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Stadt Hannover Dealer wollten 120 Kilo Marihuana verkaufen
Aus der Region Stadt Hannover Dealer wollten 120 Kilo Marihuana verkaufen
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17:55 22.08.2017
Von Michael Zgoll
Der Hauptangeklagte Ercan Ö. (rechts) und sein Anwalt Marco Neumann. r Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Die Rede ist von mindestens 120 Kilogramm Marihuana sowie erheblichen Mengen an Kokain und Amphetaminen: Offenbar wollte Ercan Ö. das ganz große Rad drehen und mit Rauschgiftgeschäften reich werden. Doch nun sitzt der 35-Jährige in Untersuchungshaft, muss sich seit am Dinstag vor dem Landgericht wegen Drogenhandels verantworten. Gemeinsam mit Tarik-Ridvan D. (24) und dessen Freundin Mona T. (23), die wegen Beihilfe angeklagt sind, soll er zwischen Januar und Februar 2017 große Mengen von Rauschgift angekauft und zum Teil auch veräußert haben.

Drogen in Ahlem gebunkert

Die Staatsanwaltschaft spricht davon, dass Ö. in mindestens zwölf Fällen jeweils mindestens zehn Kilo Marihuana erworben hat. Außerdem soll der Ahlemer von verschiedenen Dealern 350 Gramm Kokain im Wert von 50.000 Euro, zwei Kilo Amphetamine sowie 337 Tabletten und 33 Bruchstücke Ecstasy gekauft haben. Gebunkert wurden die Drogen in der Wohnung des Paares, das ebenfalls in Ahlem wohnt und nun gemeinsam mit Ö. auf der Anklagebank sitzt.

Doch soll Tarik-Ridvan D. auch beim Verkauf der Betäubungsmittel behilflich gewesen sein. Mal wurde eine Fuhre in ein Tattoo-Studio in der Nordstadt geliefert, mal fuhr man per Taxi zu einer Mietwohnung, dann wieder wurden zwei Kilo Marihuana per Fahrrad durch Hannover transportiert. Die Entlohnung für die Helfer, so die Anklage, soll eher bescheiden gewesen sein: Es gab pro Lieferung kleinere Geldbeträge zwischen 30 und 300 Euro oder zwei bis drei Gramm Gras für den Eigenbedarf.

Bevor sich die 3. Große Strafkammer unter Vorsitz von Richterin Renata Bürgel ab Mitte September ausführlich mit diesen Delikten befassen wird, stand am Dienstag zunächst eine weitere Anklage gegen D. im Mittelpunkt. Demnach soll der 24-Jährige im September 2016 einem Besucher auf der IAA-Nutzfahrzeugeschau seinen Rucksack gestohlen haben.

Rucksack bei IAA geraubt

D. griff am DAF-Stand auf dem Messegelände zu, konnte sich zunächst unbemerkt mit dem Rucksack entfernen. Doch als ihn der Bestohlene entdeckte und sein Eigentum zurückforderte, soll D. ausfallend geworden sein und sein Gegenüber mit einem Messer bedroht haben. Möglicherweise stand der Deutschtürke zu diesem Zeitpunkt unter dem Einfluss von Drogen. Zum Glück ging diese räuberische Erpressung glimpflich aus und der Messegast erlitt keine Verletzungen - zumindest keine körperlich sichtbaren.

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