischer Spaziergang: Ein Bier im Centrum in Linden, ein Streuselkuchen, der Probleme bei der Aussprache bereitet ("mouthful in itself to pronounce"), Bratwurst in der Markthalle, Vietnamesisch bei Street Kitchen an der Limmerstraße und so weiter. Nach zwei Tagen zieht der Blogger ein versöhnliches Fazit: "Hanover, I must conclude was far from dull." - Hannover ist alles andere als trüb. 

Auch die britische Zeitung Independent empfiehlt einen Besuch in Hannover. Der Autor gibt Tipps für einen 48-Stunden-Trip und rät vor allem zu einem Besuch in den Herrenhäuser Gärten und anderen Grünanlagen in der Stadt. Um die Stadt schnell kennenzulernen, empfiehlt er den Gang entlang des Roten Faden und einen Sonnabendbesuch auf dem Flohmarkt am Leineufer. Was der Independent noch so für Tipps hat, lesen Sie hier. 

Die Blogger von Journey Around the World haben die Landeshauptstadt zur Weihnachtszeit besucht. Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt war also Pflicht. Außerdem werden historische Gebäude (Leineschloss, Aegidienkirche) und ein Besuch im Museum August Kestner.  Einen Bericht gibt es hier.

Kaum eine europäische Stadt haben die ukrainischen Blogger von Pizzatravel nicht besucht. Beim Lesen des Blogeintrags könnten Nicht-Hannoveraner denken, dass der Messebetrieb 365 Tage im Jahr in Anspruch nimmt. Den vielen Fotos zufolge, hat den Ukrainer vor allem die Aussicht vom Neuen Rathaus gefallen. Was die Blogger sonst von Hannover halten, lesen Sie hier.

Von Manuel Behrens

Stadt Hannover SPD will Park-and-Ride attraktiver machen - Bekommen Park-and-Ride-Nutzer vergünstigte Tickets?

Im Kampf gegen die Luftverschmutzung in Hannover will die SPD mehr Pendler dazu bewegen, ihre Autos an den Stadträndern zu parken und mit Bahnen in die City zu fahren. 

Andreas Schinkel 18.07.2017

Zusätzliche Videowand, gesperrte Straßen – und ein paar Karten gibt es auch noch: Die Fakten zum Klassikfest. Und eine der wichtigsten Fragen: Wo sind eigentlich die besten Plätze?

18.07.2017

Im Pavillon hat am Montag das Kulturcamp Blaue Zone begonnen: Dabei geht es um das Thema Alter. Mitmachen kann jeder, der mindestens 55 Jahre alt ist.

Gunnar Menkens 21.07.2017