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Stadt Hannover Gehen der Üstra die Bahnen aus?
Aus der Region Stadt Hannover Gehen der Üstra die Bahnen aus?
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16:48 22.01.2015
„So viele Ausfälle wie am Dienstag tun dann aber schon weh“: Üstra-Fahrgäste – wie hier an der Station am Kröpcke – mussten sich auf längere Wartezeiten einstellen.  Quelle: Tobias Kleinschmidt
Hannover

Stadtbahnkunden in Hannover haben am Dienstagmorgen Verzögerungen und Zugausfälle hinnehmen müssen. Betroffen waren die Linien 1, 2, 3, 4 und 7. Grund waren Störungen bei mehreren Stadtbahnen. „Wir hatten heute außergewöhnlich viele technische Ausfälle“, sagte Üstra-Sprecherin Katja Raddatz. Diese stünden jedoch in keinem Zusammenhang mit dem Wetterumschwung. Da es in den vergangenen Tagen aber zu mehreren Unfällen von Stadtbahnen gekommen war und die Üstra obendrein noch immer auf die neuen TW 3000 Züge verzichten muss, die wegen mangelhafter Schweißnähte stillgelegt wurden, stieß der Betrieb am Dienstag kurzzeitig an seine Kapazitätsgrenze.

„Insgesamt sind fünf sogenannte Kurse am Vormittag komplett ausgefallen“, sagte Raddatz. Für viele Üstra-Kunden bedeutete das, dass sie vergeblich auf ihre Züge warteten. „Meist waren kleine technische Probleme der Grund dafür, dass die Bahnen nicht fahren konnten“, sagte die Unternehmenssprecherin. Mal ließ sich eine Tür nicht schließen, bei einem anderen Zug war eine Bremse defekt. „Durch die Ausfälle warteten dann aber eben etwa doppelt so viele Kunden auf die darauffolgenden Bahnen“, sagte Raddatz. Das hatte zur Folge, dass diese Bahnen voller waren und teils nicht alle Wartenden mitnehmen konnten. Zwar schicke die Üstra im Berufsverkehr immer alle verfügbaren Bahnen auf die Schienen. „So viele Ausfälle wie am Dienstag tun dann aber schon weh“, sagte Raddatz.

Mehrere Stadtbahnunfälle in den vergangenen Tagen

Ein Hauptgrund für die Probleme waren mehrere Stadtbahnunfälle in den vergangenen Tagen, die das Unternehmen nicht kompensieren konnte. Erst am Montag war ein Schaden von mehr als 150.000 Euro entstanden, als zwei Stadtbahnen aufgrund einer falsch gestellten Weiche am Geha-Platz zusammenprallten. Die beiden stark beschädigten Wagen sowie die Züge, die am Dienstag technische Probleme aufwiesen, wurden zwar sofort in die Werkstatt gebracht, wo man mit Hochdruck an der Reparatur arbeitet. Der Üstra fehlen jedoch derzeit die Reserven, um auf eine solche nach eigenen Angaben ungewöhnliche Häufung von Ausfällen kurzfristig reagieren zu können.

Wie lange die Üstra noch auf ihre neuen Stadtbahnen vom Typ TW 3000 wird warten müssen, ist noch nicht klar. Im März hatte die Üstra den ersten Wagen präsentiert und wollte weitere nach und nach im Fahrbetrieb einsetzen. Der Plan musste jedoch aufgegeben werden, weil mangelhafte Schweißnähte an den Wagen entdeckt worden waren. Danach trennte sich der federführende Hersteller Vossloh-Kiepe von dem verantwortlichen Zulieferer aus Salzgitter und vergab die Arbeiten an ein Unternehmen aus Dessau. In der vergangenen Woche gab die Üstra bekannt, dass sich der Einsatz des ersten TW 3000 wahrscheinlich noch bis Frühjahr kommenden Jahres verzögern wird.   

Frerk Schenker und Jörn Kießler

Üstra warnt vor möglicher Überlastung

Die Initiative Pro D-Tunnel fordert erneut die Einstellung der ihrer Meinung nach mangelhaften Planung der ­D-Linie. Anlass für den aktuellen Vorstoß der Gegner der oberirdischen Stadtbahnlinie D-West ist ein Schreiben der Üstra an die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Darin wiederholt das Verkehrsunternehmen Bedenken, die es bereits im März dieses Jahres formuliert hatte. Zwar zweifle man nicht an der kompletten Planung, jedoch müsse darauf hingewiesen werden, dass diese bisher nur dem derzeitigen Verkehrsaufkommen gerecht werde. „Eine Erweiterung des Angebotes durch eine neue Linie ist nicht möglich, da die Leistungsfähigkeit der Kehranlage am Hauptbahnhof dafür nicht ausreicht“, heißt es in dem Brief. Derzeit liefen jedoch Diskussionen um eine Takterhöhung und Ausweitung des Stadtbahnverkehrs, um die Wasserstadt Limmer erschließen zu können. Ebenso mahnt die Üstra an, dass der Bahnsteig an der Haltestelle Rosenstraße zu klein sei, um das erwartete Fahrgastaufkommen von mehr als 18.000 Personen pro Tag zu bewältigen, sollte die Strecke in Richtung Südstadt verlängert werden.

jki

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